Darf ein Arbeitgeber einen Azubi kurz vor dem Abschluss kündigen?

5 Antworten

Der Chef kann einen Ausbildungsvertrag, NACH der Probezeit nur aus wichtigem Grund auflösen. Sind die beiden Abmahnungen des gleichen Vergehens wegen oder zwei unterschiedliche Dinge? Wenn der Auszubildende "nichts kann" ist auch der Betrieb schuld, weil er nicht Auzubi gerecht vermittellt und erzogen hat. Wende Dich an den Ausbildungsberater der IHK / HWK, der hilft weiter.

Aus einem trieftigen Grund kann er das schon , aber er sollte dem Azubi die Chance zum Abschluß geben, ist ja nicht mehr lange hin .Nochmal mit ihm reden und bitten die Ausbildung beenden zu dürfen

Wenn der Lehrherr der Meinung ist, die Leistungen des Azubi seien grottenschlecht, dann wird das wohl seine Berechtigung haben - zumal eine zweimalige Abmahnung sicherlich nicht dem Regelverlauf einer "normalen" Lehrausbildung entspricht.

Ist das jetzt eine Bauchmeinung von Dir oder hast Du da auch einen rechtlichen Hintergrund dazu??

Mit Bauchmeinungen kommst Du nicht sehr weit und als Ratschlag sind sie denkbar ungeeignet.

@Maximilian112

Wenn ein Azubi bereits zwei (schriftlich dokumentierte) Abmahnungen kassiert hat und sich wieder was zu Schulden kommen hat lassen, dann hat der Lehrherr einen triftigen Grund, ihn beim nächsten schweren Vergehen vor die Türe setzen zu dürfen. Das ist keine Bauchmeinung, sondern bei uns in Österreich gelebte Realität.

@Herb3472

Im übrigen haben wir selbst einen Ausbildungsbetrieb und damit ist auch klar, auf welcher Seite ich stehe.

@Herb3472

die Abmahnungen hatten ja sicher einen Grund

Gem. § 13 BBiG haben Auszubildende "sich zu bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist."

Im Klartext: Der Stift mag je der dünnbrettbohrendste Tiefflieger sein, der je ausgebildet wurde, ein Bemühen an der Grenze der Leistungsverweigerung oder gerade "noch ausreichende" Leistungen meinen doch ein Errreichen des Ausbildungsziels i. S. d. Gsetzes :-).

Hätte hingegen der Betrieb nach niederschmetterndem Zwischenprüfungsergebnis und Berufsschulzeugnis in einem Gespräch Zielsetzung einer deutlichen Leistungsverbesserung ausgegeben oder sorgfältigere Ausführung übertragener Ausfgaben angemahnt, käme eine Kündigung aus "wichtigem Grund" gem. § 22 BBiG als ultima ratio in Betracht, wenn der Abgemahnte chauivinistisch einen guten weiblichen Lehrling an seiner Seite ablehnte, nicht bereit war, nach Feierabend an ABM teilzunehmen, keine Lust hatte, auch samstags in einer Einzelunterweisung ebdlich mal Schweissen zu üben oder die Berufsschule schwänzte, weil er nicht mehr mitkommt.

Zu einer Prüfung kann man sich (dann) auch extern anmelden.

G imager761

Wenn der Auszubildende gegen seinen Ausbildungsvertrag verstößt, kann dieser nach zwei Abmahnungen natürlich auch gekündigt werden.

Eine Ausbildungsvertrag ist ja kein Freibrief, dass der Auszubildende tun kann, was er will.

Die Prüfung kannst du mit Genehmigung der Kammer aber trotzdem ablegen.

Weswegen wurden denn Abmahnungen erteilt?

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