Drogen am Steuer Routine Kontrolle!?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

nur hat die Polizei keinen nachweis das während der Fahrt der Konsum stattfand

das ist egal

Die Fahrerlaubnisbehörde wird immer darüber informiert, wenn Sie in Zusammenhang mit Drogen aufgefallen sind und hat die Aufgabe, diesen Hinweisen nachzugehen und die Fahreignung abzuklären.

Ärztliches Gutachten: Wird man polizeilich mit BTM "erwischt" (Konsum, Besitz, Handel... auch bei geringen Mengen), muss man damit rechnen, durch die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorlage eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert zu werden. Legt man kein Gutachten vor, ist die Fahrerlaubnis weg.

Medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU): Wer unter Drogen steht, kann nicht sicher Auto fahren. Er ist aktuell nicht fahrtauglich. Entsprechend sind Bestrafungen nach den Paragraphen §24a StVG und 315c, 316 und 323a StGB die Folge, wenn im Blut BTM nachgewiesen wurde. Die Folgen: Mindestens ein Fahrverbot, eventuell gleich Führerscheinentzug, eine Führerscheinsperre und in jedem Fall eine MPU.

Ein medizinisch-psychologisches Gutachten wird außerdem immer angefordert, wenn die Fahrerlaubnis wegen BTM entzogen war und wiedererteilt werden kann oder wenn neben der Einnahme von BTM (auch nur gelegentlicher Haschischkonsum) weitere Tatsachen Eignungszweifel begründen (beispielsweise eine Fahrt unter Drogeneinfluss). Der Konsum von Haschisch wird strafrechtlich nicht verfolgt und auch bei Besitz von kleinen Mengen Drogen wird das Strafverfahren meistens eingestellt.

Diese Seite beschreibt sehr gut die Folgen: http://www.pille-palle.net/Pille-Palle/fuehrerschein.php#k5

Sofern der Konsum harter Drogen nachgewiesen ist, so steht auch die grundsätzliche Nichteignung zum Führen eines KfZ fest; die Fahrerlaubnis wird entzogen. Der Konsum harter Drogen muß nicht zwingend analytisch nachgewiesen werden; die Aussage des Konsumenten ist ausreichend.

Wiedererteilung möglich nach bestandener MPU, in der der Gutachter davon überzeugt werden muß, daß nie wieder harte Drogen konsumiert werden. Dies ist die schwierigste Hürde, denn es erfordert eine intensive Aufarbeitung des Drogenproblems, und es muß schlüssig dargelegt werden, warum ein Rückfall in alte Verhaltens- und Konsum-Muster unwahrscheinlich ist. Dies erfordert nicht nur ein Lippenbekenntnis des Konsumenten, sondern handfeste Ereignisse, durch die eine stabile Verhaltensänderung eingeleitet und unterstützt wird.

Dabei wird der Gutachter den konkreten Fall vergleichen mit den allgemeinen Erfahrungen bei anderen Konsumenten: Aus wissenschaftlichen Studien über viele Einzelfälle kann abgeleitet werden, welche Handlungen der konkrete Konsument ergriffen haben und zu welchen Einsichten er gekommen sein sollte, damit er sein Drogenproblem dauerhaft unter Kontrolle hat.

Eingangsvoraussetzung zur MPU ist ein Abstinenznachweis über mindestens 12 Monate.

Kokain zählt zu den harten Drogen. Der Stoff erzeugt psychische Abhängigkeit und birgt ein hohes Rückfall-Risiko. Entsprechend schwierig wird das Gespräch beim Psychologen.

• MPU wegen Drogenauffälligkeit (incl. Drogenscreening): 554,54 €

Bei einem Entzug wegen Drogen ist eine MPU für die Neuerteilung vorgeschrieben. Vorausgesetzt ist, dass der Entzug noch in Flensburg gespeichert ist. Und das ist leider für 15 Jahre ab Entzug der Fall.

oh mein gott das ist ja eine riesen ...

Danke für diesen hilfreichen kommentar.

Zitat: Bei einem Entzug wegen Drogen ist eine MPU für die Neuerteilung vorgeschrieben. Vorausgesetzt ist, dass der Entzug noch in Flensburg gespeichert ist. Und das ist leider für 15 Jahre ab Entzug der Fall.

dein letzten satz habe ich nicht so genau verstanden, das heißt wenn er schon M:P:U hatte wegen drogen kann er erst nach 15 Jahren wieder M.P.U machen ?

@verreisterNutzer

nach 15 Jahren könnte er einen neuen Antrag ohne MPU stellen, so war das gemeint.

sollte er ab jetzt konsumfrei sein kann er frühestens Anfang 2013 eine MPU angehen.

Da er "Wiederholungstäter" ist, wird er nicht so leicht davon kommen. Er bekommt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Anzeige und den Führerschein in den nächsten 5 Jahren auf keinen Fall zurück (wenn überhaupt).

Nein. Das Schreiben wird immer an die Meldeadresse geschickt. Das ist eine Riesensch..., die Ihr da gemacht habt, seine Frau wird das kleinste Problem sein.

Ich würde mir eher Gedanken um den Richter machen.

Seine Frau wird so oder so davon mitbekommen. Bei Kokain wird sein Lappen auf jedenfall für mindestens ein Jahr eingezogen da er Wiederholungstäter ist wird das auch nicht so einfach mit einer MPU werden. Er ist ja unter dem Einfluss einer Illegalen Droge gefahren. Ich denke mal, wenn dein Kumpel einige Zeit Abstinent war (ab heute) dann so in einem halben Jahr zum Verkerspsychologen geht, Entziehungskur, Selbsthilfegruppe, MPU usw. kann er eventuell frühstens 2015 seinen Führerschein neu machen dürfen !!

Fast vergessen, es kommen natürlich noch einige Kosten dazu die auch nicht ganz unerheblich sind, also wenn dein Kumpel nicht grade im Geld schwimmt, kann er seinen Lappen eh abschreiben !!

Tja ob er das während der Fahrt konsumiert hat oder davor spielt keine Rolle . Das wär ja noch schöner tststs. Unter Drogeneinfluss fahren ist nun mal verboten und das aus gutem Grund. Er wird seinen Schein auf jeden Fall abgeben müssen ,gesperrt wird er sowieso, da er ja auch offensichtlich ein Wiederholungstäter ist.Wenn er Pech hat auf mehrere Jahre , was ich auch gerechtfertigt finde, da er offensichtlich nicht die nötige geistige Reife besitzt. Der Brief geht auf jeden Fall an seine Adresse, das ist nun mal Vorschrift.

Er hat auf jeden Fall (zurecht) die

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