Darf ein Lehrer eine privat erworbene handelsübliche DVD im Unterricht zeigen?

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Wenn ein Film ausgeliehen oder privat erworben wurde (z.B. DVD, Videokassette), darf dieser im Unterricht ohne das Einholen einer Erlaubnis und ohne das Zahlen einer Vergütung gezeigt werden. Es handelt sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe nach §53 UrhG.

Dies gilt nicht für aufgezeichnete Sendungen aus dem Fernsehen. Das Zeigen von Fernsehsendungen im Unterricht ist nur gestattet, wenn es sich um Tagesaktuelles handelt oder direkt aus dem Internet (z.B. über eine Mediathek) gezeigt wird.


Quelle: http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/film/schule/

Wenigstens mal eine fundierte Antwort! DH

Da er diese wohl nicht verkauft oder eine Leistung daraus gegebn Entgelt vertreibt kann esr das tun. Hast Du noich nie Deinen freunden, Arbeitkollegen einen gekauften Datendräger vorgestellt?

Das ist eine Grauzone und wird von den Gerichten unterschiedlich ausgelegt. Man könnte die Vorführung an einer ÖFFENTLICHEN Schule auch als ÖFFENTLICHE Vorführung betrachten, und die GEMA und andere Organisationen sind ständig hinter neuen Einnahmen her. Als Lehrer kenne ich dieses Problem sehr gut, deshalb maile ich vor der Vorführung die Rechte - Inhaber an und bekomme meist innerhalb von 3 Tagen die Zustimmung, den Film / die Musik - CD im Unterricht zu verwenden, ohne dass Gebühren verlangt werden. Viele Filme kann man auch mit Schul - Lizenz kaufen, dann kosten sie eben 2 Euro mehr - ist auch nicht die Welt. Ich jedenfalls gehe da kein Risiko ein, denn es gibt immer wieder Schüler, die, statt sich über einen abwechslungsreichen Unterricht zu freuen, darauf aus sind, dem Lehrer etwas anzuhängen. In einem Fall wurde mir sogar von Constantin Film der Beschwerdebrief eines Schülers zugeschickt, der" leider" ins Leere ging, da Erlaubnis erteilt worden war.

Nun lass einfach mal die Kirche im Dorf. Wenn es zum Unterricht beiträgt wäre es mir persönlich völlig egal ob er das darf oder nicht. Muss ja kein Aussenstehender mitbekommen.

Reine Interessenangelegenheit, keine Absicht irgendjemanden zu verklagen o.ä.

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