Darf man nackt in einem Hallenbad schwimmen?

5 Antworten

Das wird schon irgendwo in den Benutzungsbestimmungen stehen, auch wenn die nicht öffentlich ausgehängt sind. Wird wohl unter Erregung öffentlichen Ärgernisses fallen, auch wenn es vielleicht manch einer anders sieht. :-)

das ist falsch! es handelt sich lediglich um eine ordnungswidrigkeit. erregung öffentlichen ärgernisses wäre eine straftat.

Nein, denn das ist Erregung öffentlichen Ärgernisses!!! Ein Hallenbad ist ja öffentlich und daher darfst Du dort selbstverständlich nicht nackt schwimmen, es sei denn, es wurde vorher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass zu einer bestimmten Uhrzeit FKK-Baden angesagt ist. Dann geht es wiederum in Ordnung, aber auch nur dann!!!

Rein rechtlich her gesehen müssen sogar Babys und Kleinstkinder in Hallenbädern Kleidung tragen.

das ist falsch! es handelt sich lediglich um eine ordnungswidrigkeit. erregung öffentlichen ärgernisses wäre eine straftat.

@flirtheaven

Ja und ... es ist doch eine Straftat, wenn man nackt durchs Hallenbad saust.

Da verstehe ich jetzt Deinen Einwand nicht.

@Sternenmami

wirf mal einen blick ins StGB, im § 183a ist genau definiert, wann es sich um erregung öffentlichen ärgernisses handelt:

§ 183a Erregung öffentlichen Ärgernisses
Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 183 mit Strafe bedroht ist.

die bloße nacktheit ist keine sexuelle handlung! es hadelt sich hier um eine ordnungswidrigkeit, mehr nicht!

@Sternenmami

Hallo,

nackt durch Hallenbad zu laufen, wird nach §118 OWiG (früher grober Unfug) geahndet und ist KEINE Straftat.

Viele haben hier §118 OWiG gemeint, aber §183 (a) geschrieben.

Solange Nackbaden nicht ausdrücklich durch Badorodnung etc. verboten ist, ist es in deutschen Schwimmbädern erlaubt.

bei öffentlichen hallenbädern wäre das eine ordnungswidrigkeit, die mit einem bußgeld und einem platzverweis geahndet werden kann. bei privaten hallenbädern wäre es in der regel ein verstoß gegen die hausordnung und kann mit hausverbot geahndet werden.

Auch "öffentliche Hallenbäder" sind in der Regel nicht wirklich öffentlich. Es gibt eine geschlossene Benutzergruppe - nämlich die, die Eintrittskarten bezahlt haben und damit die Badeordnung akzeptiert haben. Somit kann das Nacktschwimmen keine amtliche Ordnungswidrigkeit sein, sondern nur ein Verstoß gegen die Badeordnung.

Und wenn es wirklich ein "öffentliches" Hallenbad ohne Zugangskontrollen wäre, dann wäre das Nacktbaden ebauch keine Ordnungswidrigkeit, denn zum Zweck des Badens gilt Nacktheit in Deutschland als angemessen. Es würde alleine also nicht als Belästigung gewertet.

Nur wenn eine Badeordnung mit Bekleidungsvorschrift bekannt gemacht wäre (z.B. durch Aushang eines Beschlusses der Gemeinde oder so), dann wäre das Nacktbaden eine Ordnungswidrigkeit.

. Nur wenn es um ein FKK- Bad oder sich um einen normales Bad mit FKK- Zeiten handelt, dann ist die Teilnahme aber Pflicht.

Flirtheaven hat zumindest Recht, was die Ahndung solcher Handlung angeht. Gehen wir aber mal ins Verfassungsrecht. Der Artikel 2 Abs. 1 Grundgesetz sichert allgemeine Handlungsfreiheit zu, sofern man nicht gegen die Gesetzesschranken rammelt. Aber hier hat der Gesetzgeber keine Schranken gesetzt, soweit ich weiß. Somit gilt, dass ich meine Grundrechte wahrnehmen kann, wie ich will. Ich darf nur nicht in die Grundrechte anderer eingreifen. Das wäre regelmäßig der Fall, wenn sich jemand durch meinen fehlenden Aufzug belästigt fühlt. Nun könnte ich natürlich meiner Spitzfindigkeit freien Lauf lassen und bekanntgeben, dass ich mich durch den nach Schweiß stinkenden Stehnachbarn in der Bahn auch belästigt fühle. Bekommt der dann auch ein Bußgeldverfahren nach § 118 OWiG an die Backe?

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