Darf die gegnerische Versicherung ein Gegengutachten erstellen?

3 Antworten

Nun, als Geschädigter bist Du tatsächlich verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten (Schadensminderungsobliegenheit gemäß § 254 BGB). Den Einzelfall solltest Du mit Deinem Anwalt besprechen.

Jeder, der Gutachten erstellen will, darf die auch erstellen.

Wie dieses dann zu werten ist, ist letztlich eine Sache, welche in einem Rechtsstreit geklärt werden muss. Bis dahin wird man auf das jeweils eigene Gutachten beharren und bei einer Streitigkeit muß dann geklärt werden, wer Recht bekommt.

Beliebtes Spiel, liegt ein Gutachten vor, erstelle man ein anderes dazu, um das erste zu entkräften.

Gutachter sind auch keine unparteiischen Schiedsmänner sondern "wess Brot ich ess, des Lied ich sing".

Du bist tatsächlich verpflichtet, die günstigste Variante zu wählen und wenn da einer eine günstigere als Du gefunden hat, dann kommt es wohl darauf an, warum Du die teurere gewählt hast. War es Unvermögen, Fahrlässigkeit, Bequemlichkeit, hat sich Dein Werkstattbetreiber eine goldene Nase verdienen wollen, hättest Du das bemerken können oder müssen, alles Fragen, welche in einem solchen Rechtsstreit geklärt werden müssten.

Selbstverständlich darf sie das. Eine Versicherung ist auch dafür da, unberechtigte Ansprüche gegenüber ihrem Versicherten abzuwehren. Du bist natürlich nicht verpflichtet, die günstigere Variante zu wählen. Allerdings wird die gegnerische Versicherung wohl nach ihrem Gutachten abrechnen und dir nicht den vollen Betrag erstatten. Streiten wirst du darüber wohl vor Gericht müssen...

Was möchtest Du wissen?