Diskriminierung/Benachteiligung bei Stellenausschreibung?

5 Antworten

Das verstößt gegen das Gleichbehandlungsgesetz. So etwas kann durchaus zur Anzeige gebracht werden.

An sich ist so ein Vorgehen sehr rassistisch. Es werden Menschen nach einem Muster bevorzugt welches sie in unterschiedliche Kategorien (Rassen) einteilen.

Alleine die Formulierung "besondere Beachtung" ist selbstverständlich noch keine Diskriminierung.

Und der Vorwurf des "Rassismus" ist hier Ubsinn.

@Familiengerd

Achja? Drehen wir den Spieß doch einmal um:

Besondere Beachtung finden Bewerbungen von Menschen ohne Migrationsgeschichte und mit weißer Hautfarbe.

Das ist die gleiche diskriminierende Kackscheiße (man entschuldige meine Ausdrucksweise) wie bei meinem Eingangspost.

@FlyingPower90

Das ist absoluter Unsinn!

Im Übrigen könnte hier - wobei wir ja den konkreten Hintergrund überhaupt nicht kennen - damit argumentiert werden, dass die "besondere Beachtung" angebracht sein könnte, weil diese Menschen strukturell/latent benachteiligt sind.

Außerdem wird Vergleichbares allgemein akzeptiert: dass nämlich Frauen und Behinderte bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden.

Den Ausdruck finde ich übrigens - trotz "Entschuldigung" - hier absolut unangebracht (was soll das überhaupt sein?).

Nein.

"Ungleichbehandlungen sind nach § 5 AGG zulässig, wenn diese dazu dienen, bestehende Ungleichheiten auszugleichen. Unter diese Fallgruppe fällt etwa die Frauenförderung, aber auch die bevorzugte Einstellung von Schwerbehinderten, die aufgrund ihrer Behinderung oft schwerer eine Anstellung finden."

https://www.ihk-wiesbaden.de/recht/rechtsberatung/personal/auswirkungen-des-gleichbehandlungsgesetzes-agg-auf-stellenaussc-1255690

Habe die ganze Sache an einen mir bekannten Fachjuristen geschickt. Bin gespannt, ob dieser Ihren juristischen "Fachverstand" teilt, ich werde berichten.

Pass nur auf, was du dann machst!

Ich hatte auch mal eine Stellenausschreibung gefunden, wo ausdrücklich Buchhalterinnen gesucht wurden. Als Mann hatte ich mich dann beworben, schon eine Abmahnung und etwaige Schadensersatzforderungen im Hinterkopf. Ist ja eine klare Diskriminierung.

Und was machen die Deppen? Stellen mich ein!

Mist.

Hihi - schöne Version von "denn wir ernten, was wir säen" ;)

Nein.

Was erst einmal wie eine Diskriminierung weißer Deutscher aussieht, weil es Migranten und Farbige auf die Vorzugsliste setzt, ist nichts anderes als der Ausgleich vorhandener und manifester Nachteile im Berufsleben für diese Personengruppen.

In anderen Anzeigen steht auch, dass die Bewerbung von Frauen und Schwerbehinderten begrüßt wird.

Solange benachteiligte Gruppen in einem Betrieb weit unterrepräsentiert sind, sehe ich hier keine Diskriminierung.

Sind die Gruppen benachteiligt, wenn man sie mit schlechterer Qualifikation bevorzugt? Das halte ich für ein Gerücht.

@Schirschu

Es geht bei Gleichstellung immer darum, dass bei gleicher Qualifikation eine benachteiligte Gruppe den Vorzug erhält. Kein Unternehmen sollte es sich antun, jemanden ohne Qualifikation einzustellen, nur weil er ein weißes oder schwarzes Gesicht hat.

@Altersweise

Was heißt "gleich"? Exakt gleich kommt praktisch nicht vor. Eine Zehntel-Note im Schnitt besser ist eben besser. Irgendeine x-beliebige zusätzliche Qualifikation kann jemanden auch besser erscheinen lassen. Und im seltenen Fall, dass zwei Leute "papier-mäßig" exakt gleich abschneiden, kann einer im Vorstellungsgespräch immer noch einen besseren Eindruck machen.

@Schirschu

wo steht denn etwas von schlechterer Qualifikation?

Geht es bei einer Einstellung um die berufliche Qualifikation oder um die Hautfarbe/Herkunft? Dürfen in Ländern mit weniger "weißer" Bevölkerung z.B. in großen Teilen Südamerikas Ihrer bescheidenen Ansicht nach "Weiße" bevorzugt werden?

In einem Kleinbetrieb, indem rein statistisch kein Schwarzer arbeitet, kann von einer Unterrepräsentation nicht die Rede sein. Eine Benachteiligung von Frauen könnte z.B. auch nicht sein, wenn in einem Betrieb von 43 Beschäftigten 20 Frauen sind. Das ist im Bereich der zu erwartenden statistischen Streuung. Wenn es von 43 nur 3 wären, könnte man das sagen - aber auch nur wenn sich Frauen überhaupt bewerben. Bei LKW-Fahrern sind das sehr viel weniger als 50%.

Darüber hinaus gibt es Arbeiten, die Frauen aus Gründen des Arbeitsschutzes gar nicht machen dürfen (es sind unterschiedliche Höchstgewichte beim Tragen von Lasten festgelegt).

Mach doch eine anonyme Anzeige bei der Polizei.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Und mit welchem Vorwurf?

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