Dividendenrendite bei Aktien?

5 Antworten

Das ist ein Märchen, dass sich hartnäckig hält. Der Aktienkurs bewegt sich doch jeden Tag - und nach der Dividendenzahlung steigt er natürlich auch wieder an, sonst würden die Aktienkurse ja immer noch irgendwo bei den Preisen von 1984 herumdümpeln... ;-)

Gerade bei Aktieninvestments für längere Zeiträume ist die Dividendenrendite (also: (Dividende/Aktienkaufpreis)*100) etwas, dass man sich mal ausrechnen sollte, das bringt Glücksgefühle - ein Beispiel:

  • Ich kaufe in 2011 Daimler-Benz Aktien zu 45,- EUR. Es wird eine Dividende von 2,20 gezahlt, also 4,9%.
  • Ich behalte diese Aktien, in 2012 ist es genau dasselbe.
  • In 2013 werden 2,25 EUR gezahlt, also 5%
  • In 2014 werden 2,45 EUR gezahlt, also 5,4%
  • In 2015 sind es 3,25, also 7,2%

Heute steht der Aktienkurs nicht mehr bei 45, sondern bei 72 EUR. Mein Kaufpreis für die Aktie und damit die Dividendenzahlungen bleibt aber 45 EUR, also wird die Rendite auf die gekauften Aktien immer höher...

Was habe ich nun? Ich habe nicht nur einen Kursgewinn von 72-45=27 EUR pro Aktie, sondern über die Jahre auch 12,35 EUR an Dividenden erhalten.

Meine Gegenfrage: wo war das ein Nullsummen-Spiel? ;-)

Ganz richtig. Es ist nicht sinnvoll, eine Aktie kurz vor der Dividendenzahlung zu kaufen und kurz nach dem Empfang der Dividende wieder zu verkaufen. Da fallen nur die Spesen an. Die Käufer der Aktie sind ja nicht blöd. Sie sind bereit, vor dem sog. Dividendenabschlag mehr zu bezahlen als nach dem Dividendenabschlag.

Ich kümmere mich um den Zeitpunkt der Dividendenzahlung überhaupt nicht, wohl aber darum, dass die AG eine Dividende zahlt. Jetzt kam gerade die Jahresdividende von CORESTATE in Höhe von 500,00 Euro auf mein Konto geflattert. Das sind knapp 8 Prozent auf den aktuellen Wert meiner 200 Stück. So macht das Leben Spass auch in Zeiten, in denen man angeblich mit Geldanlagen nichts verdienen kann.

Das kann man pauschal so nicht sagen.

In den meisten Fällen wird der Dividendenbschlag relativ schnell wieder aufgeholt, wie in diesem , auch heute noch aktuellem Artikel, beschrieben.

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/dividenden-abschlag-wettmachen/6563978-2.html


Ein Grund dafür ist, das die meisten, insbesondere aber die den DAX nachbildenden Fonds, die  Dividende gerne gleich reinvestieren.


Denn der DAX ist ein Performance  - Index was heißt, das die Divivdende in Punkte umgerechnet wird und dem DAX - Wert zugeschlagen wird.

Auch richtig ist in dem Artikel ist, das ( über ) hoe Dividenden häufig eine Art Entschuldigung für mangelnden Kursverlauf sind.


Etwa bis vor kurzem die Versorger RWE und EON, dern Geschäftsfeld zwar stabile , aber kaum erweiterbare Erträge zu ließ.

Microsoft hat etwa während des mehr als 20 Jahre dauernden Kursrausches nie eine Dividende gezahlt - erst mit zunehmender Marktsättigung und weniger Wachtstumschancen und eher flachem Kursverlau forderten die Anleger dann doch Microsoft möge sie  doch an ihren hohen Barbeständen beteiligen.

Also man kann durchaus auch auf dividendenstarke Werte setzen, die müssen nur nahchaltig und mit Gewinnwachstum verbunden sein - un das geht am ehesten mit einem Fonds/ ETF.


Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq



Das ist richtig, die Dividende ist für den Anleger ein Null-Summen-Spiel.

Wer seinen Sparerfreibetrag noch nicht ausgeschöpft hat könnte von einer hohen Dividendenrendite einen Vorteil haben.

Günter

Du musst ja nicht am Tag nach der Ausschüttung verkaufen. 

Die Dividende ist trotzdem ein Kaufargument, weil es ein Indiz dafür ist, dass das Unternehmen gut verdient. Je höher die Dividendenrendite, desto günstiger ist die Aktie im Vergleich zum Markt bewertet. Das wiederum spricht für ein überdurchschnittliches Kurspotenzial und ein unterdurchschnittliches Risiko.

Überdurchschnitliches Kurspotential - eigentlich nein.

Exemplarischin Deutschland ( bis vor kurzem ) die Versorger RWE und EON - auch die Telekom.

Gegenargument:

Rund 20 Jahre Microsoft ohne jede Dividende aber Verhunderfachung des Kurses.

Bis 2007 keine oder keine nennenswerte Dividende - erst jetzt w der Kurs eher seitwärts geht 2,36 %.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

@Nasdaq14

Die Meinung teile ich so nicht. Das Schlüsselwort bei den Versorgern ist bis vor kurzem. Sie befinden sich in einer Sondersituation. Es war abzusehen, dass,die Gewinne und somit die Dividenden drastisch einbrechen würden. Dabei lohnt dann ein Blick in die Prognosen und nicht nur in die Vergangenheit.

Für Amerikaner gilt die Aussage eh nicht, weil dort Dividenden nicht dieselbe Rolle spielen wie hier. Aber dort werden die Gewinne  in die Rücklagen gebucht. Apple hat mehr als 100 Mrd. Gewinne thesauriert. Also hier einfach mehr aufs KGV schaut.

Allerdings habe ich ja nicht behauptet, dass die Dividendenrendite der einzige Indikator ist, dem man sklavisch folgen muss. Dann wäre das Geschäft mit Aktien auch ein bisschen zu leicht. Aber es ist ein Indikator, den man beachten sollte. 

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