Darf Vermieter die Heizung abstellen?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Vermieterin ist eine hohle Nuss. Die "Heizperiode" geht vom 01.10 bis zum 30.04. Sprich nochmals mit deiner Vermieterin. Wenn sie sich quer stellt, geht zum Anwalt und kürzt dann mit seiner Hilfe die Miete.

wir haben sogar vor, gegen sie Anzeige zu erstatten, weil die Wohnungen haben alle Mängel (teilweise Mäusebefall). Sie macht immer nur Versprechungen und hält diese so gut wie nie ein

@futureworld

Also würde ich auf jedenfall nicht mehr warten.. Mäusebefall und co. ist auf jedenfall ein Grund um die Miete zu kürzen oder gar in ein Hotel zu ziehen. Mäusekot überträgt Krankheiten. (Hoffe, ihr habt keine Kinder?!) WIe schon gesagt, geht jetzt auf jedenfall zum Anwalt. Solchen "Vermietern" gehört das Handwerk gelegt. Geld kassieren und nichts tun... (Im übrigen geht es uns etwas ähnlich wie euch. Als kleiner Trost :))

@Morpheuxien

Vielen lieben Dank an alle ! :)

Der Mieter hat keinen Anspruch auf eine Wohnzimmertemperatur von 22 Grad; ausreichend sind Zimmertemperaturen von 20 Grad und 18 Grad in den Nachtstunden (AG Fürstenwalde Urteil vom 23.06.2005, Az:12 C 481/04).

Der Vermieter ist verpflichtet, durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass in der Mietwohnung in den Wintermonaten in der Zeit von 6.00 bis 24.00 Uhr auch bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius durch die Zentralheizung eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius erreicht werden kann und dass es bei geöffneten Heizkörperventilen nicht zu einem starken Rauschen und Knistern in den Heizkörpern und Heizungsrohren in der Wohnung des Mieters kommt (AG Hamburg, Urteil vom 08.03.1995, Az:41a C 1371/93).

http://www.anwalt-mietrecht.de/mietrecht/temperatur-heizung.html

Fakt aber ist, daß die derzeitige Zimmertemparatur deutlich unter 15 Grad ist !!!!

Nein, dass ist unzulässig. Es muss nachts mindestens eine Raumtemp. von 18°C und tags von 20-22°C gwährleistet werden. Schreibe also die Vermieterin per Einwurfanschreiben an, und teile ihr offiziell den Mangel mit mit Fristsetzung von 24 Std. nach Erhalt des Briefes. Kündige dabei gleich mit an, dass du ansonsten bei Verzug eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht (auf ihre Kosten) beantragen und außerdem die Miete für die Zeit ab Beginn der Mangelhaftigkeit um 100% (von der Bruttomiete) mindern wirst. Die Aufrechnung darfst du dann im Folgemonat vornehmen, da die Miete im Voraus gezahlt wird.

die heizperiode endet normal erst am 15.03.weise deinen vermieter darauf hin.sollte er nicht reagieren drohe mit 25 % mietminderung.der vermieter hat eine grundtemperatur im wz von mind.20 grad zu gewährleisten

Das ist grober Unfug und selbstverständlich ein Mangel der Mietsache. Zu dem Thema gibt es schon dutzende Urteile mit prinzipiell gleichem Tenor.

Du hast jederzeit tagsüber das Recht eine Raumtemperatur von 22°C erreichen zu könnnen, nachts dürfen 18°C nicht unterschritten werden. Die Vermieterin hat dafür Sorge zu tragen, völlig gleichgültig was im Kalender steht.

Vorgehensweise : Den Mangel schriftlich per Einschreiben geltend zu machen und Abhilfe bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verlangen. Bei Verzug mit Mietminderung von z.B. 20% drohen oder ggf. Ersatzvornahme ankündigen.

In diesem Fall halte ich eine Frist von max. 3 Tagen für ausreichend.

Für etwaige Streitigkeiten ein Heizprotokoll führen, also mind. 3-mal täglich die maximal erreichte Raumtemperatur je Raum aufschreiben.

Was möchtest Du wissen?