Erbausschlagung - wann beginnt 6-Wochen Frist?

3 Antworten

Zunächst wäre der Kreis der Erbkandidaten mal dahingehend zu prüfen, ob eine Erbschaft gem. § 1922 BGB schon automatisch zugefallen wäre.

Lebt die Mutter der Verstorbenen noch, wäre das nicht der Fall.

Andernfalls würde dich ein Antrag auf Nachlassverwaltung über das Vermögen der Erblasserin vor Nachlasshaftung mit eigenem Vermögen schützen. Und Ansprüche daran erhalten.

G imager761

Da Sie anscheinend positive Kenntnis vom Tod Ihrer Tante haben (also nicht nur vom "Hörensagen") und ferner offenbar wissen, dass Sie als einzige gesetzliche Erbin in Frage kommen (weil es keine näheren Verwandten der Verstorbenen gibt), sollten Sie zumindest vorsorglich davon ausgehen, dass die 6-Wochenfrist für die Ausschlagung vom Zeitpunkt der Kenntnis vom Todesfall an läuft. Wie Sie allerdings feststellen können, ob der Nachlass werthaltig oder überschuldet ist, hängt von den persönlichen Umständen ab, in denen die Tante gelebt hat, ob es also z.B. Personen gibt, die darüber Näheres wissen usf. Das Nachlassgericht (Amtsgericht des letzten Wohnsitzes der Tante) wird Ihnen über die Werthaltigkeit keine Auskünfte geben können; gleichwohl sollten Sie dort anfragen, ob ein Testament vorliegt bzw. ob und mit welchem Ergebnis nach den gesetzlichen Erben geforscht wird. Die Versäumung der Ausschlagungsfrist wäre im Übrigen kein "Beinbruch". Denn es gibt auch danach noch die Möglichkeit, Ihre Erbenhaftung für die Schulden der Tante auf deren Nachlass zu beschränken und Ihr Eigenvermögen davon freizuhalten. Sprechen Sie ggf. darüber mit dem Rechtspfleger beim Nachlassgericht.

wenn dein hörensagen aus glaubwürdiger quelle ist..... ? ich würde aber sagen, du erkundigst dich beim amtsgericht.... du hättest gehört..... und dann gilt die frist ab kenntnisnahme bzw. bestätigung durch das gericht - denn vorher könnte es auch böses getratsche sein.

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