Dürfen im Arbeitsvertrag unbezahlte Überstunden verlangt werden?

5 Antworten

Meines Wissens ist das grundsätzlich erlaubt.

In dem Versprechen mit der nachträglichen Auszahlung der Überstunden des ersten Jahres sehe ich aber zwei Probleme:

  1. Solange dies nicht schrifftlich im Arbeitsvertrag festgehalten wird, kannst Du fest damit rechnen, die Stunden auch dann icht ausgezahlt zu bekommen, wenn dei Arbeitszeit auf 100% aufgestockt wird. Denn im Vertrag steht ja nur, dass bis zu 10 Stunden pro Monat unbezahlt bleiben.
  2. Wenn dieses Versprechen doch im Arbeitsvertrag festgemacht wird, hätte der Arbietgeber zumindest einen Anreiz mehr, die Stundenzahl nicht aufzustocken. Denn das Aufstocken würde ihn ja die Auszahlung von bis zu 120 Überstunden (12 Monate à 10 Stunden) kosten, die er geschenkt bekommen würde, wenn Deine Arbeitszeit bei den 75 % bliebe.

Ich finde die Regelung merkwürdig. Fairer fänd ich, wenn Du mit 75% anfängst, aber jede Überstunde bezahlt wird. Dann hat der Arbeitgeber immer noch die Flexibilität, keine 100% bezahlen zu müssen, die er vielleicht gar nicht braucht, sondern nur das, was er wirklich braucht (sofern das wenigstens 75% sind). Aber das müsste er dann bezahlen.

Die Überstundenklausel ist sicher ein Standard in seinen Arbeitsverträgen, und sie ist grundsätzlich auch erlaubt und OK. Ich würde nochmal nachfragen, ob Ihr Euch nicht darauf einigen könnt, zumindest solange es nur eine 75%-Stelle ist, die geleisteten Überstunden auch auszuzahlen.

Das ist vertraglich so festgehalten und ich denke auch erlaubt. Ich persönlich würde das nicht mit mir machen lassen. Warum nicht eine 100-Prozent-Stelle und wenn die Arbeit dafür nicht reicht dann später auf 75 Prozent reduzieren? Ach ja, weil dann der Betrieb draufzahlen müsste, nicht Du. Da wird die Verantwortun schön auf Dich abgewälzt, also rechne mal damit, dass man dasselbe auch während des Arbeitsverhältnisses mit dir tun wird.

Ich weiß nicht, ob das erlaubt ist und ich würde so einen Arbeitsvertrag auch nie unterschreiben. Für mich wäre das Ausputz.

Die Frage ist doch eine andere: Bist du damit einverstanden? Wenn ja, unterschreibe. Wenn nicht, unterschreibe nicht.

Man braucht doch nicht für alles immer Papa Staat, der einen mit Gesetzen bevormundet. Du ganz allein kannst entscheiden, ob du diese Vereinbarung eingehst oder eben nicht.

Wenn du jetzt unterschreibst und hinterher mit "das dürfen Sie nicht" ankommst, meinst du dass du dann ein gut funktionierendes Arbeitsverhältnis und tolles Betriebsklima haben wirst?

Stimmt, die ganzen Gesetze sind eigentlich vollkommen überflüssig.

@AalFred2

Vielleicht nicht alle aber einige fallen mir da schon ein......

@AalFred2

z.B. Gerichte.

@Huflattich

Nö, denen ist vollkommen egal, welche Gesetze du für überflüssig hälst.

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