Eigene Mutter verklagen

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Es ist sicherlich hier eine moralische Angelegenheit. Seine Eltern zu verklagen, sollte möglichst nur im reinen Notfall geschehen. Ich kann dich gut verstehen, dass jetzt das Geld für dich ein Segen wär. um deine materiellen Wünsche zu erfüllen. Dennoch wirft sich die Frage auf: wenn dein Vater den Unterhalt von deiner Mutter regelmäßig erhalten hätte, wäre jetzt von dem Geld für dich auch kaum noch etwas übrig. Den Unterhalt, den ein Elternteil für ein Kind erhält, ist dazu da, um das Kind zu kleiden, zu ernähren, schulische Dinge zu kaufen etc., alles das, was eben oft ein alleinstehendes Elternteil aus finanziellen Gründen nicht kann. Eltern sind in dem Fall auch nicht verpflichtet, den Unterhalt für das Kind anzusparen, um bei Volljährigkeit des Kindes ihm dann eine stattliche Summe auszuzahlen, damit sich das Kind dann Wünsche erfüllen kann. Wie gesagt, was du tust, musst du vor deinem Gewissen selbst entscheiden und verantworten.

Da hast du völlig Recht, allerdings ist es jetzt dazu gekommen.. Das Geld steht mir nun zu, mein Vater ist auch einverstanden. Außerdem geht es nicht nur um materielles, ich will mir endlich eine Mietwohnung leisten können, ich will von hier Zuhause weg. Dann einen Job suchen und finden und alles ist im Lot :)

@Rapjunkie121

Ja, dann ist es wohl alles gut so wie es ist. Sicherlich wird dir dann das Geld helfen, dein Leben zu ordnen, und um endlich dir das zu ermöglichen, was dir bisher versagt blieb. Alles Gute.

Wenn sich jemand negativ verhält, muss er ggf. die Konsequenz dafür tragen.

Ebenso, wenn er eine Sache nicht tragen will und deshalb seinen Kindern mögliche Zukunftschancen verbaut.

Zum ersten Teil meiner Antwort:

Ich mache keinen Unterschied zwischen Eltern und anderen Personen. Meine Eltern haben mir immer bei gebracht: Wer Mist baut, muss auch dafür gerade stehen können. Also warum sollten Eltern, da einen Bonus, gegenüber anderen haben? Und wenn deine Mutter da jetzt Mist gebaut hat, dann muss sie eben nun die Konsequenzen dafür übernehmen. Da sie das kaum freiwillig machen wird, musst du klagen. Und das ist ok.

Zum zweiten Teil meiner Antwort:

Ich führe ihn an, als Beispiel dafür das auch Eltern Uneinsichtig und Stur sein können. Und das gerade Kinder und junge Menschen dann kaum eine Chance haben dagegen zu intervenieren. Und, in Bezug auf deine Frage, führe ich ihn als weiteres Beispiel an, das man in die Lage kommen kann eine notwendige Klage gegen Eltern zu erheben.

Sachlage:

Mein Vater hatte alles für mein Leben bereits geplant. Ich sollte Hauptschulabschluss machen und dann in eine Ausbildung gehen. Meine Möglichkeiten waren damit beschränkt. Und vor allem meine zukünftigen Wege eingeschränkt.

Kurz und gut. Kein Gespräch, kein Argument wurden seitens meines Vaters gelten gelassen. Nur er wusste was für mich das Richtige und gut ist. Und wenn ich erwachsen bin, kann ich meine Wege gehen. Aber so lange ich meine Füße unter seinen Tisch setze ............. bla, bla, bla.

Ich setzte mich mit der Schule ins Einvernehmen. Sprach mit meiner Mutter. Sprach mit dem Jugendamt. Lies mir von der Schule und vom Jugendamt entsprechende Stellungnahmen ausstellen. Und strangte eine Klage gegen meinen Vater an, nicht nach dem erreichen des HS-Abschluss in eine Ausbildung gehen zu müssen, die ich nicht wünsche. Sondern bei vorliegen der Eignung, ggf. einen höheren Abschluss anzustreben und die Schule weiter zu besuchen.

Der Klage wurde stattgegeben. Und den Prozess habe ich gewonnen.

Ohne diese Klage, wäre ich heute nicht in der Lage auf drei sehr gute Berufe verweisen zu können.

Insgesammt verweise ich mit meinen Beispielen darauf das man Gründe haben kann, die berechtigen die Eltern zu verklagen.

Anmerkung: Später hatten mein Vater und ich ein gutes Verhältnis.

Wer sagt denn, daß Dir bei Erfolg einer Zahlungsklage das Geld zusteht ? Gehört zunächst doch erst einmal Deinen Vater . Der hatte Dich ja großgezogen. Es sei denn; er verzichtet auf diese Forderung, die Du eh nicht von Deiner Mutter bekommen wirst : Wo nichts ist , hat der Kaiser sein Recht verloren ..

Wer das sagt? Das Jugendamt und das Amtsgericht.

@Rapjunkie121

Das ist ja auch völlig richtig, Da Du nun 18 Jahre jung geworden bist. Trotzdem solltest Du einmal -schon aus Anstand- Deinen Vater fragen, ob er bei einer erfolgreichen Klage etwas abhaben möchte .Deine Mutter wird sich mit Sicherheit gegen eine Zahlung wehren. Es sei denn, sie ist finanziell gut betucht. Meistens bleibt so eine Nachforderung erfolglos. Kannst Dir natürlich einen sog. "Titel" holen. Dann sind die Forderungen wenigstens 30 Jahre gültig ..

@immofuzzi

Davon habe ich auch schon gehört, naja meine Ma ist nichtmehr die jüngste, lebt vom Arbeitslosengeld, aber rein theoretisch sowie eigentlich auch praktisch, könnte sie arbeiten, aber sie angelt sich immer irgenteinen Mann der alles finanziert..

Aber selbst wenn sie putzen muss, was man nun wirklich auch mit 50 noch kann... Ich würde dann zwar monatlich nur einen verhältnissmäßig kleinen Betrag bekommen, aber ich kann warten.. Auch wenn ich glaube, dass sie die 18.000 nie abbezahlt bekommen wird..

@immofuzzi

@immofuzzi

Nein, Kindesunterhalt ist immer für das Kind, daher hat der Vater keinen Anspruch darauf. Er hätte die Ansprüche während Minderjährigenzeit im Namen seines Kindes geltend machen können.

Der Anspruch verbleibt aber immer beim Kind. Da das Kind nun volljährig ist, kann/muss es nun selbst seine Ansprüche geltend machen.

Ich würde mal sagen, das Deine Mutter finanziell nicht den Unterhalt aufbringen kann, sonst hätte Dein Vater schon in Deinem Namen geklagt!!! Oder das Jugendamt hätte sich schon die Kohle bei Deiner Mutter geholt. Außer das Du evt einen Titel bekommst, den Du Dir dann neben die Toilette hängen kannst, wird nicht viel passieren. Klar ist es kein netter Zug, von Deiner Mutter, nur wo nichts zu holen ist, was willste da holen, nur um die innere Genugtuung??? Dafür wäre mir der Stress viel zu viel, hake es ab, und lebe Dein Leben

Hi

Ganz einfach: Es steht dir zu. Das der Kontakt so schlecht war liegt doch nicht an dir.

Gruß Nino

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