Darf sich ein Arbeitsvertragwechsel von befristet auf unbefristet verschlechtern?

4 Antworten

Der befristete Vertrag wird für einen bestimmten Zeitpunkt mit bestimmten Konditionen abgeschlossen und ist ein eigenständiger Vertrag der dann irgendwann endet.

Der Arbeitsvertrag ist nach der Befristung ist ebenfalls ein eigenständiger Vertrag und entweder Du Du nimmst die Bedingungen an oder Du versuchst neu zu verhandeln.

Dann kann es sein dass Du eben keinen  neuen Vertrag bekommst.

Ich weiß z.B. dass es keine erneute Probezeit geben darf, das diese laut Gesetz nur maximal 6 Monate sein darf.

... also doch kein vollständig eigenständiger Vertrag, weil bestimmte Bedingungen nicht zulässig sind :)

@verreisterNutzer

Doch ist es.

Im Mietrecht gibt es das auch, man zieht innerhalb des Hause um, bekommt einen neuen Mietvertrag, aber die Wohndauer bleibt bestehen bzw. wird angerechnet falls der Vermieter irgendwann kündigt.

@verreisterNutzer

... zumal man das befristete Arbeitsverhältnis durch eine widerspruchslose Weiterbeschäftigung (konkludentes Verhalten) auch einfach in ein unbefristetes AV übergehen lassen kann - ohne einen neuen Vetrag abzuschließen.

Und dann kann tatsächlich die Frage nach einer "Verschlechterung" hochkommen.

@johnnymcmuff

Mietrecht und Arbeitsrecht sind "zwei Paar Schuhe"!

@verreisterNutzer

zumal man das befristete Arbeitsverhältnis durch eine widerspruchslose Weiterbeschäftigung (konkludentes Verhalten) auch einfach in ein unbefristetes AV übergehen lassen kann

Kann aber nicht muss.

Lässt man es weiter laufen, dann gelten die Bedingungen des befristeten Vertrages.

Will der AG das nicht, bietet er einen Arbeitsvertrag mit neuen Konditionen an und der Noch-Arbeitnehmer kann dann entscheiden ob er das will oder der befristete Vertrag läuft aus und man ist dann eben weg.

@verreisterNutzer

Natürlich sind es zwei verschiedene Sachen doch gibt es da Gemeinsamkeiten und es ändert nichts an den Tatsachen.

@johnnymcmuff

So ist es - und manche Arbeitgeber wissen diese Dinge nicht, oder lassen sich schlecht (oder gar nicht) beraten.

Um das jetzt abzuschließen: Nun wird der Fragesteller seine Situation wohl einschätzen können. 

Diese Maßmahme könnte die Geschäftsführung (kraft ihres Direktionsrechts) auch anordnen, ohne sie im Arbeitsvertrag zu verankern.

Die Antworten sind daher:

° Grundsätzlich darf sich ein Arbeitsvertrag nicht verschlechtern, diese Maßnahme ist jedoch nicht als Verschlechterung im arbeitsrechtlichen Sinne zu bewerten.

° Also: Nein, Du kannst dagegen nicht vorgehen.

Warum Du ernergisch gegen meine Antwort und meine Kommentare  kommentierst kann ich nicht nachvollziehen.

Vor allem wenn Arbeitsrecht usw. Deine Themen sind dann war dieser Kommentar überflüssig:

 also doch kein vollständig eigenständiger Vertrag, weil bestimmte Bedingungen nicht zulässig sind :)

Du weißt die Antwort und auch das meine Antwort richtig ist.

Ich finde das musste nicht sein. Schade, eigentlich schätze ich deine Beiträge sehr, aber das hat sich nun vorerst geändert.

So das wars jetzt, wollte Dir nur meine Ansicht zu Deinem Kommentar mitteilen.

Und wo ist das Problem daran das vorzulegen?

Kannst ja gern mit deinem Arbeitgeber diskutieren - so lang der Vertrag nicht unterschrieben ist kann er deinen alten Vertrag ja auch einfach auslaufen lassen...

Das ist KEINE Verschlechterung. Das kann durch Betriebsvereinbarung jederzeit auch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis nachträglich vereinbart werden.

Dazu bedarf es noch nicht einmal einer Betriebsvereinbarung - eine einfache Anordnung genügt.

@verreisterNutzer

In Zusammenhang mit der Entfristung eines Arbeitsverhältnisses deswegen von Verschlechterung zu sprechen, ist ohnehin etwas "merkwürdig".

Aber es ist eigentlich auch taktisch unklug vom Arbeitgeber, eine Bescheinigung schon ab dem 1. Krankheitstag zu verlangen, wenn es keinen besonderen Anlass dafür gibt (z.B. viele Ein-Tages-Erkrankungen): Wenn ein Arbeitnehmer, der sich an einem Tag nicht arbeitsfähig fühlt, gleich zum Arzt muss, dann wird aus einer Arbeitsfähigkeit von nur 1 Tag schnell eine von 3 oder noch mehr Tagen.

@Familiengerd

Diese Phänomen ist hinreichend bekannt, und der Arbeitgeber wird wissen, warum er das macht.

@verreisterNutzer

Darum habe ich ja geschrieben "wenn es keinen besonderen Anlass dafür gibt".

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