Eingetragener Steuerfreibetrag 2017 wurde bei mir in der Steuerbescheid 2016 vom Finanzamt geltend gemacht obwohl ich gar keinen Freibetrag hatte in 2016, ?

5 Antworten

Du bist völlig im falschen Film, Robert, da gebe ich dir recht.

Weil du nämlich das System nicht verstanden ist.

Es wird dein zu versteuerndes Einkommen ermmittelt, wie, das steht im Steuerbescheid.

Auf das zu versteuernde Einkomen wird die festzusetzende Einkommensteuer ermittelt, das geht nach einer Formel in § 32a EStG.

Dann wird geguckt, wieviel Steuern musst du für 2016 zahlen und wieviel hast du schon gezahlt (Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer, etc).

Ergibt sich eine Differenz, musst du nachzahlen oder es wird was erstattet.

Genau so wie bei einer Stromrechnung zum Beispiel.

Das hat überhaupt nichts mit Freibeträgen ab 2017 zu tun, aber auch rein gar nichts.

Genau, das hat nichts mit den Freibeträgen in 2017 zu tun die ich mir eintragen lassen habe. Richtig aber das Finanzamt sieht das anders. Das nimmt den Freibetrag aus 2017 (Werbungskosten) vom laufendes Steuerjahr  und verrechnet sie mit den Sonderausgaben in 2016, als hätte ich den Freibetrag in 2016 erhalten. Zur Info: eingetragene Freibeträge werden in der Gehaltsabrechnung direkt berücksichtigt und am Jahresende Steuerjahr mit deiner Einkommensteuer verrechnet. Ist es klar??

@Robert030380

Werbungskosten werden nicht mit Sonderausgaben verrechnet.

Und aus 2017 wird nichts mit 2016 verrechnet.

Zur Info: Ich habe Steuerrecht studiert. Ist es klar ?

@Petz1900

Das finde ich super, endlich ein Experte. Doch wirklich das Finanzamt hat meinen Freibetrag 2017 (steuerfreie Arbeitsgebererstattung ) in den beschränkt abziehbaren Sonderausgaben für 2016 gegengerechnet. Das ist auch kein Fehler von mir das ich was übersehen habe, nein es ist Tatsache. Ich habe Einspruch erhoben aber nur eine flaxe Antwort vom Finanzamt erhalten. Die Antwort kam zwei Tage später so schnell ich war richtig geschockt. Wo muss den eigentlich ein eingetragener Freibetrag in der Einkommensteuer Berechnung berücksichtigt werden? Danke.

@Robert030380

Nirgends.
Der wird bei der monatlichen Lohnsteuer durch den Arbeitgeber berücksichtigt.
Allerdings musst du die Fahrtkosten oder warum auch immer du einen Freibetrag hast natürlich in deiner Einkommensteuererklärung eintragen.

Du müsstest den Steuerbescheid und die Lohnsteuerbescheinigung einstellen (persönliche Daten schwärzen); ohne daß man diese Unterlagen in Augenschein nimmt, kann man dazu nichts sagen - so wie das geschildert wird kann es nicht sein; Werbungskosten und Sonderausgaben müssen immer getrennt behandelt werden...

Steuerlich zu berücksichtigende Aufwendungen wie z.B. Werbungskosten werden in dem Jahr berücksichtigt, in dem sie entstanden sind.

Ich nehme an, dass dir im JHR 2016 Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung usw. entstanden sind und dass diese vom  Finanzamt bei der Einkommensteuerveranlagung angesetzt wurden. Mit dem Steuerfreibetrag für 2017 kann das nichts zu tun haben.

Hast Du den Steuerbescheid mit der Berechnung zu Deiner Steuererklärung verglichen?

Dann könntest Du nämlich die Abweichungen erkennen.

Oder hast Du die Steuererklärung in Papierform abgegeben ohne eine Berechnung der Steuer?

Dann kann Dir niemand helfen.

Hallo ich mache das seit Jahren mit Elster. Die Software ist jetzt mittlerweile gut und die Berechnungen und Prüfungen auch. Ja ich habe das verglichen und festgestellt das ich statt einer Rückzahlung eine Nachzahlung habe. Dann habe ich mich auf die Suche gemacht warum und habe herausgefunden das, dass Finanzamt meinen eingetragenen Freibetrag für 2017 den ich erstmalig für 2017 beantragt habe schon in meinem Steuerbescheid 2016 im vollem Umfang gegen gerechnet wurde. Ich hatte aber in 2016 keine eingetragenen Freibeträge und habe deshalb auch nicht damit gerechnet. Das ist doch auch  richtig???

Gruss Robert

@Robert030380

Wenn der Bruttolohn, die Werbungskosten usw und die Lohnsteuer mit Deinen Angaben in der Steuererklärung übereinstimmen, kann ich Deine Frage nicht verstehen.

Ein Freibetrag wird bei der Ermittlung der Einkommensteuer nicht berücksichtigt.

Er kann sich nur in einer geringeren Lohnsteuer auswirken.

Das Ganze ist für mich mehr als seltsam.

Jeder Arbeitnehmer hat einen pauschalen Steuerfreibetrag von 1.000 € Werbungskosten.  Der muß vom Finanzamt gewährt werden auch wenn er nicht vom Steuerpflichtigen  beantragt wird.
Warum legst Du dagegen Einspruch ein? Schließlich mindert er dein zu versteuerndes Einkommen wie jeder andere Freibetrag auch und damit die Steuerprigression  und damit wiederum Deine persönliche Steuerlast. 
Oder meinst du vielleicht was vollkommen anderes?


Ich habe für 2017 einen Steuerfreibetrag eintragen lassen, Werbungskosten, doppelte Haushaltsführung etc. Nur hat das Finanzamt jetzt diesen Freibetrag im Steuerbescheid 2016 schon geltend gemacht und mir wieder draufgerechtet, als wäre er mir schon 2016 gewährt worden, ist er aber nicht. Das kann doch nicht sein, eingetragener Freibetrag muss doch immer zum jeweiligen Steuerjahr passen?

@Robert030380

Du solltest dir den Bescheid noch einmal richtig ansehen. Ein für 2017 gewährter Freibetrag wird nicht bei der Einkommensteuerveranlagung für das Vorjahr abgezogen.

@PatrickLassan

Hallo Patrick, habe ich nochmal geprüft ist aber tatsächlich gemacht worden. Ich habe erst seit 2017 einen eingetragenen Freibetrag davor habe ich das nicht genutzt. Das Finanzamt stellt auf Stur und schreibt in ihrer Begründung warum sie den Einspruch abgelehnt haben wörtlich: Erläuterung " keine" Ich denke ich bin im falschen Film, das kann doch nicht sein. Gruss Robert

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