Darf ein Inkassounternehmen tätig werden bevor der ehemaliger Gläubiger die Forderung abgetreten hat?

5 Antworten

Immer diese blöden Inkassounternehmen!

Wen kümmert´s? Brief -> Tonne.

Ich wollte aber nur kurz fragen ob ein Inkassounternehmen überhaupt schon für den Gläubiger tätig werden darf

Sobald der Gläubiger einen Dritten beauftragt, für ihn tätig zu werden, darf es das natürlich. Du bist aber in keinster Weise verpflichtet, dieses anzuhören. Denn ohne Abtretung (Zession) ist der Gläubiger nihct das Inkasso, und du hast wiederum mit diesem keinen Vertrag. Ende.

wenn dieser die Forderung noch nicht an die Inkasso Firma abgetreten hat?

Das kommt im Normalfall gar nicht vor. Im Masseninkasso (95% aller Fälle) schreibt das Inkasso einfach nur Bettelbriefe ohne jede rechtliche Konsequenz. Nur bei sehr hohen Forderungen (mindestens im obersten 3- besser im 4-stelligen Bereich) kauft das Inkasso überhaupt untitulierte Forderungen auf.

Zusätzlich schreiben Sie in einem Brief dass ihr Auftraggeber (hier Klarna) mir gegenüber einen Betrag in Höhe von 62,70 geltend macht.

Bezahle die Originalsumme an Klarna (oder jeden Anderen) zzgl. angemessener Gebühren (max. € 3.-- je postalischer Mahnung), teile dies dem Inkasso mit (idealerweise schriftlich / Einschreiben oder per Fax), widerspreche der Forderung insgesamt und vorsorglich einer Meldung an Dritte gem. DSGVO und BDSG, und fertig. Die Kosten des Inkassos sind nicht dein Problem, sondern das des Auftraggebers.

Um Inkasso zu betreiben muss die Forderung nicht abgetreten werden. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das eine ist klassisches Inkasso. Das Andere ist eine Art Factoring.

Du kannst also durchaus vom Inkasso angeschrieben werden ohne Forderungsabtretung. Allerdings scheint mir dieser Betrag für den ersten Brief sehr hoch.

Das Inkassobüro wird erst tätig, wenn es dazu beauftragt wurde (Natürlich arbeiten die nicht kostenlos ohne Auftrag)

Dankeschön! Klar arbeiten die nicht umsonst (tun ja die wenigsten) aber das ist auch alles rechtens bevor die Forderung abgetreten wurde?

@Linda1606

Die Forderung muss überhaupt nicht abgetreten werden. Das Inkasso kann auch im Auftrag des Kunden tätig werden, nicht nur in eigenem Auftrag.

@Hans : Klarna hat vermutlich eine kick back Vereinbarung mit coeo bezüglich der Gebühren

Vorher waren 2 Haus Ikus immer aktiv : Ident und Segoria.

Haben noch nie explizit wg Inkassokosten geklagt. Check das mal. Auf der Urteils Datenbank jurion.de ist kein einziges AZ.

Auch im ABBA Land Schweden sitzen Schlitzohren ;)

Doch, das Inkasso garantiert Klarna, dass es grundsätzlich kostenlos ist.

Nein, diese Inkassofirmen kaufen den Gläubigern so gesehen ja die Schulden ab. Solange das nicht passiert ist können die nicht tätig werden, es sei denn der Gläubiger bzw die Firma des Gläubigers hat eine eigene , hausinterne Inkassoabteilung

Nein, diese Inkassofirmen kaufen den Gläubigern so gesehen ja die Schulden ab.

Nein. Genau so tun sie zwar, aber dem ist nicht so. Tatsächlich versuchen sie nur, mittels einschüchternder Briefe den Schuldner dazu zu bewegen, ihre sinn- und maßlosen Phantasiegebühren zu zahlen, obwohl darauf keinerlei Rechtsanspruch besteht. Tatsächlich sind 95% aller Fälle einfach nur Briefe einer externen Mahnabteilung des Gläubigers, und ansonsten dessen Privatsache. Ein Anspruch auf Erstattung dieser Extrakosten besteht gerade *nicht*.

Das sind die Gebühren die Klarna und das Inkassounternehmen für die Verspätung einfordern.

Bezahlen muss man die allerdings grundsätzlich erst mal nicht.

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