Eigenkündigung: Zahlt Arbeitsamt Rentenbeiträge?

4 Antworten

Hallo Hasehase,

Sie schreiben:

Eigenkündigung: Zahlt Arbeitsamt Rentenbeiträge?

Antwort:

Eigenkündigungen sind in der Regel immer absolute, taktische Fehler mit ggf. weitreichenden, negativen Folgen für den Arbeitnehmer!

Es gibt andere Gestaltungsmöglichkeiten, sich von seinem Arbeitgeber zu trennen!

Viele Betroffene sind sich nicht im Klaren darüber, daß bereits ein fehlender Beitragsmonat in der gesetzlichen Rentenversicherung zu gravierenden, finanziellen Nachteilen führen können, wenn ggf. versicherungsrechtliche Voraussetzungen für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt werden!

Jetzt habe ich erst erfahren, dass das Arbeitsamt keine Beiträge zur Rentenversicherung in diesem Zeitraum gezahlt hat. Ist das normal? Nach den 3 Monaten hatte ich selbstständig wieder eine Arbeit gefunden.<

Antwort:

Ja, das ist normal!

Siehe hierzu bitte unter folgendem Link :

Während einer Sperrzeit erhält der Arbeitslose zunächst einmal kein Arbeitslosengeld, da der Anspruch ja gemäß § 159 Abs.1 Satz 1 SGB III ruht. Die Dauer des Ruhens wird vom Gesetz unterschiedlich lang festgelegt je nachdem, für wie gravierend der Gesetzgeber das zur Sperrzeit führende versicherungswidrige Verhalten ansieht. So dauert die Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe in der Regel zwölf Wochen, die Dauer einer Sperrzeit wegen Arbeitsablehnung, bei Ablehnung oder bei Abbruch einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme je nach Lage des Falles drei, sechs oder zwölf Wochen usw. Die Dauer einer Sperrzeit bei Meldeversäumnis oder bei verspäteter Arbeitsuchendmeldung beträgt dagegen nur eine Woche.

Über das bloße Ruhen des Anspruchs, d.h. die vorübergehende Aussetzung der Leistung hinaus führt eine Sperrzeit aber auch zum endgültigen Wegfall, d.h. zur effektiven Minderung des Arbeitslosengeldanspruchs. Der Umfang der Minderung des Arbeitslosengeldanspruchs stimmt im allgemeinen mit der Dauer der Sperrzeit überein, doch gibt es auch hier Unterschiede im Detail.

So mindert zum Beispiel eine Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe, falls sie im Regelumfang von zwölf Wochen zu verhängen ist, den Arbeitslosengeldanspruch nicht etwa nur im Umfang von zwölf Wochen, sondern mindestens um ein Viertel der gesamten Anspruchsdauer (§ 148 Abs.1 Nr.4 SGB III - früher: § 128 Abs.1 Nr.4 SGB III). Bei älteren Versicherten können Aufhebungsverträge daher, falls die Arbeitsagentur hierfür keinen wichtigen Grund anerkennt, je nach Gesamtumfang des Arbeitslosengeldanspruchs zu einer Minderung von bis zu sechs Monaten führen. Besteht während einer Sperrzeit Schutz in der Kranken- und Rentenversicherung?

Während des ersten Monats einer Sperrzeit besteht zwar keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, doch hat der Arbeitslose während eines Monats nach Beendigung einer zuvor bestehenden Pflichtmitgliedschaft gemäß § 19 Abs.2 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) weiterhin Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung. Nach Ablauf dieses Monats, d.h. ab Beginn des zweiten Monats bis zur zwölften Woche einer Sperrzeit setzt die reguläre Krankenversicherung der Arbeitslosen (KVdA) ein (§ 5 Abs.1 Nr.2 SGB V). Anspruch auf Krankengeld besteht während einer Sperrzeit nicht (§ 49 Abs.1 Nr.3a SGB V).

Da der Arbeitnehmer während einer Sperrzeit kein Arbeitslosengeld bezieht, besteht keine Rentenversicherungspflicht gemäß § 3 Satz 1 Nr.3 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI).

Welches Verhalten kann eine Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe auslösen?

Beispiele für eine Arbeitsaufgabe sind

die Eigenkündigung, d.h. die Kündigung durch den Arbeitnehmer,

der Abschluss eines Aufhebungsvertrags oder

ein Verhalten, das eine berechtigte verhaltensbedingte Kündigung des Arbeitgebers nach sich zieht; dabei kommt es nicht darauf an, ob die verhaltensbedingte Kündigung als außerordentliche oder ordentliche Kündigung ausgesprochen wird. 

Fazit:

Fragen Sie bei Ihrer DRV nach, ob Sie die fehlenden Monate ggf. durch freiwillige Mindestbeiträge ausgleichen können!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Jo, das ist leider beim Arbeitsamt normal. An den Leuten, die sowieso kein Geld haben, wird auch noch gespart. Versuch dich für die Zeit nachzuversichern bei der BfA. Ruf mal dort an, ob das geht.

Er kann keine Beiträge für 2007 mehr nachzahlen. Das hätte er bis zum 31.03.2008 beantragen müssen.

Ja das ist normal!

Kein Anspruch auf ALGI, keine Beiträge zur RV

hallo,

ja, bei sperrfristen fliessen logischerweise bei der rentenversicherung keine beiträge. du hättest freiwillige beiträge bis 3 jahre danach nachentrichten können.

beste grüsse

dickie59

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