Darf man als geschiedene Wiederverheiratete bim KjF arbeiten?

4 Antworten

Da wirst Du wahrscheinlich Probleme bekommen. Erstens wollen katholische Einrichtungen auch katholische Mitarbeiterinnen und zweitens wollen sie auch, dass diese ordentlich kirchlich verheiratet sind. Eine Freundin von mir war Lehrerin an einer katholischen Schule. Sie sollte ihre kirchliche Heirat belegen. Konnte sie nicht, sie war nur standesamtlich sie in erster Ehe verheiratet, ihr Mann bereits zweimal geschieden, das gab einen ziemlichen Ärger. Die Kirche ist ein Tendenzbetrieb, da gelten andere Vorschriften und Gesetze.

da es wohl nie eine kirchliche trauung gab gilt die frau iirc aus sich der kath. kirche als unverheiratet, und ausserdem muss sie bei einer frage nach ihrem familienstand nur den istzustand angeben, ein vorher darf den arbeitgeber nicht interessieren.

Na, wenn ich als unverheiratet gelte, dann hab ich ja sogar auch noch ein uneheliches Kind! Ob das besser ist ; )

Das du evangelisch bist ist das kleinere Übel. Konfessionslos oder noch schlimmer aus der kath. Kirche ausgetreten ginge gar nicht! Geschieden wird mittlerweile auch von katholischen Einrichtungen oft hingenommen; sonst würde sie wohl kaum noch Mitarbeiter finden. Geschieden und wiederverheiratet ist ein klares K.o.-Kriterium. Steht häufig sogar in den Satzungen der Diözesen! Durch ihre Sonderstellung darf die Kirche solche Daten auch abfragen und dementsprechend aussortieren.

Und da bin ich mir eben nicht sicher, ob ich in den Augen der katholischen Kirche überhaupt als verheiratet gelte, wenn ich nicht kirchlich geheiratet habe? Vor ein paar Monaten gab es nämlich erst ein Urteil dazu. Da hat ein katholischer Arbeitgeber einem Chefarzt gekündigt, weil der geschieden war und standesamtlich nochmal geheiratet hat. Das ging vors Arbeitsgericht und hier wurde entschieden, dass die Kübdigung eben nicht gerechtfertigt war, weil er nicht kirchlich geheiratet und somit die Richtlinien des Arbeitgebers nicht verletzt hat...

@simonelke

Das Urteil wurde darauf begründet, dass der AG vorher schon jahrelang von dem eheähnlichen Verhältnis zu der Frau wußte, die der Chefarzt dann schließlich geheiratet hat. Das Gericht sagte, dass es unverhältnismäßig war aufgrund der Wiederheirat zu kündigen, wenn aufgrund der bekanntermaßen schon vorher lange bestehenden Lebensgemeinschaft keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen erfolgten. Das Gericht räumte das Selbstbestimmungsrecht der Kirche ein, sagte im Zusammenhang mit diesem Fall aber, dass im Einzelfall immer die Zumutbarkeit der Weiterbeschäftigung zu prüfen wäre. Das Alles hatte tatsächlich überhaupt nichts damit zu tun, dass der Mann "nur" standesamtlich geheiratet hätte.

Du giltst definitiv und selbst in den Augen der katholischen Kirche als wiederverheiratet, wenn du standesamtlich erneut verheiratet bist! Eine Neueinstellung kannst du dann in der Regel knicken. Eine Weiterbeschäftigung wäre dann bei einer darum ausgesprochenen Kündigung gerichtlich zu prüfen.

Böse Antwort: Eine Heidin will bei den Katholiken arbeiten?

Ehrliche Antwort: Du wirst die Stelle nicht bekommen, wenn es auch nur eine andere Bewerberin gibt, die katholisch ist!

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