Darf man Arbeiten gehen trotz Krankschreibung?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kann ich, wenn's besser wird, trotz der Krankmeldung zur Arbeit gehen?

Ja, kannst Du.

Auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung steht dass Du "voraussichtlich" bis zum .....arbeitsunfähig bist. Wenn Du vor Ablauf der AUB wieder arbeiten möchtest, keine ansteckende Krankheit hast und Dich Dein Arbeitgeber arbeiten lässt, steht dem nichts im Wege.

Es gibt aber Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter bei bestehender AU-Bescheinigung nicht arbeiten lassen, das hat auch mit Fürsorgepflicht zu tun. Du solltest das dann vorher im Betrieb klären.

Falls Dir jemand sagt, dass Du eine "Gesundschreibung" vom Arzt brauchst: Die gibt es nicht. Und wenn Dir jemand sagt, dass Du nicht kranken- und/oder unfallversichert bist: Das stimmt nicht, man ist auch bei einer bestehenden AUB kranken- und unfallversichert.

Danke fürs Sternchen

Mein Chef erwartet, dass ich vorzeitig wieder arbeiten komme, obwohl ich noch krankgeschrieben bin für 2 Wochen. Er erpresst mich damit, dass er sonst meine Stunden von 6 auf 4 am Tag kürzt. Davon könnte ich dann aber nicht mehr leben. Ich habe also eingelenkt und komme erst mal 2 Stunden täglich arbeiten. Da ich schon über 6 Wochen, nach einer Knie- Op krankgeschrieben bin, bekomme ich Krankengeld von der Krankenkasse. Ich habe den Chef gefragt, ob ich mir dann die 2 Stunden pro Tag als Überstunden aufschreiben kann, denn das Krankengeld ist ja geringer, als mein Gehalt. Das lehnte er strikt ab. Hexle 2, Sie schreiben, wenn man trotz Krankschreibung arbeitet, muss man es nicht der Krankenkasse melden. Würde ich trotz Krankschreibung wieder voll arbeiten, und die Kasse würde weiter Krankengeld bezahlen, da würde sich der Chef natürlich freuen, aber ich kann mir nicht vorstellen, das das richtig wäre. Dann müsste der Chef doch wieder Lohn bezahlen? Und das ich 2 Stunden arbeiten gehe und trotzdem nur weiter das Krankengeld bekomme, ist auch richtig?????

@Mimihelpme

Dein Chef nutzt Dich aus und erpresst Dich. Wenn Du eine Arbeitszeit von sechs Stunden/Tag vertraglich vereinbart hast, kann Dein Chef diese Stunden nicht eigenmächtig kürzen. Er ist genau so an den Arbeitsvertrag gebunden wie Du.

Wenn Du schon länger als sechs Wochen arbeitsunfähig bist, solltest Du mit Deinem Arzt/Krankenkasse über eine Wiedereingliederung reden. Da kann man stundenweise im Betrieb arbeiten, bekommt das Geld von der Krankenkasse und das ist rechtlich in Ordnung.

Was Dein Chef so treibt halte ich für mehr als fragwürdig.

Solltest Du trotz bestehender Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wieder voll arbeiten, muss Dein Chef Dich auch voll bezahlen.

Bei der Wiedereingliederung nach dem "Hamburger Modell" kann ein AN nach längerer Krankheit langsam wieder bis zu seiner normalen Arbeitszeit herangeführt werden.

Vorteil für den Chef: Die Krankenkasse bezahlt, bis Du wieder Deine sechs Stunden/Tag arbeiten kannst.

Vorteil für Dich: Eine Wiedereingliederung kann abgebrochen werden, wenn Du innerhalb des "Heranführungsplans" noch nicht voll einsatzfähig bist.

Du darfst arbeiten gehen, auch wenn Du noch krankgeschrieben bist.

Du musst Dich weder gesund schreiben noch >Rücksprache halten.

Geht es dann doch nicht, dann geht man einfach wieder zum Arzt.

Rücksprache halten mit Krankenkasse ,wie ein User schreibt, muss man auch

Im letzten Satz habe ich ein wichtiges Wort vergessen:

Rücksprache halten mit Krankenkasse ,wie ein User schreibt, muss man auch nicht.

Das ist deine Entscheidung. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist nur deine Empfehlung.

Wenn du dich fit genug fühlst, kannst du auch wieder arbeiten gehen. Aber kurier dich auch aus und verschleppe nichts, damit ist keinem gedient.

Eine AU ist kein Berufsverbot - Du kannst auch arbeiten gehen; der ArbG darf nur den ArbN nicht zwingen (verlangen) vor Ablauf der AU arbeiten zu kommen...


Ja kannst du. Wenn es dir jedoch wieder schlechter geht kannst du mit dem Attest nicht wieder zuhause bleiben nachdem du auf der Arbeit warst.

Was möchtest Du wissen?