Darf ein Anwalt gegen den Willen des Mandanten handeln?

9 Antworten

Jeder Partner hat freie Wahl bei seinem Anwalt. Im nachhinein muß deine Frau das Mandat bei ihrem jetzigen Anwalt kündigen, was ein Anwalt akzeptieren muß, am besten schriftlich. Bis dahin kann er sein Honorar bei ihr/euch abrechnen. Danach könnt ihr euch einen gemeinsamen Anwalt eure Wahl und Vertrauens nehmen. >Tipp: Vorher sich am besten schriftlich (Vertrag) über Hausrat, Zugewinn und event. Ehegattenunterhalt einigen, dann geht alles schneller, wird billiger und man hat weniger Streß. Gruß

Ich denke mal, der Anwalt deiner Frau sieht einfach die Felle wegschwimmen, was sein Mandat betrifft. Ist doch eine nette Einnahmequelle für ihn.

Und deine Frau damit zu ködern, dass er "mehr rausschlagen" könne, finde ich absolut unseriös. Es geht darum, dass jeder bekommt, was ihm zusteht. Nicht mehr und nicht weniger.

Und es ist doch absolut wünschenswert, wenn man sich bei einer Scheidung gütlich einigen kann. Das zeugt doch von gegenseitigem Respekt, auch wenn die Liebe auf der Strecke geblieben ist.

Zumal auch ein Anwalt mit gütlicher Einigung wesentlich billiger ist, als zwei, die sich anzecken.

Könnt ihr nicht beide Anwälte sausen lassen und euch gemeinsam einen suchen? Den muss zwar einer pro forma engagieren, aber ihr könnt ihn dann ja gemeinsam aufsuchen und euch damit sicher sein, dass keiner übers Ohr gehauen wird, die Interessen von euch beiden gewahrt bleiben.

Danke für deine Antwort. Es ist ja auf den Wunsch meiner Frau geschehen dass wir uns einen (meinen) Anwalt für die gütliche Trennung nehmen. In der Schlussbesprechung rief dann der Anwalt meiner Frau dazu auf, den Kontakt abzubrechen und sich auf nichts einzulassen. Obwohl meine Frau ihrem Anwalt das Mandat bereits entzogen hatte will dieser nun meinen Anwalt bei der Kammer anschwärzen.Dieser hätte sich nicht standesgemäss verhalten. Er hätte meine Frau seiner Kanzlei verweisen müssen. Naja, auf jeden Fall Danke an alle für die Antworten.

@Mastelli

Wie ist das dann aus gegangen und was hat die Kammer dann getan?

Gütliche Einigung klingt für mich anders als "Ich ziehe meine Frau mit meinem Anwalt über den Tisch". Wenn man sich gütlich trennt heißt das beide Pateien sind sich in der Frage was gehört wem und wie hoch wird der Unterhalt schon einig. Und so wie Du es beschreibst klingt das nach "Ich möchte möglichst billig raus". Deiner Frau würde ich anraten Ihren Anwalt zu behalten.

Da steckt viel Wahrheit drin!

Ja, wenn man es falsch verstehen will dann versteht man es eben falsch.Im übrigen:Wenn dann könnte meine Frau mich über den Tisch ziehen, sie verdient mehr als ich. Naja, wenn man sich schon Mietnomade nennt dann zeigt man damit schon wo man steht und was man immer falsch verstehen will. :-)

@Mastelli

In diesem Falle würde ich meinen "Nomen non est Omen"!

Natürlich! Er ist verpflichtet, deine Frau als Partei, die ER vertritt nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten. Und wenn er der fachlichen Meinung ist, deine Frau kann mehr rausholen, wenn sie sich nicht mit dir gütlich einigt, ist dagegen erstmal nix zu sagen. Dafür hat man ja einen Anwalt.

Ja, der Anwalt muss sie darüber aufklären, wenn sie sich auf dem Holzweg befindet. Man darf getrost davon ausgehen, dass der Akademiker nicht Umsatz mit Gewinn verwechselt. Was sagt denn Dein Anwalt dazu. Schließlich ist es die Aufgabe des bevollmächtigten Anwaltes, im Sinne des Mandanten zu beraten. Man arbeitet doch nicht dafür, dass er selbst ein höheres Honorar bekommt, wenn er künstlich den Streitwert erhöht.

Nein ,wir haben uns wirklich gütlich geeinigt.Da wir beide gut verdienen war das auch gut möglich.Wenn dieser Anwalt meine Frau dazu bringt weiter einen eigenen Weg zu fahren dann wird zum Schluss meine Frau mir gegenüber pflichtig.Das Haus z.B. läuft auf Ihren Namen,etc. Diesem Anwalt geht es tatsächlich nur um sein Geld ! Meine Frau ist eben etwas leichtgläubig. Und wenn meine Frau ihm sagt dass ich 100.000.-Umsatz mache und er diese Summe zur Berechnung seiner Gebühren ansetzt ist das eben nicht richtig und auch nicht hinzunehmen.

@Mastelli

Ich denke, das wird Dein Anwalt schon ordentlich regeln.

Das würde ich so nicht unterschreiben. Meine Anwältin sollte in einer Erbschaftsangelegenheit eigentlich nur einen Brief schreiben, da die Verständigung etwas frostig war, das hat sie abgelehnt, mit den Worten, die andere Partei muss sich einen Anwalt nehmen. Was die gar nicht wollten. Alle Verhandlungen, die ich bis dahin geführt hatte, hat sie abgebrochen, sodas die Gegenpartei nichts anderes machen konnten und mich verklagen, was ich natürlich verloren habe. War eigentlich klar,wer in einer Erbschaftsangelegenheit nicht mitarbeitet , hat die Arschkarte. Konnte meiner Anwältin ja egal sein, sie hat richtig dick verdient.

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