Droht mir eine Steuernachzahlung?

7 Antworten

Da die Monatslohnsteuer, die einbehalten wird, immer davon ausgeht, dass du das für diesen Monat erhaltene Gehalt (theoretisch) für das ganze Jahr bekommst, ist bei jeder Gehaltsänderung mit einer Rückzahlung bei der Einkommensteuererklärung zu rechnen. Denke daran, dass du auch deine umfangreichen Freibeträge, Fahrtkosten, Versicherungen steuermindernd einbringen kannst. Selbst eine Spende in den Klingelbeutel ist absetzbar - oft auch ohne Beleg! Nachzahlungen sind nur zu erwarten bei Einkünften aus Vermietung/Verpachtung, Zinserträgen über 800 Euro...

Ich habe mir im Internet die Einkommensteuertabelle 2011 heruntergeladen

Tatsächlich die Einkommensteuertabelle oder eher ein Programm zur Erstellung der Einkommensteuererklärung? Ich weiß ja nicht, was Du jetzt genau gemacht hast, aber wenn Du einfach Deinen Bruttoarbeitslohn genommen hast und dann nachgesehen hast, wie hoch die Einkommensteuer auf diesen Betrag ist, dann hast Du einen Fehler gemacht - die Einkommensteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen (Arbeitslohn abzgl. Werbungskosten, Sonderausgaben usw.).

Danke für deinen Beitrag :-). Ich habe gerade bemerkt, dass ich das zu versteuernde Einkommen falsch berechnet habe. Ich habe kaum Werbungskosten, Sonderausgaben etc. aber ich habe vergessen die Beiträge zur Krankenversicherung etc. abzuziehen. Frage hat sich also erledigt :-).

@latifa86

Ich habe kaum Werbungskosten, Sonderausgaben etc. aber ich habe vergessen die Beiträge zur Krankenversicherung etc. abzuziehen

Das sind Sonderausgaben (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 ff. EStG)

Frage hat sich also erledigt

Schön.

Wenn Du allein 600€ mehr bekommst, bist Du sicher jetzt aus dem Bereich der freiwilligen Erklärung raus und mußt eine Einkommenssteuererklärung abgeben.

Allerdings glaube ich nicht das es bei nichtselbstständiger Arbeit zu solchen Differenzen kommen kann, da die Einkommenssteuer ja vom Arbeitgeber für Dich abgeführt wird.

was hat eine Gehaltserhöhung mit einer verpflichtenden Einkommenssteuererklärung zu tun?

@PatrickLassan

Da wir nicht wissen was er verdient das hier:

wenn für einen Steuerpflichtigen ein Freibetrag im Sinne des § 39a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3, 5 oder Nummer 6 ermittelt worden ist und der im Kalenderjahr insgesamt erzielte Arbeitslohn 10 200 Euro übersteigt oder bei Ehegatten, die die Voraussetzungen des § 26 Absatz 1 erfüllen, der im Kalenderjahr von den Ehegatten insgesamt erzielte Arbeitslohn 19 400 Euro übersteigt; dasselbe gilt für einen Steuerpflichtigen, der zum Personenkreis des § 1 Absatz 2 gehört oder für einen beschränkt einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmer, wenn diese Eintragungen auf einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 Satz 1) erfolgt sind;

@myerscola

Mit deiner ursprünglichen Antwort hat das aber wenig zu tun.

@PatrickLassan

Doch natürlich, der Fragesteller sagte das er bisher freiwillig Lohnsteuerjahresausgleich gemacht hat und ich bin davon ausgegangen das er mit so einer massiven Erhöhung aus dem freiwilligen Bereich raus ist und damit Einkommessteuererklärung machen muss.

Hey wenn du die Steuerklasse eins hast, kein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist und du sonst keine Einkünfte hast, bist du nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. An deiner stelle würde ich das Elster Programm Laden. Das Programm ist kostenlos und du kannst berechnen wie viel du bekommst oder zu Zahlen hast. Wenn dein Arbeitgeber die richtige Steuer für deine Lohnerhöhung abgeführt hat, musst du nix nachzahlen. Wovon du eigentlich ausgehen kannst.

Also Lohnsteuerjahresausgleich war mal früher - heute nennt sich diese Erklärung Einkommensteuererklärung!

Warum downloadest du nicht gleich ein Steuerprogramm und gibst deine Daten dort ein und kannst gleich vor der Abgabe das Ergebnis anschauen???

Hier gibt es das offizielle u. kostenlose Programm der Finanzverwaltung Elster:

www.elster.de/elfo_home.php

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