Einkommensteuer als Betriebsausgabe?

3 Antworten

Hallo Lichterkette,

nein, die Einkommensteuer ist keine Betriebsausgabe. Die Steuer auf das Einkommen zählt zur privaten Lebenssphäre und nicht zur betrieblichen. Daher kannst du diese Ausgaben nicht als betriebliche Ausgabe ansetzen.

Wie du vom Gewinn zur Einkommensteuer kommst kannst du im Gründerlexikon genau nachlesen:

http://www.gruenderlexikon.de/magazin/vom-gewinn-zur-einkommensteuer

Im Gründerlexikon findest du auch weitere Fachartikel zum Thema Einkommensteuer für Selbständige und einen Softwaretest für Einkommensteuererklärungen.

Falls du aber Vorauszahlungen auf die einkommenssteuer geleistet hast, kannst du die sehr wohl angeben.

Alle Einkünfte werden einzeln zusammengestellt, z.B. also Einnahme-/Ausgabeüberschüsse aus Gewerbebetrieb, aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitaleinkünfte, aus Vermietung und Verpachtung etc. Das ergibt den Gesamtbetrag der Einkünfte, dann abzüglich Sonderausgaben, Kirchensteuer ...., ergibt das zu versteuernde Einkommen.

Dann erst kommt die Einkommensteuerberechnung. Und die geht auch nicht gleich in die Tabelle (wegen Progressionsvorbehalt, Splittingtarif und div. Ermässigungen, aber wir können das alles vereinfachend auch weglassen).

Wie fülle ich die Steuererklärung für ein Kleingewerbe bei Betriebsausgabe richtig aus?

Hallo Beisammen,

ich hätte da mal eine Verständnisfrage bezüglich des Aufgabegewinnes, Einkommensteuer beim Kleingewerbe (EÜR). Bei einem Kleingewerbe zahle ich mir ja -- vereinfacht gesagt -- kein Gehalt, sondern ich kann über das verfügen, was nach Abzug der Ausgaben übrig bleibt.

Die Einkommensteuer richtet sich auch nach den Einnahmen nach Abzug der Kosten. Der Einfachheit halber: nehmen wir an ich habe einen Gewinn von 5000€ am Jahresende. Auf die zahle ich meine Einkommensteuer. Wenn ich nun zum Ende des Jahres den Betrieb aufgeben würde, habe ich ja eben diese 5000,- in der Kasse, nicht wahr? Das würde bedeuten, dass ich -- sofern sich aus der Betriebsauflösung keine weiteren Kosten ergeben -- einen Aufgabegewinn von 5000€ hätte.

Was ich nicht verstehe ist, ob in diesem Fall quasi 2x Einkommensteuer für den gleichen Betrag erhoben wird. Weil: Gewinn aus Betriebseinnahmen = 5000€ + Aufgabegewinnn 5000€ = 10000€ ... oder muss ich bei der Erstellung der Schlussbilanz quasi dann doch irgendwie mein Gehalt geltend machen ... aber in dem Fall könnte ich meinen Aufgabegewinn ja einfach auf 0 runterrechnen?

Ich bin verwirrt und mir ist schon klar, dass ich mir bei der Betriebsaufgabe einen Steuerberater holen sollte, würde aber trotzdem gerne die Grundlagen verstehen, damit ich besser nachvollziehen kann, welche Steuerbelastung fällig wird (und ich entsprechend Rücklagen bilden kann).

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