Darf eine Hausverwaltung den Eigentümern 30 Euro für eine Wohnungsbegehung in Rechnung stellen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn die Verwaltung ohne konkreten Anlass eine Begehung veranlaßt, ist das kein vergütungspflichtiger Sonderaufwand.

Das wäre es nur dann, wenn - via Beschluss eine solche Begehung gefordert wurde - eine entsprechende Regelung im Verwaltervertrag (z. B. halbjährliche Begehung die nicht mit der Pauschale abgegolten ist durchgeführt werden muss) vorhanden ist - ein dringender Verdacht auf akute Schäden vorliegt, die dringend begutachtet werden müssen, weil es aufgrund der Dringlichkeit nicht mehr möglich ist, zuvor eine außerordentliche Wohnungseigentümerversammlung durchzuführen (z. B. Rohrbruch).

In allen anderen Fällen, bleibt der Verwalter auf seinen Kosten sitzen. Also wirst du dir die Arbeit machen müssen, mal das Protokoll der letzten Versammlung zu studieren, sowie den Verwaltervertrag.

PS: Es gibt Vereinbarungen, wonach sich der Stundensatz an jeder beginnenden Stunde orientiert. Da ist es dann egal, ob er nur 5 Minuten oder 59 Minuten aktiv war.

Meines Wissen muss der Verwalter das Gemeinschaftseigentum begehen. In den Wohnungen hat er nix verloren. Und wenn doch braucht er für die Vergütung einen Beschluss. ich kenne das auch so, dass der Verwalter im Rahmen einer größeren Maßnahme (Sanierung) ein Sonderhonorar bekommt - er hat ja auch einen größeren Aufwand, der nicht in der normalen Verwaltergebühr enthalten ist - aber eine separate Berechnung für die Wohnungsbegehung ist mir noch nie untergekommen.

30 ,- Ein guter Stundensatz für ca. 5 Minuten pro Wohnung

vergißt du evt., daß der die gewonnenen Informationen noch irgendwie aufarbeitet??? Und er hat ja auch An- und Abfahrt. Der Satz von dir ist Mieterdenken.....

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