Darf ich als Privatperson Telefongespräche von Unternehmen aufzeichnen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du hast es schon gesagt: Du brauchst das Einverständnis der Gesprächspartners. Sicherheitshalber würde ich das Einverständnis noch einmal abfragen, wenn das Band läuft.

Eine solche Aufzeichnung ist zunächst ein Beweismittel. Wenn die Gegenseite im Streitfall vorträgt, daß die Aufzeichnung verfälscht wurde, ist das ein Frage der freien Beweiswürdigung des Gerichts.

Jedenfalls kann eine - legale! - Aufzeichnung durchaus helfen.

Kann man, das irgendwo nachschlagen? Ich hab mir das auch so gedacht, aber ich erhalte vom Gegenüber "Das dürfen Sie nicht!"

@pcfreak

Nun, wenn Dein Gegenüber nicht zustimmt, darfst Du es tatsächlich nicht. Nach §201 StGB wäre das sogar strafbar:

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__201.html http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/201.html

Im Umkehrschluß heißt das natürlich, daß Du befugt, also mit Einverständnis, diese Aufnahmen machen darfst.

Nur: Wenn er nicht will, will er nicht.

Ich würde auf jeden Fall zunächst im Sinne einer Beweissicherung der eigenen Aussagen mitschneiden. Du kannst ja hinterher den Mitschnitt dahingehend manipulieren, indem Du die Gesprächsanteile des Telefonpartners herausschneidest.

Nein!

Bereits das unbefugte Aufzeichnen ist nach § 201 Abs. 1 Nr 1 strafbar.

@WolfRichter

Der Paragraph 201 Strafgesetzbuch besagt, daß das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen- wohlgemerkt einer anderen Person - hierauf liegt die Betonung- nicht ohne deren Einverständnis dokumentiert und anderweitig verwertet wrerden darf.

Das eigene Wort kann ich mitschneiden.

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