Darf man mich auf die Straße setzen?

5 Antworten

Ohne Jurist zu sein, würde ich sagen, dass Du ein ziemliches Problem hast. Ohne Mietvertrag wirst Du kein Rechte geltend machen können und für Untermieter gelen die üblichen Mieterschutzgesetze auch nicht.

Ohne Mietvertrag und ohne Beweise hast du verloren eine Mieterschutzklage könnte dich retten nehme dir einen Anwalt.

Tatsächlich berechtigt die fehlende Zustimmung des Hauptvermieters auf "Gebrauchsüberlassung Dritter", d. h. Untervermietung, zur fristlosen Kündigung und Räumungsverlangen gegenüber dem Mieter.

Da der ja bereits ausgezogen ist und du nicht, wirst du mit Räumungsklage, schufa-Eintrag und mit qulifiziertem Mietrückstand gar mit Mietschudenbescheinigung rechnen müssen, mit denen deine Aussichten auf einen Mietvertrg als Sozialhilfeempfänger gegen Null sinken :-O

Da kann man dir nur raten, dich schnellstens beim Amt um eine Notunterkunft oder bezahlten Wonraum zu bemühen und dem Vermieter zuzusichern, zu einem konkreten Termin in allernächster Zukunft zu räumen - mehr als eine Woche macht er das sonst nicht mit :-)

G imager761

Versuch es bei einem Mieter Bund, bzw. die haben Anwälte, die das evtl. für dich regeln könnten! Da das allerdings nicht umsonst ist, gibt es dafür eine kostenlose Rechtsberatung beim Amtsgericht, die gilt allerdings, wenn du gleich zum Anwalt gehst! blöd ist nur, daß Wochenende ist!

Wenn "Gefahr" im Verzug ist (also hier Gefahr der Obdachlosigkeit) bekommt man auch den Mitgliedsbeitrag vom Amt.

@Metahawk

du weißt da anscheinend besser Bescheid!

@Metahawk

Ja, bei Kündigung wegen Mieterückstsnd, nicht aber bei fristloser Kündigung der Wohnung wg. ungerechtfertigter Gebrauchsüberlssung gegenüber dem Mieter, der sie bereits räumte :-O

Hier besteht überhaupt kein Vertragsverhältnis, das er gewähren müsste, allenfalls ein Anspruch gegen den Untervermieter :-O

auch eine mündliche Mietvereinbarung ist ein Vertrag. Dieser unterliegt dann auch den üblichen Bedingungen. Wenn der "Vermieter" sogar noch schriftlich bestätigt hat, dass du sein Mieter bist, dann hast du gute Chancen vor Gericht.

Einfach Schlösser tauschen geht nicht, das wäre Hausfriedensbruch.

Bester Tip: geh zum Anwalt. Der kostet zwar etwas, aber da hast du Sicherheit. Und Beratungsgespräche sind nicht so teuer.

Ja ich werde auch zum Anwalt gehen.. Nur ist leider heute Samstag. Meine Frage JETZT gerade ist hauptsächlich: Muss ich sie in die Wohnung lassen, was wird die Polizei tun wenn ich sie rufe?

@Fotoooo

Du hast gar keinen Mietvertrag mit dem kündigenden Hauptvernieter, da wird dir die Polzei keinen Zutritt zu Mieträumen verschaffen, wenn der VM die als Pfandkammer zur Forderungsbefriedigung Montag versiegeln lässt.

Noch einmal: Es auf Räumgsklage oder schufa-Nullbonität als Mietschuldnerin ankommen zu lässen wäre das Dümmste, was du machen solltest.

Nicht ein Anwalt, den dich ohne Vorschus in bar oder gegen Beratungsschein zum Fast-Null-Tarif ohnehin nicht vertreten muss, der Gang zum Wohnungsamt wäre das, was hier zielführend Montagmorgen erfolgen sollte :-O

@imager761

Ich hab versucht freundlich zu bleiben, allerdings ist das Mist was du hier erzählst. Ich hab jetzt von 3-4 verschiedenen Juristen gehört das ein mündlicher Untermietvertrag zustande kam auch mit dem Hauptvermieter da er meine Miete akzeptiert hat und auch zu erkennen gegeben hat mein Vermieter zu sein. Also bitte, meine Lage ist gerade verzweifelt genug da kann ich auf solche Aussagen verzichten bei denen ich ohnehin schon weiß das sie falsch sind. Auch wenn das jetzt sehr gemein klingt und ich weiß das du es gut meinst. Nur siehst das von eurer Seite sicherlich einfacher aus als von meiner.

@Fotoooo

Ich hab jetzt von 3-4 verschiedenen Juristen gehört das ein mündlicher Untermietvertrag zustande kam auch mit dem Hauptvermieter da er meine Miete akzeptiert hat und auch zu erkennen gegeben hat mein Vermieter zu sein.

Das sieht der BGH aber anders: Laut diesem ist es keineswegs ungewöhnlich, daß der Untermieter die Miete nicht an den Untervermieter, sondern direkt an den Vermieter zahlt. (BGH, Beschluss vom 10.10.2007, XII ZR 12/07)

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