darf ein Fotograf ein Klassenfoto mit meinem Kind machen ohne meiner erlaubniss?

5 Antworten

Ich denke, du musst die Bilder weder bezahlen, noch zurückgeben. Ich habe den Ärger mit den unverlangten Schulfotos auch jedes Jahr. Ich habe den Fotografen auch schon gebeten, das Fotografieren meiner Kinder zu unterlassen, trotzdem passiert es wieder. Wir wollen die Fotos nicht, aber in der Schule trauen die Kinder sich nicht "nein" zu sagen. Da wir ich die Fotos nicht in Auftrag gegeben habe (Kinder sind nicht geschäftstüchtig), sind sie nicht Eigentum des Fotografen. Im Supermarkt gibt man Kindern doch auch nicht ungebeten Ware mit nach Hause und schickt dann eine Rechnung hinterher. Die Fotos wandern bei mir in den Müll, die Mahnungen auch.

Bei uns war das so:

Die Eltern haben bei Schulbeginn einen Zettel unterschrieben, dass die Kinder von der Schule/ im Auftrag der Schule fotografiert werden duerfen.

Dann hat jeder eine Mappe mit Fotos bekommen (man haette sie nicht annehmen muessen). Auf dieser standen verschiedene Angebote. Wenn man etwas kaufen wollte hat man das Geld ueberwiesen und den Rest zurueckgegeben (gegebenfalls auch alles behalten oder eben alles zurueckgegeben).

Wenn die Eltern/Kinde jedoch nicht direkt ueber diese Kosten bzw den Fotografenbesuch informiert wurden, denke ich das du die Bilder behalten kannst.

so kenne ich das auch; ich sehe gerade, dass die Frage bereits 10 Jahre alt ist, damals gab es noch keine Datenschutzgrundverordnung, aber soweit mir erinnerlich ist, ist der Datenschutz auch vor 10 Jahren schon ernst genommen worden;

@Bergfex49

Bruh, das hab ich ja garnicht bemerkt.

Normalerweise muss man die Bilder beantragen und am Anfang vom Schuljahr einwilligen. Wenn du beides nicht getan hast dann bist du hier eindeutig im Recht und der Fotograf hat kein Recht auf die Bilder bzw. das Geld. Wenn die Bilder dann auch noch veröffentlicht werden kannst du die Schule und den Fotografen anzeigen und richtig abstauben.

Die Rechtslage ist eindeutig und vollkommen anders als oben dargestellt.

In aller Regel liegt keine Bestellung der Fotos durch die Eltern vor! Damit handelt es sich um unverlangt zugestellte Ware. Und die braucht man nicht zurückzugeben und kann sie im Gegenteil nach eigenem Ermessen behalten und verwenden.

Punkt.

Und das ist auch gut so, denn das Geschäftsmodell der Fotografen setzt auf sozialen Druck durch die eigenen Kinder. Die bringen stolz schöne Fotos von sich mit und dann ist man als Elternteil der Doofe, wenn man sie zurückgibt.

Damit der Fotograf an sein Geld kommt, braucht er wie jeder andere Geschäftsmann einen Kaufvertrag.

Im übrigen wird er auch gar nicht mahnen können, denn die Schule darf selbstverständlich in keiner Weise Adressdaten der Schüler oder andere personenbezogene Daten an Dritte geben. Der Schulleiter ist nach allen einschlägigen Landesschulgesetzen für die Einhaltung des Datenschutzes persönlich verantwortlich.

Danke, ich habe die bisher zwar immer wieder zurück gegeben aber gut zu wissen, dass ich das nicht mal müsste

Hat dein Kind denn keine Benachrichtigung von der Schule mitbekommen, wo der Fotograf angekündigt wurde ? Früher war das so. Dann hättest du ja ablehnen können und dein Kind wäre garnicht erst aufs Bild gekommen. Außerdem, soetwas ist doch eine schöne Erinnerung

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