Eigenes Haus, 1. OG an Freundin vermietet ohne Mietvertrag - erlaubt?

2 Antworten

HABEN WIR JETZT DREI JAHRE DAS FINANZAMT BETROGEN???

Möglicherweise. Oder Euch selbst, wenn Ihr nämlich Verluste aus Vermietung/Verpachtung hättet steuermindernd geltend machen konnen.

Wir haben eine monatliche Belastung (durch Kredit) von 588,- €,

Die ist aber steuerlich irrelevant. Wichtig fürs Finanzamt sind die Zinsen (nicht jedoch die Tilgung) plus die Abschreibung auf das Gebäude (genannt AfA, jährlich ca. 2% des Preises, ohne den Preis von Grund und Boden) plus anteilig die auf die vermietete Wohnung entfallenden "anderen Gebühren"

Wenn Eure Mieteinnahmen höher sind als diese Kosten, müsst Ihr die Differenz versteuern.

Ich empfehle wärmstens einen Besuch bei einem richtigen Steuerberater. Denn ohne Vorkenntnisse fällt Euch die Ermittlung der Kosten schwer, noch viel wichtiger ist der fachmännische Rat bei der Prüfung, was zu tun ist:

Möglicherweise Selbstanzeige, wenn Ihr tatsächlich einen nennenswerten Überschuss erzielt habt.

Möglicherweise leichte Änderung der mündlichen Mietvertrags, um erzielte Verluste auch steuermindernd gelten machen zu können.

Da hat Euch Eure Bekannte aber ein nettes Ei gelegt. Natürlich sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung beim Finanzamt anzugeben. Lasst Euch von einen richtigen Steuerberater helfen. Was ihr allerdings mit den drei zurückliegenden Jahren macht ist eine Gewissensfrage die ihr Euch selber beantworten müsst.

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