5 Antworten

42 Jahre, jährlich 260.000 .... Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die Zahl kann man mal neutral und gelassen hinnehmen.

Es ist freilich eine Hochrechnung , die Automatisierung, technischen Fortschritt, Produktivitätsfortschritt, nicht einkalkulieren kann.

Die Größenordnung wird aber etwa hinkommen und zeigt direkt, was passieren wird: Das ist kaum zu schaffen. Fakt: Sogar in die Türkei gehen mehr zurück als kommen, die Leute, die gekommen sind schaffen kaum den Sprung in einen Job, was zentral ist für eine Integration. Gleichzeitig sind viele "Blutsdeutsche" ebenfalls nicht integrierbar, weil ihr Lebensentwurf Arbeit nicht vorsieht oder auch ohne Arbeit verwirklicht werden kann. 

Zuwanderung und Integration in die Arbeitswelt sind zwei verschiedene Dinge und eben nicht mehr so einfach wie 1965 am Fließband von Ford oder am Presslufthammer beim Straßenbau: Da konnte man mit wenig Sprache und Kenntnissen , aber mit Fleiß und Einsatz sein bescheidenes Auskommen erzielen.

Heute kommt man mit solchen Jobs nicht mehr über die Mitte des Monats.

Im übrigen meine ich ganz privat: Globalisierung wird anders funktionieren müssen: Die Leute werden im Ausland für die deutsche Wirtschaftsleistung und Sozialkassen arbeiten oder der deutsche Wohlfahrtstaat wird erheblich schrumpfen. Vor allem wortwörtlich der Staat. Also sowohl Ämter und Behörden als auch Einwohnerzahlen. Damit schrumpft das Wachstum und somit das volkswirtschaftliche Vermögen.

Wir benötigen überhaupt keine Zuwanderer wir haben genügend gut ausgebildete Fachkräfte die arbeitssuchend sind entsprechend ihrer Qualifikation.

Gerade bei uns um Osten Deutschland sind Arbeitnehmer gezwungen Arbeit anzunehmen die unter ihrer fachlichen Qualifikation sind. Und viele nehmen solche Arbeiten (leider nicht alle) anstatt dem Sozialstaat auf der Tasche zu liegen. Das hat aber auch einen Vorteil: Wir im Osten putzen unsere Klos selber und benötigen auch hierzu keine Zuwanderer.

Ujujuj, diese Frage ist schon so ein kleines Pulverfass.

Zunächst, Firmen ist es auch erlaubt, Arbeiter in Asien auszubeuten. Auf dieser Basis ist Fachkräfte "abwerben" eher ein kleineres moralisches Übel, jedenfalls aus meiner Sicht.

Außerdem ist die weltweite Wirtschaft ein großer Konkurrenzkampf und ja, die meisten Länder können generell nicht annähernd mithalten und einigen Ländern wird/wurde die Möglichkeit genommen, die eigene Wirtschaft konkurrenzfähiger zu machen.

Also, wenn es darum geht, ist das eher ein Zweig.

Diese Studie ist m.M.n. sinnlos. Denn wenn man mal überlegt. Diese Zuwanderer werden ja gebraucht weil man Fachkräfte haben möchte. Nun ist es aber so, dass von den 260000 Zuwanderern vielleicht ein kleiner Teil schon Erfahrung in bestimmten Bereichen haben. Ein großer Teil hatte schon in der Heimat evtl. auch keinen oder nur Schlechte Schulbildung. Diese Mehrheit braucht hier dann Soziale unterstützung wodurch wieder mehr Zuwanderer Benötigt werden. Also ein Teufelskreis!.

Meine Meinung. Förderung von denen, die schon hier sind und Erfahrung haben.

Du hast die Studie offensichtlich nicht gelesen.

Das ist nicht gefragt. Es geht nicht um die, die derzeit nach Deutschland flüchten/migrieren(such dir da einfach deinen Begriff raus), es geht um die Idee, den Fachkräftemangel mit Anwerbung von ausländischen Fachkräften zu minimieren.

@Okayyak

Das Mag sein. Bin jedoch der Meinung, man sollte die leute die bereits da sind und Erfahrung haben besser Unterstüzen...

@Ao999

Es gibt doch auch die Möglichkeit, beides zu tun. Das Budget ist nicht so klein, dass man sich nur für Eines entscheiden kann.

Das ist ein Märchen. Wir haben mehr als 3,2 Millionen Arbeitslose hier im Land. Im Niedriglohnsektor befinden sich auch viele Angestellte, deren Arbeitsplätze früher oder später wegrationalisiert werden. Wenn politische Strukturreformen vorgenommen werden (z.B. die Einführung einer Bürgerversicherung oder Kohleausstieg) würden ebenfalls schätzungsweise 100.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Menschen haben wir genug, die diese Lücke füllen könnten. Mehr Fachkräfte bedeutet im Umkehrschluss mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Denn auch der Arbeitsmarkt funktioniert nach dem marktwirtschaftlichen Prinzip: Angebot und Nachfrage.

Die Großkonzerne wollen lediglich das Angebot erhöhen, damit sie künftig nicht so hohe Löhne an die Arbeiter zahlen müssen, wie es derzeit geschieht.

Es wäre viel besser, wenn man heute jenen Arbeitslosen eine Chance auf Weiterbildung gibt durch ein kostenloses, elternunabhängiges und höheres Bafög. Bildung löst das Problem.

... oder die Produktion wird ins Ausland verlagert, Dienstleistungen wie Pflege an Ausländer mit Mindestlohn. Alles eine Kostenfrage. Und auf 42 Jahre plant keine Firma und kein Staat. Nirgends.

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