eidesstattliche Versicherung nach Insolvenz

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Wenn es sich bei der Forderung der AOK um eine der alten Insolvenzforderungen gehandelt hat, dann wäre diese von der Restschuldbefreiung erfasst gewesen. Der Gläubiger behält seinen Titel, die Forderung geht auch nicht unter, aber sie wird unvollstreckbar durch die Restschuldbefreiung.

Dein Freund hätte dem Gerichtsvollzieher eigentlich nur den Beschluss über die Restschuldbefreiung zeigen müssen.

War es eine neue Forderung, dann ist der Sachverhalt natürlich anders. Neu im Sinne von "nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden"

Danke dir für deine Info, habe mich ans Tel gehängt und nachgefragt. Also laut seinem Schreiben vom Insolvenzgericht wurde ihm bestätigt, dass die meisten Forderungen durch die Restschuldbefreiung getilgt wurden. Bei dieser Forderung handelt es sich um eine Forderung die im Laufe des IV Verfahrens als (keine Ahnung wie man das nennt) in das Verfahren eingegangen ist und von der Restschuldbefreiung auch ausgenommen ist. Hoffe du kannst da was mit anfangen. Danke noch mal.

@Argenschreick

Wahrscheinlich war es eine Forderung aus unerlaubter Handlung (§ 302 InsO). Dies ist bei Krankenkassen häufig der Fall und zwar immer dann, wenn die Beiträge der Mitarbeiter nicht abgeführt werden. Dies ist nämlich als Fremdgeld zu betrachten und strafbewährt.

Solche Forderungen sind, sofern die Eintragung in die Insolvenztabelle so erfolgt, tatsächlich von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Werden aber durch das Insolvenzverfahren tituliert. Damit kann die Kasse jetzt 30 Jahre aus dieser Forderung vollstrecken. Die Kasse will an ihr Geld, wie ist ihr da ziemlich egal.

Da kann dein Freund auch nichts mehr gegen machen, außer eben zahlen. Er hätte im Zeitpunkt der Eintragung als "Forderung aus unerlaubter Handlung" während des Verfahrens widersprechen können.

Das Kind ist nun aber eh in der Brunnen gefallen leider.

Leider ist der Sachverhalt komplett richtig. Er muss die Forderung ganz regulär aus der Welt schaffen durch Zahlung. Einen Vergleich wird die Kasse wahrscheinlich nicht eingehen, dass es sich wie oben beschrieben um Fremdgeld handelt.

Viel Erfolg

tja, nur die ev sichert den gläubiger ab das da nicht doch noch was zu holen ist. ich versteh nur im moment nicht, wieso bei einem insolvenzverfahren schulden bei der aok entstehen können? man bekommt doch nur dann eine restschuldbefreiung wenn man sich wohl verhält und keine weiteren schulden macht. der gläubiger hat alle seine rechtlichen schritte ausgeschöpft. du glaubst garnicht wieviele schuldner es gibt, die zahlen könnten aber es nicht tun.

Erst einmal Danke für Eure Beiträge. Sorry habe vergessen zu erklären, dass es sich bei den Beiträgen der AOK um Schulden vor der IV handelte. Die waren zwar nicht der Grund der IV sind aber von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Eigentlich wollte ich nur wissen, ist diese Praxis so legal, meinem Bekannten die Zukunft zu verbauen. Danke

@Argenschreick

ja, der gläubiger hat alle seine rechte ausgeschöpft. wenn diese schulden bereits vor der insolvenz bestanden, wer hat denn da gepennt? bei einer insolvent werden doch alle schulden zusammen gefasst ?!?!

@Hexe121967

Es gibt gewisse Arten von Forderungen, bei denen der Gläubiger beantragen kann, dass diese als Forderungen "aus unerlaubter Handlung" in die Insolvenztabelle eingetragen werden, § 302 InsO. Das ist bei Krankenkassen häufig der Fall.

Dies hat zur Folge, dass die Forderung zwar am Insolvenzverfahren partizipiert, also auch evtl. Geld daraus bekommt, aber für sie keine Restschuldbefreiung erteilt wird. Die Forderung bleibt damit vollstreckbar und wird durch das Verfahrens sogar tituliert.

Ich gehe schwer davon aus, dass das hier der Fall ist. Da kann man dann nicht viel machen außer zahlen

Ich glaubs nicht erst Inso machen ,dann die beendet ,dann fängt man wieder von vorne an mit Schulden machen,nein sorry ,dafür habe ich null Verständnis.Wieso macht sich auch jemand selbstständig ,das man da Gefahr läuft sich wieder in Schulden zu begeben sollte eigentlich klar sein.

Hallo, ich glaube du hast den Sachverhalt nicht richtig interpretiert. Schau mal bitte weiter unten zu den Antworten.

Es sind immer oder oft die gesetzlichen Krankenversicherungen, welche die Abgabe der EV verlangen. Dadurch mussten schon viele Unternehmen Konkurs anmelden, allerdings kann man auch verstehen, dass die Beiträge geleistet werden müssen. Etwas mehr Flexibilität wäre jedoch wünschenswert.

Ich hatte letztes Jahr ein online handel angemeldet, dann wollte die Krankenkasse von mir 2.200,- Euro für 3 Monate an Beiträgen haben.

die krankenkasse soll also flexibel sein und für deine medizinische bahandlung aufkommen, du zahlst aber keine beiträge?? finde ich als beitragszahler ziemlich ungerecht. eine krankenkasse muss sich auch finanzieren und muss daher dafür sorgen, ihre aussenstände ein zu treiben. du wolltest doch sicher auch, das deine kunden ihre rechnung bezahlen .- oder?

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