Darf ein Makler ein unterschriebenes Mietanbot ablehnen weil er bei seiner Provision eine falsche Zahl eingetragen hat?

4 Antworten

Mir ist klar das ein Mietanbot nur für mich Verbindlich ist aber habe ich eine Chance das irgendwie anzufechten und doch nur die besagten 900€ zu bezahlen?

Das würde ich eine Anwalt fragen ob der Makler einen vermeintlichen Fehler ändern darf.

Bei der Summe  würde ich mich definitiv rechtlich absichern.

Das dürfte für Dich nicht verbindlich sein, wenn der Makler den Fehler der Assistentin korrigieren darf; das wären ja ganz andere Vertragsbedingungen bzw- Voraussetzungen.

MfG

Johnny

Bitte selbst vergleichen: Nach dt. Recht kann der Makler nur ein Mietangebot ausreichen, wenn er vom Vermieter dazu bevollmächtigt wurde. Schließlich ist der Makler nicht der Vermieter/Eigentümer. Der Vermieter hingegen hat keine Befugnis die Provision des Maklers zu beeinflussen. 

Hier werden 2 Dinge eventuell unzulässig vermischt: Mietangebot des Vermieters über den Makler unter der Bedingung, dass der zukünftige Mieter die Provisionsforderung des Maklers über 900,00€ anerkennt, wenn der Mieter das Mietangebot annimmt und den Mietvertrag mit dem Vermieter abschließt.

Eine einseitige Änderung des herausgegebenen Angebotes durch den Makler hinsichtlich seine Provision ist zwar möglich aber vermutlich nicht juristisch durchzusetzen.

So, also das Mietanbot habe ich vom Makler bekommen, welcher natürlich vom Vermieter dazu bevollmächtigt wurde. Nur ist der Makler jetzt dazu verpflichtet das Mietanbot welches ich unterschrieben habe dem Vermieter zu geben, da dieser ja schlussendlich entscheidet ob es angenommen wird oder?

Also wenn der Vermieter mal angenommen ja sagen würde müsste sich der Makler mit den €900,- abfinden, oder? 

Wäre nett wenn du mich hier nochmal ein bisschen aufklären könntest :)

@hb248

Wenn du mit "Mietangebot" die Offerte des Maklers meinst wie etwa:

"Schöne 3-ZKB, Innenstadt, 900€p.m. zzgl. NK, provisionspflichtig"

so gäbe dieses "Angebot" nicht die vollständigen Bedingungen eines Mietvertrages wieder. Ich meine mit "Angebot" den kompletten Mietvertrag. Gehst du auf dieses "Angebot" ein, meldest dich beim Makler, besichtigst die Wohnung und erklärst dem Makler die Wohnung mieten zu wollen, dann hat der Makler dir die Wohnung nachgewiesen und kann nach Mietvertragsabschluss zwischen Vermieter und dir eine Provisionsrechnung stellen, deren Höhe bereits im "Angebot" benannt oder vor dem Nachweis verhandelt wurde. Wie nun hier das "Angebot", das per mail dir übergeben wurde, von dir ausgedruckt, unterschrieben und an den Makler zurück ging, konkret aussah, kannst nur du wissen und richtig einordnen. Ich vermute nun, dass du nur eine Maklervereinbarung unterschrieben hast. 

Hier kannst du die neuen Regelungen durchlesen.

http://www.jurarat.de/neue-gesetze-ab-2015-alle-gesetze-uebersicht-was-aendert-sich-2015?page=8

Seit heuer zahlt immer der, der den Makler beauftragt hat.

Danke für den Link, allerdings handelt es sich bei dem Link um Deutsche Gesetze und nicht Österreichische.

@hb248

Die sind gleich

@rosale

Irrtum.

@anitari

Was irrtum und weiter? In Ö und D sind punkto Makler die gleichen Gesetze.

@rosale

In D wurden die Maklergesetze verändert. Unvorstellbar, dass A vom Bundestag in Berlin Gesetzesänderungen übernimmt.

So. erstmal danke an alle die mir helfen wollten. Also die Assistentin hat keinen Fehler gemacht. Laut Wirtschaftskammer Österreich darf der Markler höchstens 1 BMM als Provision verlangen wenn mir die Wohnung vom derzeitigen Mieter vermittelt wurde und es eine Befristung von bis zu 3 Jahren für diese Wohnung gibt. Also hat sich das jetzt geklärt. 

Trotzdem nochmal danke an alle die mir helfen wollten :)

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