Eigenes Pferd - kosten

4 Antworten

Man sollte beachten, dass die Kosten für Heu, Stroh, Einstreu und Stallmiete regional unterschiedlich sind.

Zu den genannten Tierarztkosten für z.B. eine Impfung kommen in der Regel immer noch die Kosten für die Anfahrt des Tierarztes.

Futterempfehlungen kommen m.E. auch sehr stark auf die Rasse und Beschäftigung des Pferdes an.

  1. Kann ich leider nicht allzu viel zu sagen ;-) Es kommt natürlich auf das Einstreu an. Diese Säcke mit Pellets oder Tierwohl sind schweineteuer und geben nicht viel her. Unsere Stallbesi pflegt da Verbindungen zu den umliegenden Sägewerken und Bauern. Durch langjährigen Kontakt oder auch Verwandtschaft kann man die Preise sicher anders verhandeln als wenn man sich gar nicht kennt.

  2. Meine Stute bekommt neben einer dreiviertel Schippe Hafer je morgens und abends jedes Mal eine ganze Schippe Müsli. Zu Müsli gibt es aber auch unterschiedliche Meinungen. Manche füttern auch Pellets. Der Sack Müsli kostet bei uns (die Stallbesi verkauft die auch) 15€. Ich gebe manchmal je nach Jahreszeit oder Aktivitäten noch fertige Kräutermischungen oder ein bisschen Öl zu. Eine Weile hat sie auch Magnesiumpulver bekommen, das konnte ich auf einer Messe zwar etwas billiger kaufen, aber das Kilo hat immer noch 50€ gekostet.

  3. Ich habe nur eine normale Versicherung (Haftpflicht) inklusive Fremdreiterrisiko. Eine Miteinstellerin hat eine OP-Versicherung, aber so viel würde die wohl gar nicht auszahlen, bei kleineren Sachen wohl eh nicht. Aber das ist nur, was ich so gehört habe. Bei uns in Bayern muss man nichts fürs Ausreiten zahlen. In manchem Bundesländern braucht man eine Reitplakette, aber da kann ich Dir weniger weiterhelfen ;-) Auf jeden Fall sollte man einkalkulieren, dass Ausrüstung verschleißt. Meine Madame macht jedes Jahr irgendwann im Herbst ihren Zaum kaputt, weil sie nach Segnungsritten etc. wohl dringender pieseln muss als ich abzäumen kann. Dann rennt sie halt mit halb abgezäumt in den Stall und um fünf Ecken... Meine Stute hätte eigtl beim HVT umgemeldet gehört (Besitzerwechsel), das wäre aber nur relevant gewesen, wenn ich Rennen laufen wollte. Und Pferdesteuer gibt es Gott sei Dank (noch?) nicht!

  4. Ich konnte einiges von den Vorbesi übernehmen, da die auch die Stallbesi sind ;-) haben die mir immer geholfen und gesagt, was ich brauche. Du kannst also auch mal bei den anderen spicken ;-) Ich habe an reinen Pflegemitteln nur:

    • Kräuter- und Kühlshampoo
    • Wintershampoo
    • Huföl und -gel (rohe Zwiebel geht aber für den Schimmerglanz auch)
    • Lederöl (nicht fürs Pferd ;-))

Eine kleine Stallapotheke wäre natürlich noch nützlich.

Kann gut sein, dass ich was vergessen habe :)

hallo :)

Ein eigenes Pferd – die Kosten

Wenn man plant, sich ein eigenes Pferd anzuschaffen, spielen die Kosten sicher keine unerhebliche Rolle bei den Überlegungen. Hier eine zusammenstellung was ein pferd kostet. ;-)

Das Pferd Neben den Überlegungen, welches Pferd, für einen geeignet ist und wofür man es nutzen möchte, gibt es hier natürlich auch riesige Preisunterschiede. Die Rasse, das Alter, die Abstammung, der Charakter, die Gesundheit, das Aussehen (objektiv betrachtet) und der Stand der Ausbildung spielen hier eine Rolle. Für ein noch nicht sehr weit ausgebildetes Freizeitpferd muss man etwa 1000 bis 3000 Euro ausgeben. Ein gut ausgebildetes Freizeitpferd, das für Dressur, Vielseitigkeit oder Springen geeignet ist, kostet etwa 2.000 bis 5.000 Euro.

Der Stall Auch hier spielen wieder verschiedene Kriterien eine Rolle: Liegt der Stall stadtnah oder auf dem Land, gibt es nur einen Reitplatz oder auch eine Reithalle, haben die Boxen Fenster oder sogar ein eigenes Paddock, gehört das Ausmisten und Füttern zum Service... Beispiele: Ein gut ausgestatteter Stall mit Koppeln, auf denen die Pferde jeden Tag in der Herde stehen, mit mehreren Reithallen und Paddocks, Springplatz, täglichem Ausmisten und Fütterung und großen, gut belüfteten Boxen kostet in der Nähe einer Großstadt zwischen 300 und 400 Euro pro Monat pro Pferd. In ländlichen Gegenden dagegen muss man für die Unterbringung in einem kleineren Stall mit nur einem Reitplatz, ohne Halle, aber gleichem Service etwa 180 Euro monatlich bezahlen. Wenn man will, kann man sich auch selber ums Ausmisten und Füttern kümmern, das macht die Sache preiswerter. Auch ist eine Innenbox ohne Fenster preiswerter als eine Außenbox mit Fenster oder sogar Paddock. Eine Privatkoppel für ein Pferd kostet im Jahr etwa 800 Euro. Allerdings stehen Pferde nicht gern allein. Stellt man also ein zweites Pferd dazu, halbieren sich diese Kosten.

Der Hufschmied Alle acht bis zehn Wochen bei einem nicht beschlagenen Pferd und alle sechs bis acht Wochen bei einem Pferd mit Hufeisen ist der Besuch des Hufschmieds fällig. Bei Verletzungen am Huf oder losen Eisen auch mal öfter. Bei einem Barhufer werden also monatlich etwa 25 Euro fällig, bei einem Pferd mit Eisen mindestens 50 Euro pro Monat.

Der Tierarzt Regelmäßig sind Impfungen und Wurmkuren fällig. Zwei Wurmkuren im Jahr sind Pflicht. Oft wird eine Gemeinschaftsaktion im Stall durchgeführt, dann zahlt man nur für das Medikament 10 bis 15 Euro und verabreicht es dem Pferd selber. Kommt der Tierarzt, wird es etwas teurer. Eine Auffrischungsimpfung gegen Influenza und Herpes ist alle halbe Jahre fällig, gegen Tetanus alle ein bis zwei Jahre, gegen Tollwut einmal im Jahr. Die Doppel-Impfung gegen Influenza und Herpes kostet etwa 45 Euro. Eine Tetanus-Impfung kostet etwa 39 Euro. Hat das Pferd eine Kolik, wird es teuer: Eine rektale Untersuchung plus helfende Maßnahmen kostet zwischen 110 und 130 Euro. Muss das Tier in die Klinik und bleibt dort zwei Tage, dazu Behandlungen und Medikamente, können die Kosten zwischen 600 und 1200 Euro betragen. Eine Ultraschalluntersuchung in der Klinik kostet 75 Euro. Einmal im Jahr sollte auch der Zahnarzt nach dem Rechten schauen. Eine Kontrolluntersuchung kostet etwa 20 Euro, dazu kommen die eventuellen Behandlungen. Es könnte zum Beispiel sein, dass sich an den Zähnen scharfe Kanten oder Haken gebildet haben, die abgeschliffen werden müssen. Sonst kann das Pferd sein Futter nicht mehr richtig klein mahlen. Das kann bis zu 80 Euro kosten – je nachdem, ob eine Betäubung notwendig ist oder nicht.

Reitunterricht Eine Stunde Dressur-Unterricht kostet zwischen 15 bis 35 Euro, der Beritt eines Pferdes etwa das Gleiche. Unterricht in der Gruppe ist für 10 bis 15 Euro pro Unterrichtsstunde zu haben. Achtung: Bei einigen Reitlehrern ist eine Unterrichtsstunde 60 Minuten, bei anderen nur 45 Minuten lang. ** Das Zubehör** Ein guter Sattel ist wichtig – und teuer. Für einen neuen Dressursattel muss man zwischen 1000 und 3500 Euro rechnen, ein neuer Springsattel kostet zwischen 1000 und 2800 Euro. Auch ein guter gebrauchter Sattel mit Zubehör kann durchaus noch 1500 Euro kosten. Ein kompletter Ledertrensenzaum mit Gebiss in guter Qualität kostet zwischen 75 und 130 Euro. Dazu kommen Gamaschen, Bandagen, verschiedene Decken (Satteldecke, Abschwitzdecke...), Halfter, Führstrick, Pflege- und Putzmittel –alles in allem noch einmal 200 bis 350 Euro.

Versicherungen

Ganz wichtig ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Je nach Anbieter und Höhe der versicherten Schadenssumme muss man hierfür 6 bis 20 Euro pro Monat rechnen. Dann kann man noch überlegen, ob man eine Krankenversicherung für das Pferd abschließt. Dafür liegen die Kosten in etwa bei 35 bis 55 Euro pro Monat. Man kann auch nur eine OP-Versicherung abschließen, denn Operationen bei einem Pferd gehen gleich in die Tausende. Sie kostet ab 12 Euro pro Monat.

ich hoffe ich konnte dir deine fragen beantworten

hier noch was zum futter:

Pferde füttern mit Mash, Müsli. Pellets & Co

Selbst ein Pferd, das den ganzen Tag auf der Weide steht und genügend Heu bekommt, kann Mangel an Mineralien, Probleme mit dem Fellwechsel oder andere Probleme haben. Hier hilft das richtige Zusatzfutter, für Ausgleich zu sorgen. Hier einige beispiele ;-) ** Pellets** Die kleinen, braungrauen, gepressten Würstchen ersetzen oft Hafer, Mais und Gerste als Vollwertkost. Sie sind eine gut ausgewogene Mischung aus Hafer, Gerste, Heu, Kleie, Leinsamen, Pflanzenöl, Melasse, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Gute Pellets sollten absolut trocken, nicht hart, aber fest sein, sie zerbröseln bei der Lagerung nicht und haben keine braunen Ränder.

Müsli-Mix Eine Pferde-Müsli hat ungefähr die gleichen Bestandteile wie Pellets, aber es hat einen großen Vorteil gegenüber den harten Würstchen: Pferde kauen ungefähr doppelt so lange daran. Müsli-Mix ist nicht billig, versorgt ein Pferd aber mit allem, was es braucht. Besonders gute Mischungen enthalten hochaufgeschlossene Gerste und Maisflocken. Müsli-Mix ist ein Kraftfutter und muss deshalb unbedingt mit Raufutter ergänzt werden.

Mash Mash ist eine Mischung aus verschiedensten Zutaten, Bestandteile können sein: Weizenkleie, Quetschhafer, Mais- und/oder Gerstenflocken, Leinsamen, Rübenmelasse, Karottenraspel, Sonnenblumenkerne, Bierhefe, Pflanzenöl... Die Futtermittelhersteller haben fast alle eine Fertigmischung im Angebot. Hat das Pferd mattes Fell, ist zum Beispiel eine Mischung mit Maisflocken, Sonnenblumenkernen und Leinsamen besonders zu empfehlen.

Mash ist leicht verdaulich, regt die Verdauung an und hilft so, Koliken zu vermeiden. Mash rührt man mit warmem Wasser an (1,5 Liter Wasser für 1 kg Mash) und lässt es dann etwa 30 Minuten quellen. Ist es nur noch leicht lauwarm, kann es verfüttert werden – meistens ein Hochgenuss für das Pferd! Mash ist nicht für jeden Tag gedacht – zwei- bis dreimal pro Woche sind genug, da sonst ein Schleimfilm im Darm die Aufnahme von Mineralien verhindert. Auch sollte man die entsprechende Kraftfuttermenge weniger geben.

Gemüse und Obst Besonders Mohrrüben werden von den meisten Pferden geliebt und begeistert zerkaut. Doch sie sind auch gesund: Sie versorgen das Pferd mit Vitamin A. Das ist gerade im Winter wichtig, wenn die Vitamin A-Lieferungen durch grünes Gras wegfallen. Die Möhren sollten sauber, ohne angefaulte Stellen oder Schimmel sein. Gefrorene Möhren dürfen gar nicht verfüttert werden. Schneiden Sie die Mohrrüben nicht klein, da gerade das Zerkauen ein großer Spaß für die Tiere ist.

Zuckerrüben geben jede Menge Energie. Auch sie sollten dem Pferd nur gründlich gereinigt gegeben werden.

Bananen sind auch ein echtes Leckerli – ohne Schale und am besten vollreif. Sie enthalten viel Magnesium, was Weidepferden oft fehlt.

Äpfel sind echte Leckerbissen, der aber nicht zu oft gegeben werden sollten. Äpfel enthalten viel Fruchtsäure, die die Pferde schlecht vertragen. Das kann Durchfall und im schlimmsten Fall eine Kolik auslösen.

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