Ebay Verkäufer zwingt mich auf Kauf?

5 Antworten

Im Falle von Ebay gilt:

Indem der Verkäufer einen Artikel einstellt und die Auktion startet, gibt er ein verbindliches Verkaufsangebot ab, das sich an den richtet, der innerhalb der Laufzeit der Auktion das höchste Gebot abgibt. Der Höchstbietende ist bei Ablauf der Auktion also der Annehmende.

Im Sofortkauf-Modus wird das Angebot durch den Klick auf den entsprechenden Button angenommen. Dass der Verkäufer den Erklärungsempfänger im Zeitpunkt seines Angebots noch nicht kennt, berührt die Wirksamkeit des Angebots nicht.

Durch den so zu schließenden Kaufvertrag wird der Verkäufer verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum daran (frei von Sach- und Rechtsmängeln) zu verschaffen. Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen (§ 433 BGB).

Also: bei Ebay gilt nicht "invitatio ad offerendum" (Einladung an einen unbestimmen Kunden, daß er ein erstes verbindliches Kaufangebot machen soll).

Das ist so bei sonstigen Verkaufsportalen im Internet, auch bei Ware, die im Geschäft ausgezeichnet ist oder in einem Blättchen mit dem Titel "Angebot", welches Supermärkte immer herausgeben - in allen solchen Fällen liegt kein rechtswirksames Angebot vor - hier beginnt die Anbahnung des Kaufvertrages erst mit einem Kaufangebot des Kunden.

@DerSchopenhauer

Ein Gebot auf eine Auktion ist aber Bindend. Kann der Höchstbietende nicht Zahlen oder nimmt dieser sein angebot zurück so unterliegt die Gebotspflicht und der resultierende Kaufzwang an den nächst Höchstbietenden in der Gebotsliste. Oftmals wird dies aber auch Missbraucht um so den Kaufpreis in die Höhe zu treiben. Leidtragende ist dann der der dauf geboten hat. Es ist also keine Ausrede oder sich rauszureden das man selbst wenn man nicht der Höchstbietende war so aus der Kaufpflicht ausgeschlossen ist.


Wenn Du Höchstbietender warst musst Du den Artikel auch bezahlen, ihr habt einen rechtsgültigen Kaufvertrag, wenns vor Gericht geht, gewinnt der Verkäufer.

Bleibt dein Gebot über 93 € Höchstgebot, kommt ein wirksamer Kaufvertrag zustande.

Der verpflichtet dich, gem. § 433 (2) BGB den Kaufpreis zzgl. vereinbarter Versandkosten zu zahlen und die Ware anzunehmen - ob du das willst oder nicht.

Widrigenfalls kann der VK nach Falleröffnung oder Fristsetzung einen Rechtsanwalt mit Wahrnehmung seiner zivilrechtlichen Ansprüche beauftragen. Einschl. Gerichtsgebühren und Schadensersatzforderungen zahlst du dann etwa 469 EUR :-O

G imager761

Natürlich ist er im Recht. Du hast geboten und "gewonnen", also musst du deinen Teil erfüllen und zahlen.

Überleg dir, wo du das Geld herbekommst und wo und wie du den nicht mehr gewünschten Artikel wieder loswerden kannst...

Mit ein bisschen Glück findet sich ja noch jemand, der ähnlich viel bezahlt.

(Falls das alles nur ein "Spaß" sein sollte, und du fast 100€ für einen 1-€-Artikel ausgeben musst - stell ihn in die Vitrine und schau ihn ganz genau an, bevor du neue "lustige Ideen" in die Tat umsetzt...)

Wenn du das höchste Gebot abgegeben und somit den Artikel ersteigert hast, bist du einen Vertrag eingegangen und mußt den Artikel nun bezahlen.

Was ein mist

@dankeedir

Das ist kein Mist, sondern die Regeln von Ebay. Wenn du diese nicht kennst und nicht gelesen hast, ist das dein Pech.

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