Eidesstattliche Versicherung abgeben, trotz Einwilligung in 6 Raten abzuzahlen?

4 Antworten

Der Gläubiger ist nicht verpflichtet, sich auf Ratenzahlung einzulassen. Zumal seine Forderung seit über drei Jahren besteht und ihr genug Zeit hattet, das längst ratenweise zu begleichen :-(

Entweder zahlt ihr seinen Forderung vollständig mit allen Kosten oder der Gerichtsvollzieher verpflichtet euch zur Abgabe der EV :-(

Klar solltet ihr das unbedingt vermeiden - leiht euch das Geld irgenwie irgendwo bis zum 11.04. :-O

Der Gerichtsvollzieher und der Gläubiger stimmen beide der Ratenzahlung zu. Der Vorschlag kam von denen. Trotzdem eV? Und die 3Jahre war nur ein Brief hin und her....er wartet nicht wirklich seit 3 Jahren drauf, sondern wir haben diskutiert ohne Ende!

@July1988

Offenbar will er jetzt sein ganzes Geld. Ob und wann Ratenzahlung vereinbart und vor allem auch pünktlich eingehalten wurde, kann ich der Fallschilderung nicht entnehmen. Briefwechsel hemmt jedenfalls keinen Zahlungsanspruch, so er vereinbart war. Ging seine Forderung auf ein Inkassobüro über?

Ich rate weiterhin: Treibt das Geld auf und lasst es nicht auf die EV ankommen. Davon erholt ihr euch jahrelang nicht: Mietvertrag, Kreditkarte, Dispo, Handyvertrag, Kreditauskunft, Leasing, Versicherung, ...

@imager761

Der Gerichtsvollzieher hat letzte Woche am Telefon gesagt, das 6 Raten ok wären und im gleichen Atemzug gesagt das ich um die EV trotzdem nicht drum herum komme....

aber wie dumm....sorry...aber wenn ich die ev abgebe kommt er doch viel schwieriger ans geld als wenn er sagt 6 raten und gut ist....manmanman

@July1988

Der GV kennt eben seine Pappenheimer. Mit Versprechungen kann er seine Wände tapezieren.

Wenn der Gläubiger jetzt schon 3,5 Jahre auf sein Geld wartet, kann er dir glauben oder auch nicht, dass du zahlungswillig bist. Die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung hilft ihm dann, deine Glaubhaftigkeit zu prüfen. Das kannst du nur umgehen, indem du die gesamte Summe zahlst.

zwei möglichkeiten hast du.1. ev abgeben und da du ja nichts hast laut e.v brauchst du auch nicht mehr zahlen-nachteil du bekommst keine kredite.verträge ect. das einzige was du bekommst ist einen schufa eintrag-2.auf ratenzahlung eingehen und schön REGELMÄßIG zahlen.wie ich das verstanden habe liegt ja einverständnis zur ratenzahlung vor.

Eine eV wird eigentlich nur abgenommen, wenn der Schuldner keinerlei Vermögenswerte hat und man sicher gehen will, dass er nichts mutwillig verschweigt. Die Hemmschwelle eine falsche eV abzugeben soll nämlich mit der Androhung von Strafe hochgesetzt werden. Wenn du zahlungswillig und vor allem zahlungsfähig bist, dann wird dir auch keine eV abgenommen.

Wenn du zahlungswillig und vor allem zahlungsfähig bist, dann wird dir auch keine eV abgenommen.

Falsch. Die Forderung ist fällig. Ratenzahlung ist Entgegenkommen des Gläubigers und keinesfalls vom Schuldner beanspruchbar :-O

Offenbar riskiert er lieber seine Forderung und drückt den Schuldner eine EV rein - wobei er natürlich genau weiß, daß es dazu höchtwahrscheinlich nicht kommt sondern seine Forderung endlich vollständig auf den Tisch kommt :-O

@imager761

Mit einer eV erkläre ich "Ich habe nichts und bei mir ist auch in nächster Zeit nichts zu holen" und wenn ich dann mit Bargeld winke und sage "Ratenzahlung möglich", dann führt jede abgenommene eV des GV zur Strafbarkeit. In vielen Vollstreckungsaufträgen nach § 754 ZPO wird dem GV vom Gläubiger meist schon die Anweisung erteilt die eV nur dann abzunehmen, wenn eine Vollstreckung vollständig fruchtlos abläuft. Insoweit wird § 114a Nr. 5 Satz 2 a. E. GVGA abbedungen. Bei Abnahme einer eV trotz Zahlung würde der GV, wie du richtig sagst, dem Gläubiger ein Bein stellen und den Schuldner vielleicht sogar ins offene Messer laufen lassen. Es wäre also absolut sinnwidrig, wenn der Schuldner offensichtlich zahlungswillig und zahlungsfähig ist, und dies auch in nächster Zeit sein wird, wenn der GV die eV abnimmt. Vor allem muss der GV so handeln, dass der Auftrag zügig beendet ist. Im Zweifel wird der GV das Geld nehmen, keine eV abnehmen, den Gläubiger unterrichten und wenn der dann noch so blöd ist und auf die eV besteht, dann wird die eV abgenommen. Aber welcher Gläubiger ist so blöd? Trotzdem kennen wir beide leider nicht den Inhalt vom Vollstreckungsauftrag, insofern gehe ich von oben stehender Zweifelsregelung aus (ich hab schon einige Vollstreckungsaufträge gesehen, da steht ne Menge [Müll] drinnen..)

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