Doppelte Wohngebäude-Versicherung?

5 Antworten

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Hallo utakoenig11, 

bevor ich dir eine Antwort geben kann, muss ich dir eine wichtige Frage
stellen.

Du schreibst…

..“Da leider nicht bekannt war wo der verstOrgane eigentümer bisher versichert war.“

Was heißt das genau?

Wusstest du nicht, dass überhaupt eine Versicherung bestanden hat?
Oder wusstet du nur nicht, wo sie bestanden hat?

Je nachdem wie deine Antwort ausfällt, haben wir eine andere Situation.

Ich wusste nicht wo die Versicherung ist, das eine gibt wusste ich

@utakoenig11

Das ist schade!

Sonst hättest du heute vielleicht noch ein Sonderkündigungsrecht gehabt.

Jetzt gilt:

Du kannst deine neue Versicherung aufheben und dir die bereits gezahlten Beiträge rückerstatten lassen. (Grund: Doppelversicherung)


Prüfe bitte zuvor folgendes:
Ist die Versicherungssumme ist dem alten Vertrag ausreichend oder besteht eine Unterversicherung?


Sollte eine Unterversicherung bestehen, kannst du deinen neuen Vertrag (Versicherungssumme) an deinen alten Vertrag anpassen und somit die Differenz (= Unterversicherung) schließen.

Danach kündigst du deinen Alten Vertrag zum Ablauf und passt deinen ‚neuen‘ Vertrag an die Gegebenheiten an.


Wie du vielleicht erkennen kannst, ist der Vorgang etwas komplizierter als er auf den ersten Blick wirkt. Deshalb empfehle ich dir einen Berater deines Vertrauens einzuschalten.

Hallo,

die "ehemalige" Versicherung für das Wohngebäude hast ja aber nicht du abgeschlossen, sondern der Verstorbene.

Da du nun Eigentümer des Hauses bist, muss diese Versicherung im Fall der Fälle auch nicht leisten - dir gegenüber nicht, weil du nicht Versicherungsnehmer bist, dem ehemaligen Eigentümer nicht, weil er nicht mehr Eigentümer ist, das versicherte Objekt nicht mehr sein ist - und außerdem ist er ja verstorben.

DU hast mit der alten Versicherung gar nichts zu tun, die muss von den Erben gekündigt bzw. bezahlt werden. Eine Versicherung wird ja nicht automatisch "mitverkauft".

Also bleib schön bei deiner Versicherung - es passiert nie etwas, nur, wenn man grade keine Versicherung hat.


Vollkommener Blödsinn was du hier erzählst...

Eine Versicherung wird ja nicht automatisch "mitverkauft".

Doch, genau das passiert. Um sicherzustellen, dass ein lückenloser Versicherungsschutz besteht um den Käufer zu schützen.

Also bitte mit solchen Kommentaren zurückhalten wenn man offensichtlich keine Ahnung vom Thema hat.

 

Das ist Blödsinn. Eine Wohngebäude-Versicherung "bleibt" beim Haus und wird mitverkauft, erst recht, wenn die Prämie bezahlt ist. Der neue Eigentümer hat ein Sonderkündigungsrecht von 4 Wochen nach Bekanntwerden der Umstände. Da die Versicherung aber bezahlt ist bis Februar wäre der neue Eigentümer dämlich, wenn er die Versicherung vor diesem Termin kündigt. 

Da man sich in Deutschland nicht doppelt versichern kann, ruht die andere Versicherung bis Ende Februar.

§95 und 96 VVG.

Du kannst als Erwerber die alte Versicherung kündigen (per sofort):

- Innerhalb eines Monats nach Grundbucheintrag

- Falls du keine Kenntnis von der Versicherung hattest (was hier der Fall ist) binnen eines Monats nach Kenntnis

Die Prämie bei der alten Versicherung hat ja der alte Versicherungsnehmer gezahlt. Was du mit dem vereinbart hast, kann ich nicht sagen. Vermutlich nichts, denn sonst hättest du ja von der Versicherung gewusst. Üblich wäre sonst, dass der neue Eigentümer dem alten die Versicherungsprämie erstattet, ab Übergang Nutzen-Lasten.

Ansonsten sollte eine Beginnverlegung bei der neuen Versicherung eigentlich kein Problem darstellen. Das machen die meisten aus Kundenfreundlichkeit. Da in dem Fall bis zum (neuen) Versicherungsbeginn kein Versicherungsschutz bestand, würde auch die in dem Zeitraum gezahlte Prämie erstattet bzw. verrechnet werden. 

Die Beginnverlegung der neuen Versicherung ist zwangsläufig erforderlich, da das deutsche Versicherungsrecht keine Doppelversicherung vorsieht. Da ist keine "Kulanz" erforderlich. Das sagt bereits das Gesetz.

@gunnar90

Natürlich ist eine Doppelversicherung möglich. Dann haften beide Versicherer im Schadenfall als Gesamtschuldner (im Verhältnis zum prozentualen Anteil des Risikos dass getragen wird), jedoch darf die Entschädigung von beiden Versicherer zusammen natürlich nicht den Versicherungswert übersteigen. Der Versicherungsnehmer muss die Doppelversicherung bei beiden Versicherern anzeigen.

Kommt in der Praxis natürlich nicht bzw. selten vor. Zumindest nicht im Privatbereich in dieser Form. Im Gewerbebereich bei extrem hohen Versicherungssummen kann es schon sein, dass mehrere Versicherer gleichzeitig das Risiko tragen um es aufzuteilen. Wobei dann ein Versicherer als führend gilt, der die Regulierung im Namen der anderen alleine erledigt und von denen dann seinen Anteil zurückholt.

@gunnar90

Die Beginnverlegung der neuen Versicherung ist zwangsläufig erforderlich,

Unter Umständen ist eine Doppelversicherung sogar sinnvoll, denn wir kennen nicht den Umfang des alten Versicherungsschutzes.

Was würde es für einen Sinn machen, wenn man eine Beginnverlegung vornehmen würde, und in dem Altvertrag ist nur das Risiko Feuer abgedeckt und vielleicht ist auch noch die Versicherungssumme viel zu niedrig um einen Schaden komplett erstattet zu bekommen.

@Apolon

Wer absichtlich das gleiche Risiko doppelt versichert, macht sich des Betrugs strafbar. Denn bei einer in betrügerischer Absicht geschlossenen Mehrfachversicherung ist jeder Vertrag laut Versicherungsvertragsgesetz (§ 78 Abs. 3 VVG) ungültig. Und da dem Fragesteller bekannt ist, dass es bereits eine Gebäudeversicherung gibt, kann er nicht noch eine weitere abschließen. So einfach ist das.

Zunächst einmal hast Du mit Kenntnis des Vertrages ein Sonderkündugungsrecht. Das sind vier Wochen ab Kenntnis und zwar entweder zum Datum des Erwerbs oder der nächsten Fälligkeit.
Deine neue Versicherung wird Dir mit dem Datum entgegenkommen. Du kannst einfach eine Beginnverlegung beantragen.

Viel Erfolg.

Da leider nicht bekannt war wo der verstOrgane eigentümer bisher versichert war.

von wem hast du das haus denn gekauft? normalerweise hat der verkäufer selbst schon ein interesse daran, nicht länger für kosten aufzukommen, die eigentlich dem käufer obliegen...

Habe das von den Erben gekauft, die haben auch die Versicherung bis jetzt bezahlt

@utakoenig11

dann hättest du doch wissen müssen,wo das haus versichert war und bis wann?


den sog. "übergang von nutzen und lasten" regelt man doch im notariellen KV?

Der ist aber tot.

Da wurde gewaltig Mist gebaut vom Makler und den Erben oder Nachlassverwaltern . Alle Verbindlichkeiten des Verblichenen im Zusammenhang mit dem Haus : Grundsteuer , Versorger , Versicherer , Sonderabgabenpflichten , sollten beim Notariat vorliegen .

Gebäudehaftpflicht bleibt unberührt als Pflicht bis zum 31.12.des Jahres 24°° , damit vom Gebäude ausgehende oder am Gebäude eintretende Schäden abgesichert sind .

@Kuestenflieger

Gebäudehaftpflicht bleibt unberührt als Pflicht bis zum 31.12.des
Jahres 24°° , damit vom Gebäude ausgehende oder am Gebäude eintretende
Schäden abgesichert sind .

so ne klausel halte ich als laie jamal für unzulässig..

dein notar hat eine beratungspflicht. du hast ihn ja auch bezahlt.

ferner hast du den vertrag gelesen, verstanden und unterschrieben..!?

haus gekauft: falsche Versicherung übertragt? was jetzt?

Wir haben ein Ferienhaus gekauft.

1° Wir informieren den Versicherer, dass wir das Haus auch als Ferienhaus nutzen wollen und auch vermieten wollen (wie die vorherigen Eigentümer), worauf wir einige Vorschläge bekommen. Bei der Diskussion der Vorschläge, 1,5 Monate nach der Registrierung im Grundbuch stellen wir (zusammen mit dem Versicherer) fest das die Versicherung von die vorherigen Eigentümer um eine Versicherung für ständigen Bewohnung handelt, obwohl es sich tatsächlich um ein Ferienhaus handelt das vermietet wurde, was wir mit dem Haus auch machen wollen.

2° Angesichts des daraus resultierenden großen Risikos für uns (und in der Vergangenheit für die vorherigen Eigentümers), lassen wir –nach vergleich mit anderer Angebote – der Versicherer wissen, dass wir die Versicherung nicht übernehmen wollen.

3° Als Reaktion und weil wir uns nach einem Monat nicht entschieden hatten die Versicherung zu kündigen, wurde die Versicherung des vorherigen Eigentümers an uns übertragt wie Versicherung für ständigen Bewohnung!

 Es ist uns nicht bekannt, ob die vorheriger Eigentümer falsche Angaben gemacht haben oder ob der Versicherer eine falsche Versicherung abgeschlossen hat, aber die Versicherung entspricht nicht der Realität.

Fragen

1° kann ein Versicherer eine falsche Versicherung übertragen und uns auferlegen?

2° Da der Versicherer seit mehr als einem Monat informiert ist, dass das Haus nicht ständig bewohnt ist, sondern als Ferienhaus dient, Kann davon ausgegangen werden, dass der Versicherer diese Art der Nutzung kennt und sich daher im zukünftigen Schadenfall nicht darauf beruft um die Schadenfall zurückzuweisen.

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