Darf man im Auto nicht laut Musik hören?

9 Antworten

Mein Vetter ist Notarzt. Er hat mir gestern noch erzählt das sie fast 3 Minuten bei starken Gegenverkehr hinter eine aufgetunten Golf fuhren. Man hat sofort Platz zu machen, bzw in die nächste Straße/ Auffahrt zu fahren. Er wurde notiert und wird demnächst Post bekommen. In den USA gehst du in einigen Staaten 3 Monate zu Fuß. Außerdem wirst du zu eine Reihe von Wochenddiensten verpflichtet.

Dank iPod & Co. ist es möglich, immer und überall Musik zu hören – vor allem im Auto. Musikwissenschaftler Prof. Dr. Günther Rötter von der Uni Dortmund kommt allerdings zum Ergebnis:

Musik erhöht in schwierigen Fahrsituationen das Unfallrisiko.

Jeder tut es, nur wenige sprechen darüber – Musikhören im Auto. Da gibt es den Tuning-Enthusiasten, der sein Auto zur fahrenden Techno-Disco ausbaut und den Fan klassischer Musik, der Symphonien aus den Boxen seiner Nobelkarosse genießt. Dazwischen liegen diejenigen, die einfach ihr Radio einschalten, ohne wirklich hinzuhören. "Alle hören Musik, aber kaum jemand ist sich bewusst, dass dies das Fahrverhalten beeinflusst", sagt Günther Rötter. Der Musikwissenschaftler der Uni Dortmund befasst sich mit der Erforschung der Musikeinwirkung auf Autofahrer. Melodien wirken anregend und steigern die Aufmerksamkeit, sofern die Fahrsituation ruhig ist, etwa auf einer monotonen Autobahn-Route.


Das Unfallrisiko steigt

Fest steht, dass sich unter Musikeinfluss die Körperfunktionen eines Menschen verändern. Das Herz schlägt rascher, das Gehirn arbeitet schneller. Diese Effekte können auch die Leistungsfähigkeit eines Autofahrers beeinflussen. Eine leichte bis mittlere Erhöhung der Werte ist optimal für das Fahrverhalten, ein zu starker Anstieg der Pulsfrequenz bewirkt allerdings eine Minderung der Fahrleistungen.

Genauso wie lautes Kindergeschrei, das klingelnde Handy, der Streit mit dem Beifahrer oder das Navigationsgerät mit den neuesten Staumeldungen vom Straßenverkehr ablenken können, hat auch laute Musik eine solche Wirkung.


Bei lauter Musik wird der Bremsweg länger

Besonders eine hohe Lautstärke steigert das Unfallrisiko. Zu laute Musik übertönt nicht nur die Signale anderer Verkehrsteilnehmer oder die Warnung durch ein Martinshorn, sie setzt auch die Reaktionszeit erheblich herab.

Deshalb ist es ratsam, dass Autofahrer die Lautstärke ihrer Lieblingsband an die jeweilige Verkehrslage anpassen, um sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.

Quelle: http://tinyurl.com/mnxboe


Laut Medienberichten teilte das Magazin “Auto Bild” mit, dass das Bundesverkehrsministerium an einer Verschärfung des Bußgeldkatalogs arbeite. Autofahrer, die zu laut Musik hören, müssten danach mit 40 Euro  Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Hintergrund seien Unfälle, die durch Unachtsamkeit verursacht wurden. In anderen Fällen haben Autofahrer unbewusst Unfallflucht begangen, da sie nicht hören konnten, dass es zu einem Unfall kam.

Ob das Gesetz schon in Kraft getreten ist, entzieht sich meiner Kenntnis :o)

Wo kein Kläger auch kein Beklagter, solange Du niemanden störst oder du das Martinshorn nicht mehr hörst, was ich als größtes Problem sehe, kann Dir keiner was, es sei denn Du stehst evtl. lange vor nem Haus oder ähnliches.

würde ich als fahrerin verbieten.du musst ja hören wenn irgend etwas um dich ist-Sirenen zum beispiel

Die StVO gibt hier keine Vorgaben in § 23.1, auch wenn dies zu Unrecht oft so ausgelegt wird. Weder die Binnenlautstärke von CarFi-Anlagen, noch das Tragen von Kopfhörern ist geregelt. Bei maßvollen Spitzenwerten um 80 Dezibel im Kopfhörer ist dies nicht lauter als starker Straßenverkehr.Kopfhörer auf dem Fahrrad oder im Auto sind ebenso wenig verboten wie ein leistungsstarkes Autoradio. Auf das rechte Maß kommt es an.

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