Dürfen Eltern Hausarrest verhängen? Oder ist das Freiheitsberaubung?

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Infos:

https://www.real.de/meine-familie/hausarrest/

Hausarrest als Strafe bewegt sich in der rechtlichen Grauzone, er kann unter Umständen strafbar sein. 

Dies ist dann gegeben, wenn der Hausarrest entwürdigend ist. Was genau darunter zu verstehen ist, regelt das Gesetz nicht.

 Im Sinne der Freiheitsberaubung ist das Wegsperren von Kindern strafbar: Wird das Kind eingeschlossen, auch nur über einen kurzen Zeitraum hinweg, dann ist das gesetzeswidrig. 

Besonders kritisch wird es, wenn das Kind von gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie ausgeschlossen werden soll.

 Ebenfalls problematisch ist, wenn jeglicher sozialer Kontakt untersagt wird. Unabhängig von der Zuwiderhandlung gegen bestehendes deutsches Gesetz, ist der Hausarrest in der Regel ohne positive Wirkung; 

im Gegenteil Sie können Ihrem Kind damit schaden:

 Durch das Einsperren des Kindes wird es in seinem Bewegungsdrang gebremst. 

Anstatt sportliche Betätigung im Freien zu fördern, ist das Kind gezwungen, sich Tätigkeiten im Haus oder gar im Zimmer zuzuwenden. 

Häufig endet Hausarrest in stundenlangen TV- oder PC-Sessions – für manche Kinder nicht unbedingt eine Strafe. Besonders ältere Kinder reagieren auf Bestrafungsmaßnahme trotzig und wütend und sind so noch viel weniger gewillt, ihr vorausgegangenes Fehlverhalten zu verstehen und langfristig zu ändern.

 Vielmehr fühlen sie sich ungerecht behandelt, da es keinen logischen Zusammenhang zwischen schlechtem Benehmen und dieser Strafe gibt. 

Wenn Sie eine Ausgangssperre verhängen, legen Sie in jedem Fall Ihre Gründe offen und sprechen Sie mit dem Kind darüber.

Sie wurde womöglich in ihrem Zimmer eingesperrt um darüber nachzudenken, ob sie sich Deinem aktuellen Verhalten unbedingt anpassen soll oder nicht, ob Ihr Euch gegenseitig hochschaukeln sollt während die fürsorgeverpflichteten Eltern zusehen, womöglich in eine der tödlichsten Erkrankungen unserer Gesellschaft hinein steigert. 

Das ist dann eine erzieherische Maßnahme. Da kann Pubertät gegen antrotzen, deswegen braucht Pubertät dann erst Recht Grenzen. 

War schon immer so, wird in Fachliteratur reichlich und schon lange ausführlich begründet. 

Nein. Ich glaube auf gar keinen Fall, dass in Deiner Klasse schon alle Mädchen außer Dir Sex hatten. Denn auch hirnfreie Angeberei ist Teil der Pubertät. Gerne verbunden mit Nachäfferei der Erwachsenenwelt. Marke

Wir tun mal so als ob und machen damit alle anderen im gleichen Alter neidisch. 

Nix Neues. Fand ich damals abstoßend. 

Und noch Was:

Wenn Jungs sich blaue Flecken holen wollen, dann kennen sie bessere Möglichkeiten als ein pubertierendes Hühnchen zu entjungfern. Das darf ich Dir versichern. 

Wieso wegen meinem Verhalten...

Während des Hausarrestes bist du ja nicht eingesperrt, es ist nur eine Anordnung dich in dein Zimmer zu begeben um über dein Verhalten nachzudenken. 

Das ist eine völlig legitime Art der Erziehung, auch wenn es auf der anderen Seite natürlich kritische Stimmen gibt die sagen man könne auf diese Weise dem Kind vermitteln es würde nicht genügend geliebt werden. Also vielleicht doch erst was für größere Kinder.

Sollte aber ein Kind bei so einer Maßnahme eingesperrt werden, dann ist das tatsächlich eine Freiheitsberaubung. Zumal ein Kind auf diese Weise nicht seine Notdurft zeitnah verrichten kann und falls ein Notfall auftreten sollte, so kann das Kind auch nicht aus dem Zimmer fliehen. 

Auch diese Frage gilt....

Wie soll man wirklich korrekt antworten können, wenn die Frage nur Bruchstücke von Informationen enthält?

Wie alt seit ihr?

Eltern haben das Aufenthaltbestimmungsrecht.

Ich gehe davon aus, irgendetwas muss im Vorfeld vorgefallen sein, auf dass sie sich so verhalten.

Im Verhältnis Tochter / Eltern sollte es möglich sein, im Falle eines guten Kontaktes, sich im Ruhe hinsetzten und über alles reden.

Ein juristischer Schritt würde den ganzen Sachverhalt zwar klären, allerdings auch das Verhältnis extremst und langfristig belasten.

Einsperren ist nicht erlaubt, Hausarrest keine Erziehungsmaßnahme.

Deine Freundin sollte mal mit einem Beratungsleher reden.

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