Eigentumwohnung bei der Arbeitslosigkeit.

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Wenn man ALG II beantragt (z. B. nach dem Ende des ALG I) oder Sozialhilfe (z. B. nach der Feststellung der vollen Erwerbsminderung) oder Grundsicherung im Alter (z. B. bei zu wenig Rente), muss man ein selbstbewohntes Wohneigentum (Haus oder Wohnung, plus Grundstück) nicht verwerten, wenn es "von angemessener Größe" ist (SGB II § 12, analog SGB XII für Sozialhilfe und "Grusi" in § 90).

Was als "angemessen" gilt, ist jeweils im Einzelfall zu entscheiden. Ausnahme: Unter einer gewissen Größe soll da gar nicht lange überprüft werden, sagen die Hinweise der Bundesagentur für Arbeit:

"Die Prüfung der Angemessenheit ist somit entbehrlich, wenn die Wohnfläche folgende Größen nicht übersteigt:

Eigentumswohnung 80 m² bei 1-2 Personen

Familienheim 90 m² bei 1-2 Personen" und so weiter für weitere Personen: PDF-Seite 14 in http://tinyurl.com/7k3r5b9

Auf der sicheren Seite ist mal also als Single mit einem Haus bis 90 m² - und mit 500 m² Grund in der Stadt, auf dem Land mit 800 m², siehe PDF-Seite 15. Falls mir hier kein Vertipper unterlaufen ist, also lieber selber nachlesen!

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Ob man dann als Single auch Heizkosten für 90 m² erstattet bekommt, wäre die nächste Frage. Mein Tipp: Nicht immer!

Wohneigentum ist geschützt. Da braucht sie keine Angst zu haben. Es gibt allerdings Richtwerte wie Groß die Wohnfläche maximal sein darf. Ich bin mir nicht ganz sicher aber es sind glaube ich 140qm.

für einen single?

Das Gesetz spricht von einem angemessenen "sebstbewohnten" Einfamiienhaus. Das hängt dann natürich von der Familiengröße ab, Die aufenden Kosten für eine eigene Immobiie werden genau so gezaht wie sonst die Miete. (Bei AlG 2)

Grundsätzlich mal: Wenn man eine Immobilie nicht mehr bezahlen kann, dann kommt es entweder zu einer Zwangsversteigerung oder man muß selbst verkaufen. Dabei spielt die Wohnfläche absolut keine Rolle. Auch eine kleine Wohnfläche verhindert keine Versteigerung!!! Die einzige Frage, die sich hier stellt ist die Frage nach dem Kapital deiner Bekannten. Hat sie die ausreichenden Mittel um den Kauf eines Hauses zu finanzieren? Hat sie ausreichendes Einkommen und die Immoblie zu unterhalten und abzuzahlen? Und wenn nicht... dann Finger weg vom Immobilienkauf.

Ganz genau, so sehe ich das auch. Aber sie Hat einiges an Mittel und arbeitet. Und wenn alles so weiter geht, wird sie bis zur Rente das Haus auch selber auszahlen. Die Frage war nur,- Was, wenn sie plötzlich die Arbeit verliert und eine Zeit arbeitslos wird. Nicht dass die dann das Haus verschleudern wird müssen, weil das halt paar m² Wohnfläche zu viel hat.

@motes

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier über verschiedene Dinge geschrieben wird. Da wäre einmal das voll bezahlte Haus. ( Könnte ja ein Erbe sein ) Und wird nur bei einer vorgebenen Wohnfläche ( ca. 140 m² ) dies unter bestimmten Umständen NICHT zum Kapital gerechnet. Wenn aber noch Bankschulden bestehen, dann sieht die Sach völlig anders aus. Denn die Bank besteht auf termingerechter Rückzahlung. Und DAS hat dann mit ARbeitslosigkeit kaum etwas zu tun. Hier solltet ihr aber unbedingt ein Gespräch mit den zuständigen Stellen führen. Das wäre einmal der geldgeber, also wohl die Bank. Und dann wäre zB das Sozialamt eine gut Möglichkeit verbindliche Aussagen zu erhalten. Die zu berücksichtigende Wohnfläche richtet sich nämlich nach der Zahl der Bewohner.

@Maerchenkiste

Vielen Dank noch einmal. Nein, ich will hier nichts verstecken, ich habe nur vergessen zu schreiben, dass sie Sigle ist und man hat ihr gesagt: „Das Haus bis 80m²ist geschützt“. Ich wollte nur die Grenze wissen.

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