Eigentumswohnung Abwasserrohr gebrochen - müssen alle Eigentümer Reparatur zustimmen?

5 Antworten

Es ist lt. Handwerker (Sachverständigen) Gefahr für das Gebäude im Verzug. Der eine Eigentümer kann daher auch alleine den Auftrag erteilen, nachdem er dem anderen kurze Frist mit Ablehnungsandrohung gesetzt hat, und die Reparatur ausführen lassen. Zahlt der andere Eigentümer seinen Anteil nicht, so kann der fordernde Eigetümer ihn auf die Zahlung dieser Forderung verklagen. Mit dem darauf folgenden Urteilstitel besteht die Möglichkeit sich in das Wohnungsgrundbuch des Miteigentümers eintragen zu lassen und im Bedarfsfalle die Wohnung des Zahlungsunwilligen zwangsversteigern zu lassen.

Zusatz - Argument er hat kein Geld zählt nicht, Eigentum verpflichtet. Der Hamburger würd sagen - wat mut dat mut. Am besten du kaufst seine Wohnung - es gibt nur Ärger. Denn freiwillig wird er nicht zahlen. Vorsicht Insolvenz droht.

Die kann ma ja unter solchen Voraussetzungen ganz gut im eigenen Sinne dann bechleunigen! Zahlt der andere Eigentümer seinen Anteil nicht, so kann der fordernde Eigetümer ihn auf die Zahlung dieser Forderung verklagen. Mit dem darauf folgenden Urteilstitel besteht die Möglichkeit sich in das Wohnungsgrundbuch des Miteigentümers eintragen zu lassen und im Bedarfsfalle die Wohnung des Zahlungsunwilligen zwangsversteigern zu lassen.

@schelm1

beschleunigen???? Weißt du wie lange das dauert?? Jahre

Die Antwort gibt in der Regel Eure Teilungserklärung. Normalerweise ist danach das Abwasserrohr, insbesondere auch der Anschluß Gemeinschaftseigentum, also kommen die Eigentümer gemeinsam auf. Sollte etwas anderes drin stehen, dann gibts evtl. ein Problem, allerdings widerspräche die Regelung dem heute geltenden WEG. Nach dem WEG sind alle Miteigentümer zur Instandhaltung und Instandsetzung verpflichtet und tragen i.d.R. die Kosten entsprechend ihrem Wohnanteil. Da hier auch noch Gefahr im Verzug ist, ist schnelles Handeln angebracht. Schwierig ist auch, wenn sich der Miteigentümer schlicht weigert. Im Normalfall existiert für diesen Fall ein Hausgeldkonto, von dem die Lasten bezahlt werden. Letztlich kann der Anspruch auch gerichtlich durchgesetzt werden. Es muß jedoch sichergestellt werden, dass durch die Reparatur keine unangemessenen Lasten entstehen.

  • Natürlich ist das Gemeinschaftseigentum.
  • Vom Gemeinschaftskonto kann aber nur das bezahlt werden, was im Wirtschaftsplan begründet ist.
  • Unvorhergesehens läuft über Sonderumlage.

super- Habt ihr keine Rücklage??????? Die Reparatur ist unbedingt erforderlich und stellt eine Notreparatur dar. Und wenn kein Geld da ist erfolfgt eine Sonderumlage.

Das ist genau das Argument warum die Aufteilung eines 2 Familienhauses Unsinn ist.

Ganz im Ggenteil! Wäre es gemeinschafftliches Eigentum, dann wäre es deutlich schwieriger sich auseinanderzusetzen als bei Wohnungseigentum. Denken Sie mal scharf nach!

@schelm1

hä? natürlich ist das Gemeinschaftseigentum. Selbst mal ganz scharf denken!

Moin, nach WEG sind geeignete Rücklagen zu bilden.

Für dich wir § 21 Abs 2 u. Abs 5 Nr 2 WEG gelten.

Wenn also eine Instandsetzung notwendig ist, insbesondere um Folgeschäden abzuwenden, müssen die Miteigentümer das dulden.

wenn ein Schaden am Gemeinschaftseigentum ist zahlen das auch alle gemeinschaftlich.

Das nächste Problem kann es dann mit der Gebäudeversicherung geben, dieeigentlich für wasseschäden da ist.

Wenn ein Schaden wegen einer wissentlich nicht durchgeführten, aber notwendigen Reparatur entsteht, könnte die versicherung die Leistung verweigern.

Teile deinem Miteigentümer nachweisbar Schriftlich mit, dass er nach gesetz verpflichtet ist die notwendige Reparatur mitzutragen.

Sonst macht er sich Schadenersatzpflichtig.

habt Ihr denn keine Hausverwaltung?

Was möchtest Du wissen?