Darf ich vor meiner Garage parken?

5 Antworten

Wenn dein Fahrzeug über dein Grundstück auf den Bürgersteig ragt darfst du das nicht. Es liegt dann am Ermessen des Ordnungsamtes ob du ein Knöllchen bekommst oder nicht. Steht dein Fahrzeug nur minimal über wird keiner etwas sagen (außer du findest jemanden der es drauf anlegt), stehst du aber deutlich drüber wirst du dafür belangt.

Dein Garagennachbar steht im Recht und das Ordnungsamt würde ein Knöllchen an deine Scheibe hängen. Ebenso könnte dich die Hausverwaltung anschreiben und dir das schriftlich untersagen.

Du darfst prinzipiell auch nicht über markierte Parkflächen hinaus ragen sondern musst dein Fahrzeug innerhalb der Markierung abstellen. Wenn das Ordnungsamt kommt und es drauf anlegt bekommst du auch dafür ein Knöllchen, behindert das Fahrzeug zu sehr kann es auch abgeschleppt werden.

Ist das Heck auf dem Bürgersteig, ist es nicht erlaubt. Der Bürgersteig sollte für Fußgänger freigehalten werden, das ist dessen Sinn und Zweck. Zumal es für den Nachbarn tatsächlich problematisch sein kann, wenn das Auto die Sicht behindert. Versetze dich in seine Lage, warum sollte er es akzeptieren, wenn du verbotswidrig parkst und er dadurch behindert wird? Ich würde mich auch wehren in so einem Fall. Man sollte nicht immer nur auf sich selbst schauen, sondern auch die Belange anderer akzeptieren und respektieren.

Es beeindruckt immer wieder, wie die für Fußläufer vorgesehenen Bewegungs- und Aufenthaltsflächen (mittels öffentlicher Gelder für jedermann angelegt und bereitgehalten) von zahlreichen Autofahrern mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit benutzt werden, um nur ja die Straße freizuhalten.

> „… mit dem Heck auf dem Bürgersteig, allerdings nicht mehr auf der Straße.“ <

Schade, dass Dir eine Frage dazu allein kommt, weil Du wissen möchtest, ob Ordnungsgeld oder Strafe drohen.

Aber es sind ja gar nicht nur „die“ Autofahrer, die Bürgersteige gern als optional für einen ganz persönlichen Zweck dienend und gratis vereinnahmbaren Raum halten – dessen Vernutzung zu untersagen niemandes Recht und Anspruch sei.

Da werden Hecken unmittelbar an die Grundstücksgrenze gepflanzt, damit sie nach kurzer Zeit schon unter Vereinnahmung von drittel oder halben Fußwegen den Besitzanspruch repräsentieren und den Wunsch nach Sichtschutz erfüllen. Oder insbesondere im Sommerhalbjahr sind es alle Arten von Grünwuchs, die von privaten oder auch öffentlichen Grundstücken her und halb oder gar bis zur völligen Unbegehbarkeit in Gehsteige hineinwuchern. Da müssen dann die Kinderwagen schon gar nicht mehr bemüht werden, um aufzuzeigen, was da schief läuft: Wenn der „einfache“ Fußgänger und für sich allein schon nur noch im gebückten Gang passiert oder trippelnd durch den schmalen Restpfad schleicht, bei Dornen- oder Stachelzeugs (z. B. Brombeeren oder Rosen) sogar ganz ausweichen muss, um allein seine Kleidung nicht zu zerstören, dann ist wohl nicht mehr schön, sondern nur noch unverschämt und ignorant, was dem Eigentümer des Grünzeugs augenscheinlich gleichgültig ist.

Vielleicht hilft es ja, wenn man die Dinge mal wieder anders und schlicht von ihrem Ursprung her betrachtet:

Professor Dr. Jochen A. Bär (siehe „baer-linguistik.de“), gibt im Internet zum Besten, der „Bürgersteig“ tauche erstmalig 1818 in schriftlicher Quelle auf. Für diese Zeit den „Bürger“ noch aus dem Althochdeutschen und vom „Burgwehrer“ abzuleiten, ist in diesem Zusammenhang zwar interessant, aber weniger zielführend. Also greife ich auf seine Erläuterungen zum „Trottoir“ zurück: „trotter“, franz. »gehen, flanieren«, und „-oir“ zu lateinisch „-orium“ (Ort, der etwas Bestimmtem dient).

Der Bürgersteig ist also das dem Gehen Dienende. Und wir erfahren bei Bär auch, dass es zumeist Plattenwege waren (die es ja auch heute noch vielleicht überwiegend sind), die sich also von der sich weitestgehend selbstüberlassenen staubigen oder schlammigen „Straße“ unterschieden.

Bürgersteige sollten schon selbstredend nicht zuwuchern und auch nicht zugeparkt werden.

Du darfst, ohne das ich jetzt die Örtlichkeiten kenne, grundsätzlich vor Deiner Garage parken.

Aber Du darfst dabei NICHT auf den Bürgersteig stehen, nennt sich nicht umsonst "Bürgersteig".

Dein Nachbar hat RECHT.

Stehst du komplett auf dein Grundstück, dann darfst du natürlich vor deiner Garage parken.

Blockierst du den Bürgersteig (auch wenn nur 10 cm) dann nicht und es könnte zum Bußgeld kommen.

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