Darf ein Rechtsanwalt nach 3 Jahren eine Rechnung stellen?

8 Antworten

Zu prüfen wäre unbedingt, ob die Forderung in dieser Höhe überhaupt berechtigt und ob sie nicht bereits verjährt ist.

Regelmäßige Verjährungsfrist: 3 Jahre.

Die Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Beispiel: Tätigkeit des Anwalts im Jahr 2007 abgeschlossen: Forderung verjährt.

Legal ist die Frist der Anwaltsrechnung innerhalb von drei Jahren (eigentlich sind es vier Jahre: 1, Jahr = 2011, 2. Jahr = 2010, 3. Jahr =  2009 und wenn der Anwalt im Jahre 2008 tätig geworden ist, dann muss noch gezahlt werden .

Das einzige, was ihr noch tun müsst, wäre eine detaillierte Abrechnung anzufordern. Wenn nach Überprüfung der Detaills alles korrekt ist, dann könnt ihr um Ratenzahlung bitten - was er euch nicht verweigern kann, denn zahlungswillig seid ihr ja (schon in sofern, wenn ihr eine anzahlung von 100 € leistet > bevor dir monatliche Ratenzahlung beginnt!

Wieviel ihr zahlen wollt und könnt, dass bleibt euch überlassen (liegt also in eurem Ermessen > Vorsicht vor Verträgen mit dem RA, wo ihr euch festlegen sollt, wieviel ihr monatlich zahlt!) und demnach bleibt es auch euch überlassen,  wielange es dauert, bis die Gesamtsume abbezahlt ist!!!

meine mutter hat kein unterhalt erhalten was ihr anwalt gefordert hat muss sie dafür auch eine rechnung für den anwalt zahlen ?

Zitat aus Brief

In der Anlage übersende ich ihnen auch diesbezüglich meine kostenrechnung mit der bitte um ausgleich auf eines der unten angegebenen konten hier ergibt sich der gegenstandswert aus dem 12-fachen des mit schreiben vom 13.05.2008 (ihnen vorliegend) geltend gemachten monatlichen unterhaltsbetrag für sie in höhe von 442 x 12 = 5.304.00,
für tochter x 420x12 = 5.040 und rückständiger unterhalt in höhe von 5.970, gesamt somit 16.314. entstanden ist hieraus eine 1,5 geschäftsgebühr aufgrund der komplexen berechnung.

der trennungsunterhalt wurde nie gezahlt und der rechtsanwalt verlangt nun geld dafür das er das anscheineds bearbeitet hat frage dazu: muss man für diese nichtgemachte leistung bezahlen ?

"muss man für diese nichtgemachte leistung bezahlen ?"

Eine anwaltliche Leistung hat er doch wohl erbracht. Er hat den zu zahlenden Unterhalt berechnet und wohl auch beim geschiedenen Ehemann eingefordert. Dass der nicht gezahlt hat (warum auch immer), ist belanglos. Der Anwalt schuldet ein Tätigwerden, er schuldet keinen Erfolg.

Insofern ist diese Honorarforderung grundsätzlich zu bezahlen.

Stellen kann er die Rechnung schon, ob ihr sie bezahlen müsst, solltet ihr fachkundig klären lassen. Im Privatbereich gelten andere Fristen als im geschäftlichen Bereich.

Der Mutter war aber doch klar das sie den Anwalt zahlen muss oder nicht ? Umsonst hat er es nicht gemacht. Man kann sich mit dem Anwalt auf eine Ratenzahlung einigen. So habe ich es auch gemacht. In Deutschland werden leider die Anwaelte nicht nach Leistung bezahlt.3 Jahre sind noch nicht vergangen also muss sie es bezahlen. LG

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