darf die ARGE mir die miete sperren

2 Antworten

Obdachlosigkeit soll auf alle Fälle verhindert werden. Daher kannst du einen Antrag auf Mietzahlung stellen (bitte schnellstens erledigen !!). Das wird dann jedenfalls auf Darlehensbasis möglich sein.

Es gibt Sanktionen, die auch die Wohnungskosten betreffen, Allerdings wird nicht bei der ersten Sanktionierung in die Woko hinein gestrichen. Hast Du vielleicht schon in der Vergangenheit Sanktionen gehabt, vielleicht sogar in Folge? Sollten auch die Wohnungskosten vollständig sanktioniert werden, ... für die 3. Monate und die Arge sich nicht auf die Zahlung der Woko einlassen, so hast Du trotzdem mehrere Möglichkeiten. Sanktionierungen dürfen nicht zur Obdachlosigkeit fürhen, daher folgendes:

  1. Wende Dich an das für Deine Region zuständige Wohnungsamt, dort gibt es Möglichkeiten, Dir zu helfen. Allerdings können z.B. Fachstellen für Wohnungsnotfälle auch erst zahlen, wenn die Sanktionierung beendet oder aufgehoben ist. In der Regel wird nach der Sanktionierung der Zahlungsrückstand als Darlehn übernommen.

Setze Dich umgehend mit Deinem Vermieter in Verbindung und besprich mit ihm, die Situation, dass Du arbeitslos bist, das die Zahlungen verspätet kommen und dass Du erst für Miete entsprechende Anträge stellen mußt. Treffe nur Absprachen, die Du sicher einhalten kannst.

  1. Versuclhe Dir bei Deiner Bank die Summe für die Mietzahlung zu leihen, alternativ bei Freunden und Verwandten. Dann allerdings wirst Du kein Darlehn bei den Fachstellen für Wohnungsnotfälle erhalten.

  2. Suche Dir schnellstens einen neuen Job, damit die Sanktionierung nicht die ganzen 3 Monate greift.

  3. Wende Dich an das Sozialgericht und stelle dort einen Eilantrag auf Aufhebung der Sanktionierung in die Woko hinein.

  4. Besprich vor allem mit dem Jobcenter, ob Du möglicherweise dadurch, dass Du eine Maßnahme oder einen Vermittlungsvorschlag annehmen kannst, die Sanktionierung in die Woko verhindern kannst. Wende Dich ggf. auch an die jeweiligen Teamleiter der Arbeitsvermittlung und des Leistungssachbearbeiters und lege vor dem Gang zum Sozialgericht schriftlich Widerspruch ein.

Schwierig wird es mietrechtlich, wenn Du in der Vergangenheit (konkret in den letzen 2 Jahren ) bereits fristlose Kündigungen wegen Zahlungsverzug hattest, oder es eine Räumungsklage gab, oder sogar einen Räumungstitel. Dann bitte sofort davon auch dem Jobcenter Mitteilung machen, da dann unter Umständen noch einmal im Einzelfall geprüft wird, ob die Sanktionierung in die Woko zulässig ist.

Was möchtest Du wissen?