Dürfen websites meine ip/id verfolgen? oder hat nur die Polizei rechte dafür

5 Antworten

Das hat mit Nachverfolgung nichts zu tun; in dem Moment, in dem Du eine Website besuchst, muss der Server, auf dem die Website gehostet ist, Deine IP (bzw. die IP des aufrufenden Servers (bei Proxy oder ähnlichen Diensten) kennen, um die Daten an Dich zurückzusenden. Sonst käme bei Dir ja nie etwas an.

Richtig zurückverfolgen kann ein normaler Seitenbetreiber nicht. Es geht hächstens bis zur nächsten ISP, was aber selten weiter als 500m von deinem eigenen Wohnort entfernt ist. Zur genauen lokalisierung deiner IP Adresse braucht der Seitenbetreiber die Providerdaten, an die er aber nicht dran kommt. Dazu müsste eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft vorliegen.

Also, nach vielen Halbwahrheiten mal die ganzen Zusammenhänge:Wenn Du Dich bei der Webseite angemeldet hast, können sie anhand der Logfiles ihres Webservers oder sogar direkt mit Hilfe der für die Webseite verwendeten Software eine Zuordnung von IP und Benutzer vornehmen. Das ist legal und ist bei Foren und ähnlichen Websites sogar notwendig, da es in Foren ja auch zu Straftaten wie Volksverhetzung, Mobbing oder Beleidigungen kommen kann.

Herausgeben darf der Webseitenbetreiber die entsprechenden Daten aber höchstens dann, wenn dies in den Nutzungsbedingungen entsprechend geregelt wurde. Zu beachten ist allerdings, dass dies die Regelung für Deutschland ist - sitzten Betreiber und/oder Webserver irgendwo anders, wird die Durchsetzung Deiner Rechte schwierig.

Suchmaschinen können Deine IP auf einer Webseite nur auf zwei Möglichkeiten verfolgen: Sie können nachvollziehen, wenn Du die Webseite der Suchmaschine in Richtung einer bestimmten Webseite verlässt oder wenn die Webseite z.B. Google Analytics verwendet.Router loggen zwar, aber im Allgemeinen keine IP-Adressen (da käme in großen Datacentern einige G pro Minute zusammen).

Die Zuordnung zwischen Deiner IP-Adresse und Deinen persönlichen Daten kann nur der Internetprovider vornehmen. Wenn jemand auf einer Webseite Volksverhetzung betreibt, kann die Staatsanwaltschaft vom Betreiber der Webseite die Herausgabe der entsprechenden Daten per Gerichtsbeschluß (Vorraussetzung: Öffentliches Interesse und erhärteter Verdacht iirc) erzwingen. Der Provider muss (ebenfalls durch Gerichtsbeschluss gezwungen) nun die Zuordnung zwischen IP-Adresse und Kundenkonto vornehmen.

Zu Deinem konkreten Problem: Wenn die Anmeldung Betrug ist - ich nehme an, Du sollst für etwas Geld zahlen, ohne eine (gefühlte) Gegenleistung zu bekommen - helfen Dir Argumentationen wie "Beweisst doch erstmal, dass ich das war!" gar nichts. Du bist viel besser beraten, die nächste Verbraucherzentrale aufzusuchen.

ich weis nich, aber die meisten seiten sagen nur das sie das machen, damit man keine falschen angaben macht un so....

Die duerfen Deine IP-Adresse notieren. Mehr nicht. Die Benutzerdaten zu der jeweiligen IP darf der Provider nur an die Staatsanwaltschaft herausgeben, im Falle einer Ermittlung.

NOCH! Wenn's nach Hr. Schäuble geht, nicht mehr lange.

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