Dosenpfand bei ausländischer Dose

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Du hast es selbt schon richtig gesagt. Importierte Getränke/Verpackungen die der Pfandpflicht unterliegen, haben vom Importeur nachträglich mit einem Pfandlogo inkl. eigenem EAN-Code versehen zu werden. (siehe Bild)

Die meist polnischen und dänischen Dosen wie man sie an vielen Imbissen findet verstoßen gegen die Verpackungsverordnung. Bzw. nicht die Dosen sondern die Händler/Verkäufer.

Aber wie heißt es so schön?: Wo kein Kläger, da kein Richter

Soll heißen, was nützt eine Verordnung wenn niemand da ist der deren Einhaltung kontrolliert???

Import-Dose mit DPG-Aufkleber - (Dosenpfand, ausländische Dose)

Danke für die korrekte AW Cokedose! Die gesamte Verpackungsverordnung ist löcherig wie ein Schweizer Käse. Ich könnte ein ganzes Buch schreiben über die Ausreden, die man bei kleinen oder großen Händlern zu hören bekommt. Wer hat die Kraft, Ordnung in die Verordnung zu bringen?

@Waldgeist46

Naja nee, löchrig würde ich nicht sagen. Es ist schon alles genau geregelt. Das Problem liegt eher darin, dass es für den Normalo kaum verständlich, geschweige denn nachvollziehbar ist und dass es eben kaum Kontrollen gibt die korrekte Einhaltung überprüfen.

Das größte Problem am Einwegpfand ist jedoch die Sinnlosigkeit. Es war von Anfang an abzusehen, dass es nichts bringt und das genau das eintreten wird was eingetreten ist. Hinzu kommt noch der Blödsinn, dass es offiziell um ökologisch nachteilige Verpackungen gehen soll, tatsächlich aber nur nach bestimmten Getränken unterschieden wird.

Und das Schlimmste ist, dass die Pfandbefürworter zu arrogant sind ihren Fehler einzugestehen und sich um Kopf und Kragen reden um es dennoch als gute Sache dastehen zu lassen, obwohl sie sich damit immer weiter in den Sch... manövrieren. Zumal man heute, aufgrund der Entwicklungen nicht mal mehr eine ökologische Grenze zwischen Einweg und Mehrweg ziehen kann. Die pauschale Aussage: "Mehrweg = gut, Einweg = schlecht" ist heute nicht mehr zutreffend. Unter bestimmten Voraussetzungen ist Mehrweg umweltschädlicher als Einweg.

Zudem gibt es ein große Ungerechtigkeit, und zwar, dass Getränkedosen bepfandet sind. Sinn des Pfandes sollte es sein, die Verbraucher zu mehr Mehrweg zu bewegen. Da es aber gar keine Mehrwegdosen gibt, hat ein Dosentrinker gar nicht die Möglichkeit umzusteigen, was meiner Meinung nach eindeutig eine Diskriminierung bzw. Benachteiligung der Dosentrinker ist.

@Cokedose

Ich finde, daß ALLE Verpackungen in Dosen- oder Flaschenform einem Zwangspfand unterworfen werden sollten - also auch Spülmittel, Haarspray u.a. In der Regel wäre dann ein umfassendes Einweg-System à la DPG o.ä. erforderlich, sinnvolle Mehrweg-Systeme könnten aber durchaus gefördert werden. Es wäre ein Schritt hin gegen die doch langsam immer unerträglichere Umweltverschmutzung!

@tiefenforscher

Diese Meinung teile ich nicht. Auch das Einwegpfand ist von der Sache her überflüssig. Denn für alle diese Verpackungen hat Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern schon ein funktionierendes System - die gelbe Tonne/den gelben Sack.

Die Milliarden, die das Einwegpfand bisher schon gekostet hat (zzgl. laufender Kosten) hätte man sinnvoller in die Müllsortierung investieren sollen. Das wäre viel effektiver gewesen, da immer noch zu viel im Hausmüll landet was dort nicht reingehört, da die Bequemlichkeit bei vielen Endverbrauchern wichtiger als der Sortieraufwand ist.

Mehrweg ist heute nicht mehr zeitgemäß. Einweg verbessert sich ökologisch immer mehr, während sich Mehrweg immer weiter verschlechtert. Daher wäre es sinnvoller zukunftsorientiert zu handeln und in die Forschung zu investieren um Einweg noch mehr zu verbessern und ressourcenschonender zu produzieren, so dass beispielsweise PET Flaschen zu 100% aus Recyclingmaterial hergestellt werden können, oder es 100%ige "Plantbottles" gibt.

Zudem sollte die Getränkedose gefördert und pfandbefreit werden, da sie die einzige ressourcenschonende Verpackung ist weil Metall ein permanentes Material ist und anders als bei den anderen Packungen nur gebraucht und nicht verbraucht wird und zu 100% ohne Qualitätsverlust recycelbar ist.

Für die polnische Dose gibts kein Pfand.

Hallo holgertholger, ist mir klar. Aber meine Frage zielt darauf, ob sie hier in D überhaupt so hätte verkauft werden dürfen. Ich habe ja das Beispiel einer US-Dose Canada Dry, in D gekauft. Deren Barcode war überklebt mit einem deutschen Code und dem Recycle-Zeichen. Der Rückgabeautomat schluckte die Dose und gab brav Pfand. Also darf sich die PL-Dose da einfach ausklinken?

Muss aber wenn sie innerhalb Deutschlands gehandelt und verkauft wird.

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