definition von gebot von treu und glauben in kaufverträgen

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Rechtsgrundsatz, nach welchem von jedem ein Verhalten gefordert wird, das von redlich und anständig denkenden Menschen unter Umständen an den Tag gelegt wird.

Gesetzlich niedergelegt ist der Grundsatz in §157 BGB für die Auslegung von Verträgen und in §242 BGB für die Art der Erfüllung von Vertragspflichten. Er verbietet die missbräuchliche Ausnutzung formaler Rechtsstellungen, bestimmt die Erweiterung der Leistung auf Nebenpflichten (z.B. Anzeige- und Mitwirkungspflichten) und begründet schon mit dem Eintritt in Vertragsverhandlungen ein vertragsähnliches Vertrauensverhältnis. Weiterhin ist auf seiner Grundlage die Lehre von der Umgestaltung der durch die tatsächlichen Verhältnisse überholten Rechtsverhältnisse sowie die Lehre von der Verwirkung bestehender Rechte entwickelt worden.

Literatur Brockhaus Enzyklopädie 24 bände

Vielen Dank für´s Sternchen!

verträge durfen die einzelnenvertragspartner nicht übermäßig benachteiligen. außerdem dürfen die vertragspartner den vertrag nur vernünftig auslegen.das heißt,alles was sittenwidrig oder überzogen ist,kann ein gericht abfechten

kannst du mir noch ein Beispiel für etwas geben das als sittenwidrig oder überzogen gilt?

@sunnyangel2710

das ist auslegungssache.sittenwidrig zb wenn ein vermieter einen mietvertrag ohne frist jederzeit kündigen kann.(es gibt gesetzl .kündigungsfristen) überzogen wäre jeden tag die treppe wischen zu müssen. es gibt noch millionen andere beispiele .bei kaufverträgen fallt mir gerade nichts ein. wenn die gewährleistung abgelehnt wird. gesetzlich ist 2 jahre

Was möchtest Du wissen?