Die Lebensversicherung ist in zwei Jahren fällig. Wie kann man das Geld vor Hartz IV schützen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was möchtest du denn schützen?!

Niemand vergreift sich an dir oder deinem Geld, niemand will dir irgendwas weg nehmen.

Daher musst du auch nichts schützen vor irgendjemanden.

Aber wenn du davon Leben kannst und sei es nur einige Monate, warum sollte dann das Jobcenter irgendwelche staatlichen Leistungen an dich auszahlen?!

Du bist ja dann nicht bedürftig, du hast ja dann Geld.

Lass die sozialen Leistungen doch den Menschen, die aufgrund Krankheit oder anderen Gründen tatsächlich bedürftig sind.

Denn das ist es, was "Sozial" bedeutet! Die Gemeinschaft trägt die Kosten all derjenigen mit, die nicht arbeiten können oder über nicht genügend Einkommen verfügen. Das bedeutet "Sozial".

Jemand der dagegen handelt, also Leistungen bezieht, obwohl er nicht bedürftig ist, der handelt asozial (=gegen die Gemeinschaft).

Zudem ist die Tatsache, Gelder vor dem Jobcenter "zu verstecken" schlichtweg kriminell!

Oha, herzlichen Dank für den Stern :)

wenn die lebensversicherung fällig ist, dein vater noch im vollbezug ist, dann wird die summe auf den lebensunterhalt angerechnet und ist einkommen. es zählt nicht zum vermögen, somit fällt dein vater aus dem bezug raus. dann errechnet das jc wie lane die bg davon leben muss, bis es in die vermögensbeträge einfällt.

dein vater könnte sich arbeit suchen um die summe zu schützen. oder er investiert die lebensversicherung um in eine rentenabsicherung. dazu sollte er sich mit seinem versicherungsmenschen einfach mal zusammensetzen und beraten lassen.

Lies mal:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/lebensversicherung-bei-hartz-iv-schuetzen-361758.php

Um das Guthaben nicht für den Lebensunterhalt zu verwerten, kann auch nachträglich ein Verwertungsausschluss mit dem Versicherer
vereinbart werden. Eine Kürzung oder gar Verweigerung darf das
Jobcenter dann nicht mehr vornehmen. Die Lebensversicherung ist dann als
Altersvorsorge geschützt (Sozialgericht Mainz, Az.: S 4 AS 466/11).

Habe ich auch drin.

Vieleicht lese ich das falsch, aber den vor dem Sozialgericht verhandelten Fall ging es nicht um eine fällige, sondern um eine Lebensversicherung, die vorzeitig aufgelöst werden sollte. Dieser Fall liegt hier garnicht vor. Und "Verwertungsausschluss" heißt wohl, dass die Versicherung nicht bei Fälligkeit, sondern erst bei Rentenbeginn ausgezahlt wird. Das ist wohl auch nicht das, was gewünscht wird.

@lesterb42

Das

Wie kann man es vor dem Zugriff vom Amt schützen?

war die Frage und die habe ich beantwortet.

Meine LV wollte ich nicht vorzeitig auflösen, sondern verhindern, dass ich das Geld daraus hätte verbrauchen müssen.

Und so

sondern erst bei Rentenbeginn ausgezahlt wird

hat man bei Renteneintritt eine schöne Summe.

@beangato

2. Versuch: Es geht hier um ein fällige Lebensversicherung, nicht um eine, die vorzeitig aufgelöst werden soll. Bitte korregier deine Antwort.

@lesterb42

Ich habe nichts zu korrigieren, weil meine Antwort korrekt ist.

Das Urteil ist gültig für alle LV. Meine wäre im ALG-II-Bezug fällig gewesen.

@beangato

Wir müssen hier unterscheiden in welchem Status der Vertrag und der Vater ist.

Aktuell läuft er ja, also könnte man einen Verwertungsauschluss einbauen. Der wäre aber hinfällig, sobald der Vertrag fällig wird, was in zwei Jahren der Fall wäre.

Dann wäre entscheidend, ob der Vater in dem Moment im Leistungsbezug ist oder nicht. In dem Moment wo der Vertrag fällig und ausgezahlt wird, ist der Verwertungsauschluss hinfällig, denn dann kann und MUSS über das Vermögen oberhalb der Freibeträge verfügt werden.

Ferner kann man den Verwertungsauschluss nicht unbegrenzt nützen. Nur jene Freibeträge die das SGB II hergibt lassen sich schützen (wenn ich es richtig im Kopf habe sind es 750,- € pro Lebensjahr, damit wäre kaum mehr als 1/4 des Guthabens geschützt).

@kevin1905

Sorry, Kevin, aber MIR ist das so bekannt:

Der Verwertungsausschluß wird nicht hinfällig. und ist auch nicht begrenzt. So wurde mir das damals erklärt. Ich kann also die Summe erst bekommen, wenn ich in Rente gehe.

@beangato

Der Verwertungsausschluß wird nicht hinfällig

Aber der Vertrag läuft aus in 2 Jahren und der Versicherer wird den nicht freiwillig weiterführen, es sei denn dies war bei Vertragsschluss so vereinbart.

Schon gar nicht wenn der Vertrag einen Rechnungszins von mehr als 2,75% hat, so kannst du sicher sein, dass der Versicherer diesen weg haben will.

Das heißt in 2 Jahren kommt der Vertrag zur Auszahlung, Ausschluss oder nicht. Da der Vertrag einen Todesfallschutz enthält ist eine Laufzeitverlängerung ohne G-Prüfung quasi ausgeschlossen. Das kommt neben der Zinsthematik hinzu.

Dass der Verwertungsauschluss auf 750,- € p.a. beschränkt ist geht aus § 12 Abs. 2, Nr. 3 SGB II hervor.

750,- € x 53 Jahre = 39.750,- €

@kevin1905

Der Ausschuss  des Kündigungsrechts (Verwertungssauschluss) ist unwiderruflich, er kann also nicht wieder rückgängig gemacht werden. 

nussmann.de/rechtsgebiete/view-details/verwertungsausschluss-fur-lebensversicherungen-bei-sgb-ii-leistungen

Genau so wurde mir das damals auch gesagt.

Der Bertrag kommt also nicht zur Auszahlung.

Dass der Verwertungsauschluss auf 750,- € p.a. beschränkt ist geht aus § 12 Abs. 2, Nr. 3 SGB II hervor.

Das stimmt, dazu kommen aber noch 150 Euro pro Lebensjahr. 

Das wären - gerechnet mit 53 Jahren - 47.705 Euro, in einer Partnerschaft 95.410 Euro. Was darüberliegt, muss selbstverständlich erst verbraucht werden.

Der genaue Betrag war ja bei Einstellung der Frage nicht bekannt.

Wird das schwer ersparte Geld angerechnet?

Vermögen ist auf den Bedarf anzurechnen (§ 12 SGB II). Dabei ist das Lebensalter entscheidend, wie hoch der Freibetrag ist.

Wie kann man es vor dem Zugriff vom Amt schützen?

Wiederanlage z.B. in einem Rürup-Vertrag bis zum 67. Lebensjahr.

Das war jetzt Brainstorming und keine Abschluss-Empfehlung.

Ich müsste schon die gesamte Vermögenssituation detailiert kennen um hier zu sagen ob dieser Schritt für deinen Vater konkret günstig ist.

Auf ein anderes Konto auszahlen lassen. Der Staat geht an dein Konto, wenn ihm Geld zusteht, aber so kannst du es steuern, wie du dein Geld ausgibst, deshalb muss man nicht betrügen.

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