Darf ich Zahlungen auf Kontoauszügen unkenntlich machen bei Vorlage beim Arbeitsamt?

5 Antworten

Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge sollten am Ende lesbar sein. Und auch, wieviel du auf dem Konto hast. Ebenso wäre es sinnvoll, wenn die Miete erkennbar bliebe. Und auch, falls du noch irgendwelche Zahlungseingänge hättest (Sie müssen wissen, ob es weitere Einnahmen gibt) Aber wieviel Geld du wem bei ebay für Kleidung oder ein Kinderspielzeug gegeben hast oder wieviel du im Supermarkt mit Kartenzahlung ausgegeben hast, das brauchen sie nicht wissen. Das darfst du schwärzen. Einschließlich des Betrages.

Zahlungsausgänge eventuell. Eingänge wirll das Jobcenter schon deklariert haben. Da geht es ja gerade drum, um zu überprüfen ob du sonstige Zahlungseingänge hast.

Also ich muss hier mal sagen, dass Einige ganz schönen Quatsch hier schreiben. Erstens müsstest du konkret mal schreiben, ob du nun normales Arbeitslosengeld bekommst oder ob es sich um ALG II handelt, denn das ist schon ein gewaltiger Unterschied! Bei Arbeitslosengeld I musss man gar nix an Auszügen vorlegen - nur die letzten Gehaltsnachweise. Bei ALG II ist es aber Pflicht, die Kontoauszüge der letzten drei Monate vorzulegen, damit die sehen können, was du für Geldeinnahmen hattest und wie hoch dein Kontostand ist, denn um hilfebedürftig zu sein, darf man nur einen gewissen Betrag an "Vermögen" haben. Da ALG II nach sechs Monaten immer neu beantragt werden muss, muss man auch jedes Mal die Auszüge vorlegen,das is nun mal so . Und wer hier meint, er würde das nicht machen wollen, der wird dann schon sehen, wie er an seine Geldleistungen kommt, da is das Amt ziemlich stur .Wer nichts zu verbergen hat, kann auch ohnen ein schlechtes Gewissen die Auszüge vorlegen. Klar ist das nicht gerade schön - man gibt halt ein Stück "Privatsphäre" frei, aber wenn man Geld will, muss man sich halt an diese Regeln halten. LG.

Da ALG II nach sechs Monaten immer neu beantragt werden muss, muss man auch jedes Mal die Auszüge vorlegen,das is nun mal so .

Nö. In vielen Kommunen wird bei der Weiterbewilligung auf Kontoauszüge verzichtet, da unterm Strich der Nutzen den Aufwand nicht rechtfertigt.

Betrag darfst überhaupt nicht unkenntlich machen; Adressaten nur, wenn es sich um datenschutzrechtlich sensible, personenbezogene Daten handelt, die Rückschlüsse auf bspw. deine sexuelle Orientierung, deine Religion oder deine politischen Präferenzen zulassen.

http://www.rechtsanwaltskanzlei-leipzig.de/data/B%2014%20AS%2045-07%20R.pdf

Letztlich musst du dir überlegen, wieviel Ärger dir der Versuch des Durchsetzens deiner Meinung wert ist. Schwärzt du sämmtliche Ausgaben-Texte, kann es sein dass du richtig lange auf deine Kohle warten musst und ohne Gericht nichts wirst.

DH! Genau so sieht das aus.

Lass mich raten: Nicht alle deiner letzten Arbeitgeber haben dir die Arbeitsbescheinigung ausgestellt und du hast die "Erklärung als vorläufiger Ersatz einer Arbeitsbescheinigung" bekommen. Da du keine Gehaltsnachweise hast, möchtest du anhand der Kontoauszüge nachweisen, wieviel du verdient hast? Dann kannst du den Rest schwärzen, das interessiert nämlich auch keinen. Nur die einnahmen sind wichtig, obwohl mich jetzt wundert, wieso du die Kontoauszüge nehmen sollst, weil das wäre ja das Netto, was du bekommen hast und damit könnte man kein Alg berechnen. Naja, bin gespannt, ob meine Raterei stimmt :-)

nein, ich hab ne Arbeitsbescheinigung und auch alle Gehaltsnachweise

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