Darf man beim Wohnrecht den Notar frei wählen?

5 Antworten

In meiner Kleinstadt gibt es gar keinen Notar, nur ein paar niedergelassene Rechtsanwälte. Ich war nicht in der nächsten Stadt, wo es einen Notar gegeben hätte, sondern bin direkt bis in die Kreisstadt gefahren und habe Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament dort aufsetzen und beurkunden lassen.

Das ist kein Problem. Auch einen Hauskauf haben wir bei einem Notar abgewickelt, der weiter weg vom Objekt war.

Ich kann mir daher beim besten Willen nicht vorstellen, dass ausgerechnet beim Wohnrecht ein Zwang bestünde, den nächst-ansässigen Notar nehmen zu müssen ;-)

Du kannst dich an jeden Notar in Deutschland wenden. Meist ist es von Vorteil, wenn du dich an einen Notar in deinem Bundesland wendest, weil die meisten nur an das elektronische Grundbuch "ihres" Bundeslandes angeschlossen sind.

Das kann jeder Notar in Deutschland beurkunden.

Du kannst Dir auch einen Notar in "München" oder "Kiel" aussuchen.

.... natürlich, und der gibt das Ding ggf. weiter an den für das Grundbuch zuständigen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
.... natürlich, und der gibt das Ding ggf. weiter an den für das Grundbuch zuständigen.

Notare sind für Grundbücher zuständig? Öfter mal was neues. Ich dachte immer, dass im Grundbuchamt Rechtspfleger arbeiten.

@jurafragen

.... nö, nicht immer, so meine Erlebnisse.

Ist von Land zu Land unterschiedlich. Schaue mal gen Sachsen, Baden-Württemberg und so.

Deshalb ja mein Hinweis, ggf. gibt er es weiter, wer schon lesen kann, ist meist besser dran!

Wenn Wissen fehlt, einfach mal belesen oder einfach wegbleiben oder Nachfragen!

@schleudermaxe

Bundesnotarkammer, Zitat:

Hauptberufliche Notare sind in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, im Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und in den rheinischen Teilen Nordrhein-Westfalens tätig. Sie üben den Beruf des Rechtsanwalts nicht aus, sondern bekleiden ausschließlich das öffentliche Amt des Notars.

@schleudermaxe

Richtig ist, das die Gemeinden in Baden ihr Grundbuch verlieren an das Zentralregister. Wenn das steht, wird der hauptberufliche Notar ggf. auch entbunden, wenn er es möchte.

@schleudermaxe

Mir ist durchaus bekannt, dass es in verschiedenen Bundesländern keine Anwaltsnotare gibt. Das hat aber mit der Ausgangsfrage wirklich überhaupt nichts mehr zu tun.

Und ja, auch dass **früher** in BW (je nach Landesteil) die Gemeinden oder "Notariate" für Grundbuchsachen zuständig waren, ist bekannt. Das ist aber alles nicht mehr der Fall. Zuständig für Grundbuchsachen sind auch dort jetzt die Amtsgerichte.

Darf der Notar einen Testamentsentwurf unter folgenden Bedingungen in Rechnung stellen?

Anlässlich eines Grundstückkaufes gab es zur Vertragsunterzeichnung einen Notartermin, bei dem Notar um den es in unserer Fragestellung geht. Im Rahmen dieses Termins fragte uns der Notar, ob wir bereits ein Testament angefertigt haben, da wir ja demnächst Grundstücksbesitzer seien und darüber hinaus eine Tochter haben. Als wir dies verneinten, bot er uns an, uns einen Entwurf zu schicken. Wir sagten ihm, dass er dies tun könne. Allerdings wurde nicht erwähnt, dass bereits dieser Standartentwurf für uns mit Kosten verbunden sein wird.

Ein paar Tage später fand ein kurzes Telefonat mit seiner Sekretärin statt, welche den Namen unserer Tochter erfragte, um diesen in den Entwurf ein zu setzen. Den Testamentsentwurf, welchen wir daraufhin erhielten, war aber nach unserem Empfinden ein Standardentwurf, so dass wir uns dagegen entschieden, eine Beglaubigung durchzuführen. Dies geschah bereits im letzten Jahr.

Der Notar fragte noch zweimal schriftlich nach, ob wir nun noch ein Testament anfertigen möchten. Wir haben versäumt, darauf eine Rückmeldung zu geben. Daraufhin erhielten wir die Rechnung, (Siehe Anhang) Wir sind doch sehr erstaunt, über diese Rechnung und über die Höhe des Betrages. Wir haben kein Testament in Auftrag gegeben und es hat diesbezüglich auch keinen Termin gegeben. Die Kommunikation hierzu erfolgte nebenbei und sehr kurz im Rahmen des zu Beginn erwähnten Termins bezüglich des Kaufvertrages. Nach einiger Recherche im Internet, sind wir uns doch sehr unsicher, ob wir die Rechnung zu begleichen hatten. Auf einigen Portalen fanden wir die Aussagen, dass solche Rechnungen nur dann rechtskonform sind, wenn der Notar (oder seine Angestellten) uns vorher über die Kosten aufgeklärt hätten und wenn wir von vornherein die Absicht gehabt hätten, den Entwurf nicht zur Beurkundung zu bringen. Wir möchten nun gerne von Ihnen wissen, ob diese Rechnung rechtens ist und wir den Betrag zahlen müssen.

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