Dienstanweisung zu unbezahlter Arbeit erlaubt?

5 Antworten

wenn der arbeitgeber es als ehrenamtlich verbucht, muss man es ja nicht tun, niemand kann zu ehrenamtlicher arbeit verpflichtet werden. selbst wenn es als überstunde angerecht wird hat der arbeitnehmer die wahl, ob er sie leisten will oder nicht, es sei denn im arbeitsvertrag steht die bereitschaft zu überstunden drin. dann sollte man die auch machen, wenn man dafür unterschrieben hat. die frage ist natürlich, wie es für den arbeitgeber ausschaut, wenn man einfach nein sagt. wenn alle anderen mitmachen und man selbst nicht, wirft das natürlich kein gutes licht, aber ausbeuten lassen muss man sich nicht, dann ist es eh der falsche job.

es sei denn im arbeitsvertrag steht die bereitschaft zu überstunden drin

Das reicht nicht aus!

Auch die arbeitsvertraglich erklärte Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Leistung von Überstunden/Mehrarbeit zwingt zwingt ihn nicht, Überstunden nur deshalb auch zu leisten, weil der Arbeitgeber diese qua Direktionsrecht anordnet.

Die Verpflichtung zur Leistung von Überstunden setzt immer eine betriebliche Notwendigkeit voraus!

Auch wenn dieses Vorgehen leider üblich ist, es ist nicht gesetzeskonform. Die Anweisung, zu Arbeit zu tun, schließt ein, dass die Arbeitszeit auch angerechnet wird. Zudem ist das Arbeitszeitgesetz zu beachten - in Bezug auf die Arbeitszeit am Tag und in der Woche. Sprich deine Leitung darauf an, aus meiner Erfahrung entspringen derartige Forderungen nämlich nicht unbedingt schlechtem Willen, sondern der Unkenntnis der Rechtslage.

sich dagegen wehren ......ist fast unmöglich

@ischdem

Gerade bei der Entwicklung, dass Pflegekräfte immer gefragter sind, weil diese harte und oft verkannte Arbeit einfach keiner machen will, sollte es gut möglich sein, sich zu wehren. Leicht ist es natürlich nicht, dabei den Anfang zu machen - aber ohne diesen Schritt wird sich eben auch nichts ändern.

das ist die übliche Praxis - leider - wer das nicht mitmacht wird "schief" angesehen. leider die Geschäftsführung erwartet das ...wer kann sich dagegen wehren ????

Das ist frech, wird aber häufig so oder in ähnlicher Form versucht. Es wird davon ausgegangen, dass Mitarbeiter im soz. Bereich ein Helfersyndrom haben und es den Bewohnern zuliebe machen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass sie aus Angst um ihren Arbeitsplatz "Einsatz" zeigen. Hier wäre es gut, wenn alle sagen würden : "Nicht mit uns."

Was sagt euer Betriebsrat eigentlich dazu ?

diese Praktiken kenne ich nur zu gut aus meinem Freundes- & Bekanntenkreis, wo viele im sozialen Bereich arbeiten. Seien es Weihnachtsfeiern, Geburtstage oder Ausflüge...

Zu meiner Schwester wurde mal gesagt, als sie als Berufsanfängerin im sozialen Bereich nur eine 70% - Stelle hatte: " Wenn Sie meinen Sie arbeiten hier weniger, nur weil sie keine volle Stelle haben, dass können Sie vergessen! Wir teilen sie für 100% ein & gehen sie mal davon aus, das da noch Überstunden drauf kommen."

Echt schade sowas...

Nein aber wenn der Arbeitnehmer das mit sich machen lässt selber schuld

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