Droht mir ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollzugsbeamte?

5 Antworten

Erstmal ist die Frage, ob der Platzverweis tatsächlich gerechtfertigt war:

Das wird in den Polizeigesetzen der einzelnen Länder geregelt:

Art. 16 Polizeiaufgabengesetz (Bayern)
Platzverweisung

"Die Polizei kann zur Abwehr einer Gefahr eine Person vorübergehend von einem Ort verweisen oder ihr vorübergehend das Betreten eines Orts verbieten."

Bin jetzt kein Jurist, aber letztendlich ist die Frage, ob der Platzverweis notwendig war, um eine Gefahr abzuwehren. Das wäre der einzige relevante Angriffspunkt.

Aus deiner Beschreibung entnehme ich, dass du lediglich versucht hast, mit den Beamten zu diskutieren. Ob das eine "Gefahr" im Sinne des Gesetzes darstellt, bezweifle ich.

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte setzt laut §113 StGB Gewalt, bzw. Androhung von Gewalt voraus.

Ob das wirre Bewegen deine Hände dazu zählt, weiß ich nicht.

Also eine Anzeige wegen Widerstand steht meiner Meinung nach auf wackeligen Beinen, wenn man deine Angaben zugrunde zieht. Die Frage ist natürlich auch, welche Version die Polizisten schildern und welche am Ende glaubhafter ist.

Sobald die Post bekommst, nimm dir einen Anwalt und lass ihn das klären. Sicherlich nicht die Straftat des Jahrhunderts...

Du bist im Unrecht, anstatt den Platzverweis zu akzeptieren, hast du sinnlos eine nicht diskutierbare Anweisung diskutiert.

Da du dich gegen das Anlegen der Handschellen gewehrt hat (es ist schnurz, ob du den Polizisten dabei direkt angegriffen hast: Die Handschellen haben sich ja kaum selbst angelegt, sondern wurden von einem Polizisten angelegt) war die Anzeige nicht nur eine leere Drohung.

Du darfst mit Sozialstunden rechnen. Gerade in Bayern.

Vielleicht wirst du dir dann beim nächsten Mal 3 Mal überlegen, ob du eine der heute so beliebten, sinnlosen Diskussionen, anfängst.

Du hast genau das zu erwarten, was man dir angedroht hat: ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte.

Du hast einen Platzverweis erhalten. Dem hast du aber nicht Folge geleistet sondern rumdiskutiert. Letztendlich wurdest du vorlaeufig festgenommen. Dagegen hast du dich gewehrt. Also Widerstand gegen Vollzugsbeamte.

wozu musstest Du nochmal rausgehen um irgendwas zu klären, was schon längst geklärt war?

Du hast einen Platzverweis bekommen, diesen nicht befolgt, Widerstand gegen Volllzugsbeamte ausgeübt ...

sicher werden sie das an die Staatsanwaltschaft weitergeben ....

Ich wollte lediglich wissen warum der Platzverweis erteilt wurde, darf ich das nicht erfahren?

@GeiberSog

die Frage ist immer wie man sich dabei verhält ...

@frodobeutlin100

Wie verhalten sich Besoffene wohl? Sie sind erst mal besonders zugänglich und lammfromm-

Und am nächsten Morgen wissen sie von nichts mehr.

Das Gesetz ist so lasch, dass jeder Besoffene glaubt, mit den Vollzugsbeamten diskutieren zu dürfen. Sei froh, dass du im Rahmen deines "Protestes" nicht die Treppe runter gefallen bist. 

Das passiert Besoffenen schon mal.

Da versteht der Staat mittlerweile überhaupt keinen Spass mehr, wenn sogar Rettungssanitäter und Feuerwehrleute tätlich angegriffen werden.

 Gott sei Dank

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