Eigenkapital Bilanz jedes Jahr gleich

2 Antworten

Das ist je nach Gesellschaftsform durchaus normal. Hier ist das Eigenkapital das gezeichnete / eingebrachte Kapital der Anteilseigner bzw. der Aktionäre, und das verändert sich nicht, solange es keine Kapitalerhöhungen oder Gesellschafterwechsel gibt. Der Jahresgewinn, der laut Buchhaltungslehrbuch das Eigenkapital mehrt, wird je nach Rechtsform dann unter der Position "Gewinnvortrag", "Einbehaltene Gewinne" oder "Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern" ausgewiesen. Bei einer KG zum Beispiel ist letzteres der Fall. Wenn dort ein Unternehmen ein Eigenkapital von 1 Million Euro hat und einen gewinn von 100.000 Euro erzielt, dann bleibt das Eigenkapital exakt bei 1 Million Euro stehen, sofern keine Rücklagen gebildet werden. Da die Anteilseigern hier Anspruch auf die Ausschüttung des Gewinnes haben, stellt der Gewinn eine Verpflichtung des Unternehmend gegenüber den Anteilseigner dar und wird als Verbindlichkeit gebucht.

Das sind bestimmt kleinere Kapitalgesellschaften.

Die können die Posten Stammkapital, Bilanzgewinn und Jahresüberschuss in einem Betrag zusammenfassen.

Wenn diese Kapitalgesellschaften jedes Jahr ihren Jahresüberschuss ausschütten, verändert sich das Eigenkapital nicht.

Aber eine komplette Ausschüttung des Jahresüberschusses einschließlich des letzten Cents ist ungewöhnlich.

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