Darf meine Chefin mir nach der Kündigung verbieten, dies offen zu kommunizieren?

5 Antworten

Wenn du die Kündigung schriftlich hast kannst du dich auch öffentlich bewerben. Eine unnötige Herabsetzung der Chefin vermeiden.

Der Kündigungsgrund ist sehr wohl für eine Neueinstellung relevant. Ein Bewerber, der aus betrieblichen Gründen gekündigt wurde hat den gleichen Stand wie einer, der sich aus ungekündigter stellung bewirbt. Ein solcher Künigungsgrund liegt also nicht in der Person begründet und ist deshalb für eine neue Bewerbung relevant. Im zeugnis muss das sogar hervorgehoben werden. Da Stillschweigen über den Kündigungsgrund zu deinen Ungunsten wirkt, ist ein solches Verbot unwirksam.

Solange du nicht über Betriebsgeheimnisse sprichst, darfst du dich überall bewerben und auch überall offen kommunizieren, dass du aus betrieblichen Gründen gekündigt wurdest. Der neue Arbeitgeber will ja meist sogar das Kündigungsschreiben sehen um sich zu überzeugen, dass du nicht wg. Fehlverhaltens rausgeworfen wurdest.

Wenn sie dich kündigt mußt du dir einen neuen Job suchen, somit hast du mit der alten Firma nichts mehr zu tun, sie kann es dir nicht verbieten. Wenn du arbeitslos wirst bist du ja auch dazu verpflichtet alles Mögliche zu unternehmen um aus deiner Arbeitslosigkeit raus zu kommen.

Du musst natürlich damit rechnen, dass sie dich dann nicht mehr unterstützt. Aber davon abgesehen kann dir niemand verbieten, einen neuen Job zu suchen und das auch öffentlich zu machen. Deine Chefin hat mal eine Kopfwäsche nötig - wie kann sie ihre Mitarbeiter rauswerfen und dann noch verlangen, dass die Stillschweigen darüber bewahren, dass sie arbeitslos sind?

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