Elternzeit vorzeitig beenden, muss ich eine Frist einhalten?

4 Antworten

Wer hat Dir die Auskunft gegeben? Wenn sich eine Frau im Mutterschutz befindet, dann darf die nicht arbeiten, es sei denn, dass sie selbständig tätig ist oder zum Beispiel das Kind bei der Geburt gestorben ist. Nun kenne ich mich mit der Elternzeit nicht aus, doch früher durften Mütter bis zu drei Jahre Zuhause bleiben und der Arbeitsplatz musste danach wieder zur Verfügung stehen.

Für einen Arbeitgeber ist das nicht so wirklich toll, denn woher soll er für einen begrenzten Zeitraum einen guten Ersatz finden? Und natürlich konnte auch schon früher der Arbeitgeber sagen, dass eine Frau nicht vor der Beendigung der in Vorfeld beantragten Zeit wieder ihre alte Stelle besetzen kann.

Warum redest Du nicht einfach mit Deinem Arbeitgeber und fragst mal nach, ob die die Möglichkeit haben, dass Du möglichst kurzfristig wieder in Deinen alten Job zurück kannst und vielleicht hast Du ja enormes Glück oder an anderer Stelle in dem Betrieb wird noch eine Kraft gebraucht. Doch vielleicht ist es eben nicht so und sie haben Jemanden eingestellt und dem einen befristeten Vertrag vorgelegt, der die nun verpflichtet, den Anderen so lange zu beschäftigen.

Was hast du denn beruflich gemacht und vielleicht hast Du ja auch eine Chance und kommst in einem anderen Betrieb unter?

Ich bin nicht im Mutterschutz, sondern in Elternzeit. Man darf in Elternzeit Teilzeit arbeiten. Aber das ist ja eh nicht was ich wollte, sondern die Elternzeit beenden und wieder wie vorher dort arbeiten. Die Personalabteilung sagt aber geht nur mit Frist von 7 Wochen und genau diese Frist ist nirgends zu finden. 

Ist wohl eher ein "wir haben kein Bock, dass du wieder hier her kommst"

@Buffy0035

Das würde ich nicht so unbedingt sagen, denn natürlich ist Dein Arbeitgeber darauf eingestellt gewesen, dass Du für zwei Jahre nicht Deinen Arbeitsplatz ausfüllen wirst und sie waren gezwungen für diese Zeit einen Ersatz zu finden. Das ist nicht immer leicht, wenn von vorneherein gesagt wird, dass nach den zwei Jahren keine Weiterbeschäftigung erfolgen kann. Natürlich besteht dann noch immer die Hoffnung, dass sich ein weiteres Kind ankündigt oder die Frau eben weiterhin sich um das Kind kümmern möchte.

Du solltest mal bei Deiner Krankenkasse anrufen und wenn die Dir keine Auskunft geben können, dann doch vielleicht die Stelle, die das Elterngeld zahlt.

Ich habe auch sehr wohl verstanden, dass Du nicht im Mutterschutz bist, doch nur dann könnte man Dir verbieten zu arbeiten. Dein Arbeitgeber braucht vielleicht die Vorlaufzeit, um Dir wieder eine Beschäftigung bieten zu können und vielleicht eben auch nicht. Wie groß ist denn der Betrieb und was hast Du dort gemacht? Möchtest Du unbedingt wieder an den alten Platz oder würden Dich auch andere Aufgaben reizen?

@Welfenfee

Danke für eure Antworten. Es ging mir eigentlich nur um die Frist und ob die wirklich existent ist. Ist sie nicht. 

Mein Arbeitgeber hat niemanden für mich eingestellt und die Person die meinen Job mit übernommen hat ist grad selber schwanger. Meine Kollegin die 6 Wochen vor mir ein Kind bekommen hat, konnte ohne viel Debatte innerhalb von 2 Wochen ihre Elternzeit vorzeitig beenden. 

Ich bekomm auch gar kein Elterngeld mehr, denn das hab ich nur für 12 Monate auszahlen lassen. Finanzielle Umstände lassen es jetzt aber nicht mehr zu, dass ich noch weiter zu Hause bleibe (Härtefall ist's aber auch nicht). 

Eigentlich wollte ich nur wieder dort arbeiten (nicht mal die selbe Position) - mal schauen was passiert, wenn ich erwähne das die Frist gesetzlich nicht besteht. 

@Buffy0035

Da du gesetzlich an die 2 Jahre Elternzeit gebunden bist, die du damals angemeldet hast, muss dein Arbeitgeber der Verkürzung zustimmen. Er könnte auch einfach Nein sagen, er müsste es nicht mal begründen. 

Wenn dein Arbeitgeber jetzt aber auf eine selbst erdachte Frist besteht, damit er der Verkürzung zustimmt, dann darf er das. Es muss nicht im Gesetz stehen, da du für die Zustimmung der Verkürzung auf die Kulanz deines Arbeitgebers angewiesen bist. 

Nimm lieber die 7 Wochen in Kauf, denn wenn du dich zu sehr dagegen stemmst kann der Arbeitgeber auch einfach sagen, du darfst gar nicht vor Ablauf der 2 Jahre zurück und du könntest nichts dagegen tun. 

Hier sitzt tatsächlich (da kein Härtefall vorliegt) ausnahmsweise der Arbeitgeber am längeren Hebel. 

rede mit deinen Arbeitgeber ob er ene Stelle frei hat, denke vor ablauf der Elternzeit braucht er dch nicht in dem alten Job lassen!

Geh zur Personalabteilung und lass Dich da aufklären...

Es ist die Personalabeilung die mir diese Fristen genannt hat, die ich nirgends finde. Mein Arbeitgeber hat offensichtlich keine Lust darauf, dass ich wieder arbeite. 

Nein, so ist das nicht:

DU wolltest 2 Jahre in Elternzeit. Dein AG hat sich darauf eingestellt und (wahrscheinlich) in dieser Zeit für einen gleichwertigen Ersatz für Dich gesorgt.
Jetzt willst Du aber schon nach 14 Monaten zurückkommen und bringst damit die komplette Planung durcheinander!

Mach Dich doch hier mal schlau:
http://www.smart-mama.de/die-elternzeit-10-mythen/

Die Regelungen zur Elternzeit stehen im BEEG.

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